G20-Außenminister werben für internationale Zusammenarbeit | Aktuell Welt | DW | 21.05.2018
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Wirtschaftsberatungen in Argentinien

G20-Außenminister werben für internationale Zusammenarbeit

US-Außenminister Mike Pompeo war dem Treffen in Buenos Aires fern geblieben. Dennoch dominieren die Alleingänge der USA in Handels- und Sicherheitsfragen die Gespräche in Argentinien. Der deutsche Ressortchef sorgt sich.

Argentinien Treffen der Außenminister der G20 in Buenos Aires (picture-alliance/dpa/S. Rousseau)

Außenminister Heiko Maas (1.Reihe: 2.v.r.) im Kreis seiner Kollegen zum Abschluss des Treffens

Die Außenminister der führenden Wirtschaftsmächte der Welt haben bei ihrem G20-Treffen in Buenos Aires für eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit plädiert. "Der Multilateralismus steht von verschiedenen Seiten aus unter Druck", sagte Ressortchef Heiko Maas mit Blick auf die Praktiken der US-Regierung von Präsident Donald Trump. "Das Prinzip, dass alle Staaten nach gleichen und fairen Regeln spielen, ist immer mehr unter Druck - die G20 müssen dagegen halten. Rufe nach Handelsbeschränkungen und Abschottung erfüllen mich mit Sorge."

Absprachen und Reformen nötig 

Auch der aktuelle G20-Gastgeber Argentinien warb für internationale Kooperation und Absprachen. "Wir hatten einen bereichernden Dialog und haben die Effizienz multilateraler Mechanismen betont", erklärte der argentinische Außenminister Jorge Faurie zum Abschluss des Treffens. "Wir sind uns einig, dass es besser ist, den Multilateralismus zu wahren, allerdings sind Reformen nötig." 

Argentinien Treffen der Außenminister der G20 in Buenos Aires (picture-alliance/dpa/N. Pisarenko)

Argentiniens Außenminister Jorge Faurie (3.v.l.) setzte sich als Gastgeber für Absprachen und Zusammenarbeit ein

Der G20-Gruppe gehören die 19 führenden Industrie- und Schwellenländer sowie die Europäische Union an. Sie repräsentieren zusammen zwei Drittel der Weltbevölkerung und 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft. Allerdings blieben neben Pompeo auch die Außenminister Russlands und Frankreichs, Sergej Lawrow und Jean-Yves Le Drian, und damit die Minister dreier Vetomächte des UN-Sicherheitsrats, den Beratungen fern. Im vergangenen Jahr hatte Deutschland den G20-Vorsitz inne.

se/jv (dpa, rtr)