Frauen in Kenia: Naturschutz als Chance in Zeiten des Klimawandels | Global Ideas | DW | 18.07.2021
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Umwelt

Frauen in Kenia: Naturschutz als Chance in Zeiten des Klimawandels

Den Klimawandel spüren die Hirten im Norden Kenias jeden Tag. Es ist heißer und trockener als früher. Im Kampf um Wasserstellen kommt es immer wieder zu Konflikten. Habiba Tadicha vermittelt und schafft Perspektiven.

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Kenia: Habiba Tadicha, Geschäftsfrau und Naturschützerin

Habiba Tadicha kennt die Probleme der Hirten, denn sie war die erste gewählte Vorsitzende des Naturschutzgebietes Biliqo Bulesa Community Conservancy rund um ihr Heimatdorf Biliqo. Ihre Amtszeit dort ist längst vorüber. Heute holt sie als Gemeinderätin die Männer zu Friedensgesprächen an einen Tisch  der Klimawandel hat die Stimmung aufgeheizt.

Ihre Arbeit ist nicht ungefährlich. Bereits mehrmals wurde sie angeschossen. Doch sie lässt sich nicht entmutigen. Vielmehr hat sie die Chancen erkannt, die der Naturschutz ihrer Gemeinde in diesen Zeiten bietet.

In ihrer Amtszeit hat sie mit den Einnahmen aus dem Naturschutzgebiet und Spendenmitteln zwei zusätzliche Klassenräume in der Sekundarschule im Dorf bauen lassen. Mit den Frauen hat sie ein eigenes Kulturzentrum aufgebaut.

Den Saal und kleine Lodges darum vermieten die Frauen und haben so Einnahmen für ihren Sparclub, den Habiba Tadicha schon während ihrer Amtszeit gegründet hat. Noch immer trifft er sich jeden Freitag. Die Idee: Mit den Einnahmen aus dem Kulturzentrum, Spenden und den Spareinlagen der Frauen vergibt der Sparclub Mikrokredite. So können sich Frauen eine wirtschaftliche Existenz aufbauen und auch das Schulgeld der Kinder zahlen. Denn wer Perspektiven hat, führt keine Kriege.

Ein Film von Edwin Gikonyo Kariuki und Tabea Mergenthaler

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