Formel 1-Saison beginnt Anfang Juli in Österreich | Sport | DW | 29.05.2020
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Das Coronavirus und die Sportwelt

Formel 1-Saison beginnt Anfang Juli in Österreich

8. März:

Die Deutsche Fußball Liga will die Saison in der Bundesliga und 2. Liga trotz der Coronavirus-Epidemie bis Mitte Mai wie geplant zu Ende spielen. "Nur so erhalten Clubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe müssten in beiden Spielklassen ermittelt werden. Die DFL kündigte an, kurzfristig ein Krisentreffen mit den Klubs anzusetzen.

Auch die Handball-Bundesliga will die aktuelle Spielzeit aus denselben Gründen zu Ende spielen. Diese Vorgehensweise sei zwingend nötig, um die benötigte Planungssicherheit für die kommende Spielzeit zu gewährleisten, erklärte die HBL. 

Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn empfohlen, wegen der schnellen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Von solchen Absagen könnten auch Spiele in den höchsten Spielklassen im Fußball, Handball, Eishockey, Basketball und Volleyball betroffen sein. Absagen von Großveranstaltungen treffen die Gesundheitsämter vor Ort. NRW-Gesundheitsminister Laumann sagte allerdings in der ARD, die  Gesundheitsbehörden sollten Spahn folgen. Damit könnte es schon am Mittwoch zu einem Geisterspiel beim Rheinderby kommen. 

In der italienischen Serie A sind Geisterspiele bereits an der Tagesordnung. Dort wird bereits über eine komplette Absage der Meisterschaft diskutiert. Bis zum 3. April werden in Italien alle Sportveranstaltungen ohne Zuschauer ausgetragen. Am Dienstag will der italienische Fußball-Verband über die Fortführung der Serie A entscheiden.

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Aus Sorge vor der Ausbreitung des Coronavirus soll der zweite Saisonlauf der Formel 1 in Bahrain am 22. März ohne Zuschauer an der Strecke ausgetragen werden. Man wolle dadurch nach Absprache mit internationalen Partnern und dem Gesundheits-Krisenstab des Königreichs "sicherstellen, dass weder der Sport noch seine weltweite Anhängerschaft übermäßig beeinträchtigt werden", teilte der Veranstalter des Nachtrennens mit. Die Saison soll am kommenden Sonntag in Melbourne/Australien starten. Das für den 19. April geplante vierte Saisonrennen in China, dem Ausbruchsland des Coronavirus, wurde bereits Mitte Februar auf unbestimmte Zeit verschoben.

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Ersatzlos gestrichen wurde die Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen in Kanada (31. März bis 10. April). Auch die Männer-WM im Mai in der Schweiz rückt vermehrt in den Fokus, für Weltverbands-Präsident Rene Fasel gilt aber ein Zuschauerausschluss noch als "undenkbar". In anderen Wintersportarten ist dieser bereits Realität: Der Biathlon-Weltcup in Nove Mesto wurde ebenso ohne Fans ausgetragen wie die Nordischen Weltcups am Holmenkollen.

7. März: 

Die Auswirkungen der Corona-Krise haben nun auch den Sport in den USA erreicht. Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA forderte laut Medienberichten die 30 Teams auf, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten und Notfallpläne zu erstellen. Eine mögliche Maßnahme sei es, die Spiele vor leeren Rängen auszutragen. Superstar LeBron James von den Los Angeles Lakers kritisierte die seiner Meinung nach "unmöglichen" Pläne und drohte mit Boykott. "Wenn ich das Parkett betrete und es sind keine Zuschauer in der Halle, dann spiele ich nicht", sagte James nach dem 113:103-Sieg am Freitag gegen die Milwaukee Bucks. "Ich habe noch nie ohne Zuschauer gespielt. Ich spiele für meine Teamkollegen, aber auch für die Fans. Darum geht es doch."

6. März:

Der eigentlich für den 21. März geplante Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo und zwei weitere italienische Radrennen sind wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. Das teilte der Veranstalter RCS mit. Neben dem traditionsreichen Eintagesrennen sind auch die beiden Rundfahrten Tirreno-Adriatico (11. bis 17. März) und Giro di Sicilia (1. bis 4. April) betroffen. Die Rennen sollen nach Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Am Mittwoch hatte die italienische Regierung entschieden, dass bis zum 3. April alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden. In Italien gibt es die meisten Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 in Europa. Mehr als 3000 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, mehr als 100 sind bereits gestorben. Mehrere Fußballspiele der Serie A und im Pokals waren zuletzt bereits verlegt worden.

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Wegen des Coronavirus werden die nächsten Spiele in der ersten und zweiten dänischen Fußballliga ohne Publikum stattfinden. Nach einer Forderung der Regierung, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern abzusagen oder zu verlegen, entschlossen sich die beiden Ligen, bis auf Weiteres vor leeren Rängen zu spielen. Auch ein Freundschaftsspiel der dänischen Nationalmannschaft gegen die Färöer am 27. März in Herning wird ohne Stadionzuschauer angepfiffen, wie der Fußballverband DBU mitteilte. 

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Der Chef-Virologe der Berliner Charité ist wegen der vielen Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg bei Mönchengladbach für die Absage von Bundesligaspielen in der Region. "Volle Stadien mit Zehntausenden von Fans - gerade in Gegenden wie dem vom Coronavirus jetzt stark betroffenen Rheinland - müssten aus medizinischer Sicht eigentlich gestoppt werden", sagte Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das Stadion von Borussia Mönchengladbach liegt keine zehn Kilometer vom Kreis Heinsberg entfernt, der bundesweit am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Die Behörden hatten dennoch entschieden, dass das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund an diesem Samstag stattfinden kann. Ein Sprecher der Stadt verteidigte den Beschluss. Das Infektionsrisiko sei gering.

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Im Landkreis Heinsberg werden wie schon vor Wochenfrist auch am kommenden Wochenende keine Fußballspiele ausgetragen. Das teilte der Fußballverband Mittelrhein mit.

5. März:

Es dürfte nur die erste von mehreren Absagen sein: Das italienische Straßenrennen Strade Bianche ist aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs abgesagt worden. Das für den kommenden Samstag bei Frauen und Männern geplante Eintagesrennen über die weißen Naturstraßen der Toskana (Italienisch: Strade Bianche) kann nicht stattfinden, da die italienische Regierung per Dekret große Sportveranstaltungen bis zum 3. April untersagt hat. Das bestätigte der Veranstalter RCS am Donnerstag. Das Unternehmen, zu dem auch die Sportzeitung Gazzetta dello Sport gehört, veranstaltet auch die Fernfahrt Tirreno-Adriatico (11. bis 17. März) und den Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo (21. März) - beide stehen ebenfalls vor dem Aus. Voraussetzung für die Durchführung der Rennen ist, dass sie unter Ausschluss von Publikum stattfinden oder ein Mindestabstand zwischen Personen von mindestens einem Meter gewahrt werde. Beides ist bei großen Straßen praktisch unmöglich zu gewährleisten. Manche Rennställe wie die britische Ineos-Mannschaft oder die niederländische Equipe Jumbo-Visma hatten ihre Starts bei den Rennen bereits abgesagt. Strade Bianche hat sich trotz seiner erst kurzen Geschichte zum Kultrennen entwickelt - mit spektakulären Bildern der Toskana und Menschenmassen an der Strecke. 

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Italiens Fußballer bekommen neue Verhaltensregeln: Kein gemeinsamer Torjubel, keine Autogramme, kein Besuch von Diskotheken - Italiens Fußballprofis sollen nach einem Maßnahmenkatalog des Sportärzteverbands ihr Verhalten auf und abseits des Platzes wegen des Coronavirus ändern. Zu dem Kodex gehören unter anderem: keine Umarmungen, Küsse und Händeschütteln. Fußballer sollen keine Flaschen, Bademäntel, oder Handtücher tauschen. Kontakte zu den Zuschauern sollen vermieden, Mikrofone bei Interviews desinfiziert werden. Kinder dürfen nicht mehr mit auf das Spielfeld laufen. Die Mixed-Zonen in den Stadien werden gesperrt. Der SSC Neapel rät seinen Fußballern von Besuchen bei Angehörigen ab, die außerhalb der Region leben. Spieler wurden zudem angewiesen, sich von Lokalen, vor allem von Diskotheken, fernzuhalten.

4. März:

Premiere abgeblasen: Die für kommende Woche geplante Eröffnung der neuen Basketball Africa League (BAL) ist wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Entscheidung gab die nordamerikanische Profiliga NBA als BAL-Partner bekannt. Die BAL-Premiere sollte am 13. März in Senegals Hauptstadt Dakar erfolgen. Nachdem zu Wochenbeginn allerdings die erste offiziell bestätigte Corona-Infektion in dem Land aufgetreten war, entschlossen sich die Organisatoren zur Vermeidung einer weiteren Verbreitung des Virus zur Verlegung. Für die erste BAL-Saison sind zwölf Mannschaften aus verschiedenen Ländern des Kontinents gemeldet. Der Fall in Senegal bedeutet die zweite Corona-Ansteckung in Afrika.

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Jürgen Klopp stellt klar: Fußballtrainer können vieles erklären, aber definitiv nicht die Coronavirus-Krise.

3. März:

Japans Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto hält eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio innerhalb dieses Jahres für möglich - zumindest theoretisch. Im Vertrag zur Ausrichtung der Spiele sei nämlich festgelegt, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) nur dann das Recht habe, die Spiele abzusagen, wenn sie nicht innerhalb des Jahres 2020 abgehalten werden, erklärte Seiko Hashimoto am Dienstag auf eine Frage im Haushaltsauschuss des japanischen Parlaments. Allerdings hat das IOC genauso wie auch die japanischen Organisatoren immer wieder bekräftigt, dass man trotz des Coronavirus-Ausbruchs an den Spielen in Tokio wie geplant festhalte. "Wir gehen davon aus, dass die Spiele am 24. Juli beginnen. Alle Ratschläge der Weltgesundheitsorganisation sind, dass die Spiele stattfinden können", sagte IOC-Sprecher Mark Adams auf einer Pressekonferenz in Lausanne im Anschluss an die IOC-Exekutivsitzung. Adams bezog sich auch darauf, dass die WHO den Virus Sars-CoV-2 aktuell nicht als globale Pandemie einstuft und es keinen Reise-Bann gebe.

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"Das IOC setzt sich weiterhin voll und ganz für den Erfolg der Olympischen Spiele ein", hatte auch IOC-Präsident Thomas Bach erklärt. Seit Mitte Februar sei eine Task Force, bestehend aus IOC, Organisationskomitee, der Stadt Tokio, der japanischen Regierung und teilweise auch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Einsatz. Auf eine Verschiebung oder gar Absage der Sommerspiele ging der 66-Jährige nicht ein. Die Sommerspiele in Tokio sollen nach bisheriger Planung am 24. Juli eröffnet werden. Japan zählt bisher ein Dutzend Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Die meisten Sportveranstaltungen sowie vorolympischen Wettkämpfe wurden in dem Land bereits abgesagt, um eine Ausbreitung des neuartigen Virus Sars-CoV-2 zu verhindern. Bach ermutigte dennoch alle Athleten, "die Vorbereitungen auf die Spiele fortzusetzen - mit voller Zuversicht und Vollgas".

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Die UEFA-Führung hat angesichts der Coronavirus-Krise erstmals eingeräumt, mit Blick auf die Europameisterschaft im Sommer diverse Notfall-Optionen zu prüfen. "Wir haben verschiedene Szenarien. Wir wollen aber diese im Moment nicht öffentlich diskutieren", sagte Generalsekretär Theodore Theodoridis nach dem Kongress der Europäischen Fußball-Union in Amsterdam.

Der Grieche sprach allerdings nicht von einer möglichen Absage oder Verschiebung des Turniers vom 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern und warnte auch vor voreiligen Schlüssen. "Wir wollen nicht spekulieren, was in drei oder vier Monaten passiert", sagte er. Auch UEFA-Präsident Aleksander Ceferin äußerte sich eher vage: "Sie wissen nicht, wie viele Sorgen wir haben, Sicherheit, politische Stabilität, Virus. Wir kümmern uns darum, und wir sind zuversichtlich, dass wir damit umgehen können."

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Bundesligist Borussia Dortmund sagt eine für den Sommer geplante Asien-Reise in der Saisonvorbereitung wegen der Corona-Epidemie ab. "Das tut uns sehr leid, weil wir wissen, wie sehr sich die Menschen vor Ort wünschen, dass wir ihnen wieder nahe sind", sagte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer der "Sport Bild". Der Verein gehe "absolut gewissenhaft und verantwortungsbewusst" mit der Bedrohung durch den Coronavirus um: "Wir ergreifen sämtliche Schutzmaßnahmen, die nötig sind. Die Sicherheit der Mannschaft und aller Mitarbeiter des BVB hat immer oberste Priorität."

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Erst die Absage des Rennens in China, jetzt verschärfte Einreisebestimmungen in Vietnam: Das Coronavirus beeinträchtigt weiterhin die Formel 1. Vietnam lässt nun unter anderem Reisende aus Italien nur noch ins Land, wenn sie eine Erklärung über ihren Gesundheitszustand abgeben und sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Dies würde vermutlich  auch Mitarbeiter von Sebastian Vettels Ferrari-Rennstall betreffen. In Hanoi soll am 5. April das dritte Rennen der der Formel-1-Saison ausgetragen werden. Der Veranstalter hatte zuletzt versichert, dass das Debüt der Königsklasse in Vietnam wie geplant stattfinden soll.

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In der Schweiz wurden alle Fußballspiele der 1. und 2. Liga für März abgesagt. Wenn das derzeit bis zum 15. März geltende Veranstaltungsverbot des Schweizer Bundesrates nicht verlängert wird, soll am 4. und 5. April wieder gespielt werden. Fraglich ist derzeit, ob das Europa-League-Achtelfinale zwischen dem FC Basel und Eintracht Frankfurt stattfinden kann.

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Keine Gästefans: Die Halbfinal-Partie im italienischen Fußball-Pokal zwischen Juventus Turin und dem AC Mailand muss wegen des neuartigen Coronavirus ohne Mailänder Anhänger stattfinden. Die Regionen Lombardei, in der Mailand liegt, Venetien und Emilia-Romagna gelten als besonders betroffen. Deswegen dürfen Fans aus diesen Regionen nicht zum Spiel anreisen.

2. März:

Werden die Playoffs zur EURO 2020 wie geplant stattfinden können? Die Europäische Fußball-Union (UEFA) selbst schließt Konsequenzen durch die Coronavirus-Krise nicht mehr aus. "Wir sind in Kontakt mit den lokalen Behörden und werden darauf reagieren, was sie uns sagen", erklärte UEFA-Mediendirektor Phil Townsend am Rande der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am Montag in Amsterdam: "Wenn die Behörden ihre Ansicht ändern, werden wir unsere ändern." Die Playoffs, bei denen die letzten vier Starter der EURO 2020 ermittelt werden, sind für den 26. und 31. März angesetzt.

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