Französischer Starkoch Paul Bocuse ist tot | Aktuell Europa | DW | 20.01.2018
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Kultur

Französischer Starkoch Paul Bocuse ist tot

Der "Jahrhundertkoch" ist tot, twitterte Frankreichs Innenminister Gérard Collomb. Paul Bocuse, der als "Vater der Nouvelle Cuisine" gilt, wurde 91 Jahre alt.

In Frankreich ist Paul Bocuse eine Kochlegende. Sein Restaurant "L'Auberge du Pont de Collonges" wurde seit 1965 ohne Unterbrechung mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. In den 1970er Jahren perfektionierte der Meisterkoch die "Nouvelle Cuisine" und pflegte eine Küche die auf einfache Zubereitung, frische Zutaten und Regionalität setzt. 

Der Spitzenkoch wurde weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus zu einem Vertreter der verfeinerten Lebensart mit exquisiten Speisen und Getränken.

Vom Restaurantführer Gault-Millau wurde Bocuse 1989 zum "Koch des Jahrhunderts" ernannt. "Der Gastronomiepapst hat uns verlassen", twitterte Collomb, der lange Jahre Bürgermeister von Lyon war, von wo aus Bocuse ein wahres Küchenimperium geschaffen hatte.

Mit neun Jahren war der am 11. Februar 1926 in Collonges-au-Mont-d'Or geborene Bocuse bereits als Kochschüler im elterlichen Lokal  tätig. Seine Ausbildung zum Koch absolvierte er bei der Drei-Sterne-Köchin Eugenie Brazier in Lyon. Viele seiner Schüler wurden selbst bekannte Köche, unter anderen Eckart Witzigmann und Heinz Winkler.

qu/ml (afp, dpa, APE, Munzinger)

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