Flug MH370: Abschlussbericht enttäuscht Angehörige | Aktuell Asien | DW | 30.07.2018
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Luftfahrt

Flug MH370: Abschlussbericht enttäuscht Angehörige

Es bleibt unklar, weshalb 2014 plötzlich ein Flugzeug der Malaysia Airlines vom Radar verschwand: Auch der Abschlussbericht der malaysischen Regierung beendet die quälende Ungewissheit für betroffene Familien nicht.

Malaysia Abschlussbericht Vermisstes Flugzeug MH370 (picture-alliance/dpa/V. Thian)

Trauer nach Bekanntgabe des Abschlussberichts

Auch der offizielle Abschlussbericht bringt nur wenige Erkenntnisse: Mehr als vier Jahre nach dem Verschwinden von Flug MH370 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines bleibt das Rätsel um die Boeing weiter ungeklärt. Im Report, den Malaysias Regierung in Kuala Lumpur nun veröffentlichte, heißt es: "Das Team ist nicht in der Lage, den Grund für das Verschwinden von MH370 zu bestimmen." Auf Grund der gefundenen Wrackteile vermuten die Experten, dass die Maschine "wahrscheinlich" auseinander brach. Sie legten sich aber nicht darauf fest, ob dies in der Luft oder beim Aufprall auf dem Wasser geschah. Chef-Ermittler Kok Soo Chon wollte sich zu weiteren Spekulationen nicht äußern.

In dem Bericht wird auch keine plausible Erklärung dafür genannt, warum die Maschine mitten in der Nacht plötzlich vom Kurs abwich und dann vermutlich noch stundenlang unterwegs war. Die Möglichkeit, dass eine "dritte Partei" involviert war, könne nicht ausgeschlossen werden.

Angehörige von Passagieren und Crew äußerten sich enttäuscht. Noch immer gebe es Lücken bei den Untersuchungen und unbeantwortete Fragen. Der Bericht zeigte vor allem auf, welche Fehler gemacht und welche Richtlinien missachtet wurden. So hatte die Flugverkehrskontrolle laut Bericht lediglich zweimal versucht, die Piloten an Bord der Maschine zu kontaktieren. Es gebe keine adäquate Antwort auf die Frage, weshalb es keine weiteren Anrufe nach dem Verschwinden der Maschine vom Radar gegeben habe, hieß es seitens der Familien. 

"Fehler in Zukunft verhindern" 

"Wir hoffen, dass diese Fehler sich nicht wiederholen und in Zukunft verhindert werden können", sagte Grace Nathan, deren Mutter sich auf dem Flug befand. Sie befürchtete, dass die Untersucher sich nicht genügend angestrengt und lediglich die Informationen verwendet hätten, die ihnen zur Verfügung gestellt wurden. Laut Angaben von Behörden sei der am Montag vorgestellte Bericht noch nicht endgültig, da das Flugzeugwrack noch immer nicht gefunden worden sei. 

Malaysia Abschlussbericht Vermisstes Flugzeug MH370 (Reuters/S. Asyraf)

Familienangehörige lesen den Abschlussbericht - doch die Fragen bleiben

Die Boeing 777 war im März 2014 mit 239 Menschen an Bord aus ungeklärten Gründen von den Radarschirmen verschwunden, als sie auf dem Weg aus Kuala Lumpur nach Peking war. Das Wrack wird irgendwo auf dem Boden des südlichen Indischen Ozeans vermutet. Die Suche blieb bislang ohne Erfolg, auch wenn an verschiedenen Küsten einzelne Teile angeschwemmt wurden. Von den Insassen fehlt jede Spur.

sth/hk (dpa, rtr, ap)