Flugtaxi landet an New Yorker Börse | Wirtschaft | DW | 16.09.2021
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Flugtaxi landet an New Yorker Börse

Das Flugtaxi-Startup Lilium wurde auf dem Parkett zurückhaltend empfangen. Die Aktien gaben in den ersten Handelsminuten deutlich nach. Lilium sprach auf dem Kurznachrichtendienst Twitter trotzdem von einem Meilenstein.

Das Startup Lilium verspricht sich vom Börsengang an der Technlogiebörse Nasdaq in New York einen Anschub auf dem Weg zur Betriebsaufnahme 2024. Das Unternehmen aus Oberpfaffenhofen war in den leeren Börsenmantel "Qell Acquisition" geschlüpft und hat so durch die Hintertür den Weg an die Nasdaq gefunden. Allerdings hatten vorher zwei Drittel der Qell-Aktionäre ihre Papiere zurückgegeben.

Abhängig vom Blickwinkel der Beobachter fiel das Börsendebut des Münchener Flugtaxi-Entwicklers am Mittwoch entweder "holprig" oder "solide" aus. Das Papier verlor zu Handelsbeginn mehr als vier Prozent, bevor es sich fing. Nach einem ersten Kurs von 9,08 Dollar ging es zunächst bis auf 9,70 Dollar aufwärts. Das Debüt an der Nasdaq endete dann mit einem Schlusskurs von 9,31 Dollar.

Nicht teurer als die Bahn?

Lilium plant, im Jahr 2025 in mehreren Regionen in Betrieb zu sein und will Passagiere mit einem siebensitzigen Senkrechtstarter befördern. Angestrebt ist eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern. Bislang gibt es diese Maschine aber nur auf dem Papier, eine Zulassung ist wohl noch in weiter Ferne.

Insgesamt arbeiten 400 Ingenieure seit sechs Jahren an dem Senkrechtstarter, der über einen Elektroantrieb verfügt. Vor dem Börsengang hat das Unternehmen seinen Verwaltungsrat ausgebaut, der vom ehemaligen Airbus-Chef Tom Enders geleitet wird.

Firmen rund um den Globus liefern sich derzeit ein kostspieliges Rennen um das erste Flugtaxi-Angebot. Den beiden deutschen Entwicklern Lilium und Volocopter werden gute Chancen nachgesagt. Ziel ist es, in wenigen Jahren vollelektrische Verbindungen zwischen Städten anzubieten - laut Lilium auf einem Preisniveau, das mit dem herkömmlicher Verkehrsmittel vergleichbar ist.

dk/ul (rtr, dpa)

 

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