Fed: Keine Überraschung zum Abschied | Wirtschaft | DW | 31.01.2018
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Leitzinsen

Fed: Keine Überraschung zum Abschied

Die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve hat beschlossen, die Leitzinsen in den USA auf ihrem jetzigen Niveau zu belassen. Die aktuelle Notenbank-Tagung war die letzte, die von Janet Yellen geleitet wurde.

Der Leitzinsen in den USA bleiben auf ihrem Niveau zwischen 1,25 und 1,5 Prozent. Das teilte der Offenmarktausschuss der Federal Reserve unter der Leitung von Janet Yellen (Artikelbild) am Mittwoch mit. Die Zentralbank setzt damit ihre Politik der Vorsicht und Zurückhaltung bei der Anhebung der Leitzinsen fort. Im vergangenen Jahr waren die Leitzinsen in drei Schritten erhöht worden, zuletzt erst im Dezember.

Zur Begründung ihrer Entscheidung gaben die Zentralbanker an, dass die Inflationsrate noch immer unter dem von ihr anvisierten Niveau von zwei Prozent liege. Die Fed sagte jedoch weiter, sie erwarte, "dass sich die Inflation 2018 im Jahresdurchschnitt nach oben bewegen werde".

Die Währungshüter hatten damit eine Formulierung aus ihrem Text gestrichen, wonach die Inflation auf absehbare Zeit unter dem Ziel der Notenbank von zwei Prozent bleiben dürfte. Sie setzen nun darauf, dass der Preisauftrieb stärker in Gang kommen wird und sich dann stabilisiert. Experten werten dies als Hinweis, dass es wie von den Märkten erwartet im März zu einer ersten Zinsanhebung in diesem Jahr kommen könnte.

Kontinuität in der Zinspolitik erwartet

Notenbankchefin Janet Yellen gibt die Leitung der wichtigsten Zentralbank der Welt am Ende der Woche an ihren Nachfolger Jerome Powell ab. US-Präsident Donald Trump hatte den Vertrag Yellens, die unter seinem Vorgänger Barack Obama in das machtvolle Amt gekommen war, nicht verlängert.

Powell, der am 5. Februar seinen Amtseid ablegen wird, gilt als maßvoller und moderater Notenbanker, der das besondere Vertrauen von US-Finanzminister Steven Mnuchin genießt. Der von Präsident Donald Trump ausgewählte Powell wurde vergangene Woche vom US-Senat bestätigt. Er tritt wie Yellen für eine moderate Zinspolitik ein. Der frühere Finanzinvestor gehört bereits seit 2012 dem Gouverneursrat der Fed an.

dk/kle (rtr, afp, dpa, ape)