Flüchtlingsretter in den französischen Alpen | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 09.04.2018
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Nahaufnahme

Flüchtlingsretter in den französischen Alpen

Philippe Zanetti hilft Flüchtlingen, die mitten im Winter versuchen, die Alpenpässe zu überqueren – und sich dabei in Lebensgefahr begeben. Doch auch, wenn die Gesetze es verbieten, die Bewohner der Bergdörfer machen sich immer wieder auf die Suche.

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Die Flüchtlinge finden immer wieder einen Weg. Egal, wie viele Flüchtlingsrouten geschlossen werden, egal, wie umfangreich die Abschottung ist, die Europas Regierungen verfügt haben. Denn in ihrer Verzweiflung versuchen Menschen aus Afrika oder dem Nahen Osten auch im Winter, die Alpenpässe zwischen Italien und Frankreich zu überwinden. Beispiel Névache im Departement Hautes-Alpes. In dem 250-Seelen-Bergdorf haben die Menschen beschlossen zu helfen, auch wenn die Gesetze es verbieten. Der 52-jährige Philippe Zanetti sagt: "Ich bin nicht verantwortlich für das, was die Regierungen entscheiden. Aber ich kann versuchen, aus dem, was hier passiert, das Beste zu machen." Man habe eine Verantwortung, den Menschen zu helfen. Angefangen hat es, als zwei junge Flüchtlinge aus Mali versuchten, den fast 1.800 Meter hohen Bergpass Col de l’Échelle zu überqueren, mitten im Winter. Einem der beiden mussten wegen Erfrierungen die Füße amputiert werden, dem anderen die Hände. Seitdem machen sich die Menschen aus den Bergdörfern an der Grenze zu Italien pausenlos auf die Suche nach Flüchtenden, die Hilfe brauchen. "Wir haben das Gefühl, egal was wir machen, es wird nie enden", sagt Philippe Zanetti. "Sie kommen täglich. Sie sind da. Was sollen wir tun?"