Festnahmen nach Protesten gegen Missstände an Schulen in China | Aktuell Asien | DW | 02.09.2018
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China

Festnahmen nach Protesten gegen Missstände an Schulen in China

In Ost-China hat die Polizei 46 Demonstranten festgenommen. Sie hatten gegen die teils katastrophalen Zustände an den Schulen im Land protestiert.

Grundschule in China (AFP/Getty Images/J. Eisele)

Proteste wegen teils katastrophaler Zustände an chinesischen Schulen

Mehr als 600 Demonstranten hatten sich nach Behördenangaben am Samstag um Mitternacht vor der Polizeiwache in der Stadt Leiyang in der östlichen Provinz Hunan versammelt. Die Festgenommenen hätten die Wache "angegriffen", nachdem Sicherheitskräfte zuvor eine Demonstration aufgelöst hatten. Demnach hätten die Protestierenden Steine und Flaschen auf die Beamten geworfen. Zudem seien zahlreiche Autos zerstört worden, hieß es.

Beim Kurzbotschaftendienst Twitter war auf Videos zu sehen, wie eine wütende Menge mit Polizeibeamten zusammenstieß. Die Videos konnten jedoch nicht unabhängig verifiziert werden.

Kritik an Schulpolitik

Hintergrund der Proteste waren laut Beiträgen in chinesischen sozialen Medien Pläne, einige Kinder in Privatschul-Schlafsäle zu verlegen, was zu einem starken Gebührenanstieg führen würde. Außerdem beschwerten sich einige Nutzer im Internet, in Schlafsälen seien gefährlich hohe Formaldehyd-Werte festgestellt worden. Die örtliche Bildungsbehörde kündigte daraufhin auf ihrer Website an, dies zu überprüfen.

In China gibt es immer wieder gewaltsame Proteste. Die Bürger haben kaum Möglichkeiten, Regierungskritik zu äußern. Besonders die Gesundheit und Bildung von Kindern ist in dem Land, in dem Eltern über Jahrzehnte maximal ein Kind haben durften, ein sensibles Thema.

HF/ml (afp, ap)

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