Funk-Pionier Art Neville gestorben | Aktuell Amerika | DW | 23.07.2019
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Musik

Funk-Pionier Art Neville gestorben

"Poppa Funk" ist tot - der Musiker aus New Orleans und Mitbegründer der Band "Neville Brothers" starb im Alter von 81 Jahren, wie sein Bruder Aaron mitteilte. "Yellow Moon" und "Sister Rosa" zählten zu ihren großen Hits.

US-Musiker Art Neville ist tot (picture-alliance/dpa/MediaPun/Erik Kabik Photograph)

Art Neville am 5. Juli 2015 bei einem Konzert mit den Funky Meters in Las Vegas

Sein Manager Kent Sorrell erklärte, dass der "Vater des Funks" am Montagmorgen im Beisein seiner Frau gestorben sei. Der Sänger und Keyboard-Spieler war einer der wichtigsten Vertreter des Funk und trug den Spitznamen "Poppa Funk" (Papa Funk).

Neville wurde 1937 als ältester der vier Brüder Art, Charles, Aaron und Cyril in der Jazz- und Soul-Metropole New Orleans geboren. Beeinflusst unter anderem von Fats Domino begann er früh mit dem Musizieren und sang als 17-Jähriger den Hit "Mardi Gras Mambo". Ende der 1950er Jahre trat er in die US-Marine ein, blieb der Musik aber treu. Er gründete die Band Neville Sounds, aus der später The Meters wurde. Die Gruppe gilt als einer der Pioniere des Funk und ging unter anderem mit den Rolling Stones auf Tour.

Südstaaten-Funk mit "Yellow Moon"

In den 1970er Jahren schlossen sich die Brüder zu den "Neville Brothers" zusammen, die mit einer Mischung aus Country-Soul, Rhythm 'n' Blues, Jazz und Südstaaten-Funk Erfolg hatten. "Yellow Moon", "Brother's Keeper" und "Sister Rosa" zählten zu ihren größten Hits. Die "Neville Brothers" nahmen 2004 ihr letztes Album auf und gaben 2015 ein Abschiedskonzert. Art Neville selbst verkündete im vergangenen Dezember seinen Rückzug aus dem Musikgeschäft.

US-Musiker Art Neville ist tot (picture-alliance/dpa/Bildfunk/J. Christensen)

Art Neville 2005 bei einem Benefizkonzert in New York

Die "Recording Academy", die die Grammys verleiht, würdigte Neville als "legendären Musiker": "Viele werden Art sehr vermissen, ihn als Person erinnern, die den Funk in New Orleans fantasievoll zum Leben erweckt hat."

nob/wa (afp, dpa)