Flugzeugbauer Airbus Opfer von Hackern | Aktuell Europa | DW | 30.01.2019
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Cyber-Kriminalität

Flugzeugbauer Airbus Opfer von Hackern

Das europäische Gemeinschaftsunternehmen meldete am Mittwochabend einen "Cyber-Vorfall". Der Betrieb sei dadurch aber nicht beeinträchtigt worden. Offen ist, wie sensibel die gestohlenen Daten sind.

Aus der Geschäftszentrale im französischen Toulouse hieß es, es habe einen "Cyber-Vorfall in Bezug auf geschäftliche Informationssysteme bei Airbus Commercial Aircraft gegeben. Dabei hätten Unbekannte "unberechtigten Zugriff auf Daten" erhalten. Der Betrieb des kommerziellen Fluggeschäfts sei dadurch aber nicht beeinträchtigt worden.

Das Unternehmen untersuche den Vorfall und habe Maßnahmen ergriffen, um bestehende Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken und mögliche Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, teilte der multinationale Konzern mit.

Gezielter Angriff?

Ob es sich um einen gezielten Angriff auf bestimmte Daten handelte, werde derzeit untersucht. Bekannt sei bereits, dass "in begrenztem Umfang auch auf personenbezogene Daten zugegriffen" wurde. Dabei handle es sich vor allem um Kontaktdaten und Identifikationsangaben "einiger Airbus-Mitarbeiter innerhalb Europas", so das Unternehmen in seinem Statement.

Brisant ist der Hacker-Angriff auch deshalb, weil Airbus neben der nun offenbar betroffenen Verkehrsflugzeugsparte auch einer der weltweit größten Raumfahrt- und Rüstungskonzerne ist. Insgesamt hat das Unternehmen weltweit 129.000 Mitarbeiter.

Der Angriff auf die Server wurde von Airbus entsprechend der EU-Richtlinie GDPR (General Data Protection Regulation) angezeigt, nach der Unternehmen verpflichtet sind, aufgedeckte Hackerangriffe innerhalb von 48 Stunden zu melden.

mak/ehl (afp, rtr, dpa)