Formel 1 in Monza: Geschenkte Pole Position für Charles Leclerc | Sport | DW | 07.09.2019
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Formel 1

Formel 1 in Monza: Geschenkte Pole Position für Charles Leclerc

Kurioses Qualifying: Weil sich fast alle Formel-1-Fahrer verspekulieren, dürfen sie keine schnelle zweite Runde fahren. Davon profitiert Ferrari-Pilot Charles Leclerc - im Gegensatz zu Teamkollege Sebastian Vettel.

Charles Leclerc hat Ferrari die Pole Position beim Heimrennen in Monza gesichert. Der Monegasse drehte im am Ende chaotischen Qualifying zum Großen Preis von Italien (Start am Sonntag um 15.10 Uhr MESZ, ab 14.55 Uhr im DW-Liveticker) die schnellste Runde und verwies Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton aus Großbritannien sowie dessen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas aus Finnland auf die Plätze zwei und drei. Sebastian Vettel  im zweiten Ferrari startet nur von Rang vier in das 14. von 21 Saisonrennen.

Zu lange gebummelt

Der Entscheidung vorausgegangen war eine kollektive Fehlleistung des beinahe gesamten Feldes. Beim Einrollen für die letzte schnelle Runde des Qualifyings fuhren die Piloten ungewöhnlich langsam, da niemand die entscheidende Runde auf der Highspeedstrecke ohne Windschatten angehen wollte. Die Uhr tickte jedoch herunter, letztlich schafften es nur Leclerc und der Spanier Carlos Sainz noch rechtzeitig über die Linie. Der Monegasse hatte beim ersten Versuch allerdings schon die beste Zeit geholt, nun konnte keiner seiner Konkurrenten mehr zurückschlagen. Vettel war vor allem deshalb bedient, weil er auf seiner zweiten schnellen Runde den Windschatten seines Teamkollegen hätte bekommen sollen.

Vettel: "Ohne Windschatten macht es keinen Sinn"

"Meine erste Runde war super, aber ich hatte keinen Windschatten, und da fehlen dann eben vier bis fünf Zehntelsekunden", sagte er im Interview des Fernsehsenders RTL: "Das Positionsspiel am Ende sieht dann natürlich schwachsinnig aus, aber ohne Windschatten die Quali-Runde in Monza zu starten, macht eben keinen Sinn. Ich hatte in dieser Phase niemanden vor mir, die Absprache war intern ein bisschen anders."

Formel 1 F1 Der Große Preis von Italien l Grand Prix of Italy - Rennen (Getty Images/D. Istitene)

Keiner will aus dem Windschatten heraus - die Folge: keine zweite schnelle Runde

Leclerc konnte es gelassen nehmen. "Ich freue mich über die Pole, aber schade, dass es so ein Chaos war", sagt der 21-Jährige, der am vergangenen Sonntag in Spa den ersten Ferrari-Sieg der Saison eingefahren hatte. "Ich hatte auf eine letzte Runde gehofft, aber es hat auch so für die Pole gereicht." Nico Hülkenberg holte im Renault Startplatz sechs.

Sorge um Formel-2-Fahrer Juan Manuel Correa 

Vor dem Qualifying in Monza gab es wieder eine Schrecksekunde. Beim ersten Saisonrennen der Formel 3 kam der 19 Jahre alte Australier Alex Peroni in der Parabolica-Kurve von der Strecke ab, überfuhr einen Randstein und wurde in die Luft geschleudert. Nach mehreren Überschlägen landete sein Rennwagen auf Reifenstapeln und im Begrenzungszaun. Peroni kam mit dem Schrecken davon.

Am vergangenen Wochenende in Spa war der 22 Jahre alte französische Formel-2-Fahrer Anthoine Hubert bei einem schweren Unfall ums Leben gekommen.Der Zustand des US-Amerikaners Juan Manuel Correa, der bei dem Unfall schwer verletzt worden war, ist nach Angaben seiner Familie "kritisch, aber stabil". Der 20-Jährige habe in der Spezialklinik in London, in der er auf der Intensivstation liegt, einen Atemstillstand erlitten und müsse künstlich beatmet werden, hieß es.

sn (dpa, sid, RTL)

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