Fridays-Bewegung verabschiedet Klimaerklärung | Aktuell Europa | DW | 09.08.2019
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Globale Erderwärmung

Fridays-Bewegung verabschiedet Klimaerklärung

Was genau verlangt die Bewegung Fridays for Future? Rund 450 Aktivisten haben bei einem Kongress in der Schweiz Antworten gesucht. Ihr Abschlussdokument ist allerdings nicht sehr konkret.

Fridays for Future - Lausanne (picture-alliance/dpa/Keystone/J. C. Bott)

Greta Thunberg mit anderen Teilnehmern des Kongresses in Lausanne

Am Schlusstag eines fünftägigen Debattenforums haben Aktivisten der Fridays-for-Future-Bewegung die sogenannte Klimaerklärung von Lausanne verabschiedet. Das internationale Forum mit Teilnehmern aus zahlreichen europäischen Ländern verlangt, in der künftigen Klimapolitik müsse der jeweils "beste wissenschaftliche" Forschungsstand berücksichtigt werden.

Darüber hinaus heißt es in dem Papier, es müssten "Klimagerechtigkeit" hergestellt und eine Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter erreicht werden. Einige Teilnehmer hatten noch deutlich konkretere Forderungen aufgestellt. Sie konnten sich damit aber nicht durchsetzen. An dem Treffen in der Schweizer Universitätsstadt nahm auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teil.

Klimastreik im September

Auch in deutschen Städten veranstaltete die Fridays-for-Future-Bewegung wieder ihre wöchentliche Kundgebung, darunter München, Köln und Bonn. Aus Bonn meldeten die Veranstalter mehr als 1300 Teilnehmer. Für den 20. September - dem Tag, an dem die Bundesregierung über ein Maßnahmenpaket zum Klimaschutz entscheiden will - ist ein bundesweiter Klimastreik geplant.

Fridays for Future - Lausanne (picture-alliance/KEYSTONE/J. C. Bott)

Demonstration nach fünf Tagen Debatte am Genfer See

Erst am Donnerstag hatte der Weltklimarat IPCC in einem Sonderbericht festgestellt, dass der weltweite Temperaturanstieg über den Landflächen bereits bei 1,53 Grad liege. Alle Staaten seien aufgefordert, ihre Wälder besser zu schützen und eine klimafreundlichere Landwirtschaft zu fördern.

jj/as (dpa, afp)

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