Gabriel hat kreative Ideen zum Brexit | Aktuell Europa | DW | 26.12.2017
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Drittstaaten

Gabriel hat kreative Ideen zum Brexit

Die Briten möchten zwar raus aus der EU, ansonsten soll aber alles bleiben, wie es bislang ist. So wird das nicht gehen, doch die künftigen Beziehungen könnten zur Blaupause werden. Etwa für andere schwierige Nachbarn.

England Treffen Außenminister Gabriel mit Boris Johnson (picture-alliance/dpa/S. Rousseau)

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel mit seinem britischen Kollegen Boris Johnson

Großbritannien wird mit seinem EU-Austritt zu einem sogenannten Drittstaat, und damit keinen ungehinderten Zugang mehr zu Märkten und Rechten der Europäischen Union haben. Die Neugestaltung der beiderseitigen Beziehungen gestaltet sich schwierig. Doch nach Ansicht von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel könnte sich die Anstrengung gleich in mehrfacher Hinsicht lohnen.

Großbritannien könnte als Vorbild für das Verhältnis zur Türkei und zur Ukraine dienen, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Diese beiden Länder kommen seiner Ansicht nach für eine Mitgliedschaft in der EU vorerst nicht in Frage. Deshalb müsse man "über alternative Formen einer engeren Zusammenarbeit nachdenken", sagte Gabriel. "Eine Möglichkeit wäre, mit Ankara eine neue, engere Form der Zollunion anzustreben." Ein "kluges" Brexit-Abkommen könnte dafür Modell stehen.

"Der Wille zu einem besseren Verhältnis"

Allerdings müsse sich dafür die Lage in der Türkei erst wieder ändern. Es sei ein gutes Zeichen, dass mehrere dort inhaftierte Deutsche freigekommen seien, sagte Gabriel. Allerdings bleibe die große Sorge um den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel. "Die Türken wissen, wie wichtig sein Schicksal für uns ist." Es gebe in der Türkei den Willen, zu einem besseren Verhältnis mit Europa zu kommen, sagte der Außenminister. "Und den gibt es auch bei uns."

rb/qu (afp, dpa, rtr)

 

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