Festnahme nach Gift-Briefen an US-Regierung | Aktuell Amerika | DW | 03.10.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Rizin-Alarm in Washington

Festnahme nach Gift-Briefen an US-Regierung

Nach dem Eingang verdächtiger Briefe an die US-Regierung ist im Bundesstaat Utah ein Verdächtiger festgenommen worden. Die Post enthielt offenbar eine hochgiftige Substanz, aus der Rizin hergestellt werden kann.

USA Pentagon Washington (picture alliance/dpa/D. Brack)

Auch im US-Verteidigungsministerium, dem Pentagon, gingen mehrere Gift-Briefe ein

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll der Verdächtige aus der Stadt Logan stammen. Dort fand auch die Festnahme statt. Der 39-Jährige sei den Sicherheitsbehörden wegen Drohungen und der Verbreitung von Verschwörungstheorien im Internet bekannt. FBI-Ermittler Douglas Davis sagte dem Fernsehsender KUTV, wegen des "schwebenden Verfahrens" könne er im Moment keine Einzelheiten bekanntgeben.

Die US-Regierung hatte am Montag Briefe mit hochgiftigen Substanzen empfangen. "Erste Ermittlungen zeigen, dass es sich bei der Substanz um Samen des Wunderbaums handelt, aus denen Rizin hergestellt wird", teilte die Sprecherin des Verteidigungsministeriums, Dana W. White, mit. Die Untersuchung sei aber noch nicht abgeschlossen.

Briefe an Trump und ans Pentagon

Ein Brief mit einer verdächtigen Substanz war an US-Präsident Donald Trump gesendet worden. Der Umschlag sei aber nicht im Weißen Haus entgegengenommen worden, er sei auch niemals in das Weiße Haus hineingelangt, teilte der Secret Service via Twitter mit. Auch in der Poststelle des Pentagons wurden mehrere Briefe mit einer verdächtigen Substanz entdeckt.

Rizin ist ein hochgiftiger Kampfstoff, der bei Anschlägen eingesetzt wird. Das Gift wirkt schon in kleiner Dosis tödlich.

gri/qu (dpa, afp, rtre)

Die Redaktion empfiehlt