Festakt zum Tag der deutschen Einheit | Aktuell Deutschland | DW | 03.10.2013
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Aktuell Deutschland

Festakt zum Tag der deutschen Einheit

Stuttgart steht ganz im Zeichen der Deutschen Einheit. Nicht nur die Repräsentanten der fünf Verfassungsorgane sind in die schwäbische Metropole gereist, ein großes Bürgerfest lockt auch viel Publikum auf die Straßen.

Die Feierlichkeiten haben mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst in der Stuttgarter Stiftskirche begonnen. In seiner Ansprache dankte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, für die Wiedervereinigung. Der Tag der Einheit erinnere daran, "welche Wende, ja welches Wunder sich in unserem Land ereignet hat".

Traditionell werden die zentrale Einheitsfeier und das begleitende Bürgerfest in jedem Jahr von dem Bundesland ausgerichtet, das den Vorsitz im Bundesrat innehat. Als amtierender Bundesratspräsident hat der baden-württembergische Regierungschef Winfried Kretschmann (ganz links) auch die Repräsentanten der übrigen vier Verfassungsorgane in die Landeshauptstadt geladen:

Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle.

"Zusammen einzigartig"

Nach dem Festgottesdienst versammelten sich die führenden Repräsentanten von Staat und Gesellschaft zu einem Festakt in der Stuttgarter Liederhalle. Dort hielt Bundespräsident Joachim Gauck eine Ansprache zum 23. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Zuvor dankte Kanzlerin Merkel allen, die sich für die Wiedervereinigung eingesetzt haben. Allerdings gebe es auch nach 23 Jahren "einiges zu tun". Sie sei im Osten die Arbeitslosigkeit höher als im Westen und im Westen seien die Gehälter höher als im Osten.

Für die Bürger gibt es in der Innenstadt ein großes Fest. Zu dem zweitägigen Spektakel unter dem Motto "Zusammen einzigartig" werden 400.000 Menschen erwartet. Im Rahmen des Bürgerfestes präsentieren sich auch die Religionen. So gab es eine gemeinsame Feierstunde von Christen, Juden, Muslimen und Buddhisten. Mit ihr sollte zum Ausdruck kommen, dass Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen friedlich miteinander leben können.

Das Wunder der Wende

Bundesratspräsident Kretschmann hatte bereits am Mittwoch das "Wunder" der Wende gewürdigt. "Die deutsche Wiedervereinigung, das friedliche Zusammenkommen aus dem Kalten Krieg heraus, war ein einzigartiger historischer Glücksfall", sagte der baden-württembergische Regierungschef. Die 1990 vollzogene Einheit sei einer friedlichen Revolution zu verdanken und "ein Wunder, mit dem niemand gerechnet hat".

haz/rb (dpa, afp, epd)

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