FC Bayern scheidet gegen Paris St. Germain aus | Sport | DW | 14.04.2021
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Champions League

FC Bayern scheidet gegen Paris St. Germain aus

Titelverteidiger FC Bayern München ist im Viertelfinale der Champions League gescheitert. Ein knapper Sieg bei Paris St. Germain genügt nicht. In einem hochklassigen Spiel bieten sich beide Teams einen harten Kampf.

Während ein Schrei der Freude und Begeisterung durch den Pariser Prinzenpark schallte, fielen die Spieler des FC Bayern enttäuscht auf den Rasen und konnten es nicht fassen: Trotz eines 1:0- (1:0) Sieges bei Paris St. Germain sind die Münchner im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden. Der einzige Treffer, erzielt von Eric Maxim Choupo-Moting, reichte nicht, um die 2:3-Niederlage vor einer Woche in München noch zu drehen. "Das 1:0 war verdient. Aber das Ausscheiden liegt nicht nur an diesem Spiel. Wir haben in erstem Spiel zu viele Chancen ausgelassen", sagte der sichtlich enttäuschte Manuel Neuer.

Die Bayern boten einen großen Kampf. Aber sie hatten vor allem in der ersten Hälfte auch großes Glück, dass die Franzosen keine ihrer großen Chancen nutzten und die Bayern so überhaupt im Spiel bleiben konnten. Das so notwendige zweite Tor zugunsten der Mannschaft von Trainer Hansi Flick sollte nicht mehr fallen. 

Pfosten, Latte und Neuer

Neymar ging mit einem Kopfschütteln in der Halbzeit in die Umkleidekabine. So etwas hatte der Brasilianer auch noch nicht erlebt wie diese erste Hälfte. Innerhalb von zehn Minuten traf der Pariser Angreifer gleich dreimal Latte und Pfosten. Allein das war für die Pariser zum Verzweifeln. Und dann gab es da noch Manuel Neuer, der alleine gegen Neymar und Kilian Mbappé zweimal so glänzend parierte, dass sich die Pariser Offensivspieler wohl am liebst selbst geohrfeigt hätten, weil sie nicht glauben konnten, ob das ein Traum oder doch Realität war. Diese Szenen spielten sich allerdings in der Wirklichkeit ab und die Bayern bleiben mit viel Glück und Neuers Geschick in diesem furiosen, hart umkämpften und überaus temporeichen Spiel. 

Anders als im Hinspiel diktierten die Franzosen das Spiel, hatten Torschuss um Torschuss - aber ihnen fehlte das nötige Spielglück. So wie es der Mannschaft von Hansi Flick in der Vorwoche in der heimischen Münchner Arena ergangen war. Es war allerdings auch nicht so, dass die Bayern hoffnungslos unterlegen waren, wie es den Anschein haben könnte, wenn man sich allein die Szenen der Pariser Gastgeber im Prinzenpark betrachtete.

Choupo-Moting verwandelt zur Führung

Eric-Maxim Choupo-Motings Treffer zum 1:0 reicht den Bayern nicht

Eric-Maxim Choupo-Motings Treffer zum 1:0 reicht den Bayern nicht

Der Titelverteidiger hatte ähnlich gute Tormöglichkeiten, nur zielten David Alaba, Joshua Kimmich oder Leroy Sané noch etwas ungenauer als ihre Kontrahenten und verfehlten das Tor jeweils knapp - bis Choupo-Moting kam. Alaba hatte einen Schuss aus rund 16 Metern abgefeuert, Keylor Navas in Pariser Tor wehrte mit dem Fuß ab. Die Bogenlampe drückte der Bayern-Angreifer dann mit Wucht und vollem Körpereinsatz aus vier Metern mit der Stirn zur etwas überraschenden 1:0-Führung der Münchner über die Torlinie. 

In Hälfte zwei knisterte die Luft über dem Prinzenpark, denn das Spiel stand über die Dauer der zweiten Hälfte auf des Messers Schneide. Es krachte in den vielen Zweikämpfen, der Wille, sich nicht unterkriegen lassen zu wollen, stand allen Spielern in jeder Sekunde ins Gesicht geschrieben. Die Bayern erhöhten den Druck, rannten an, versuchten sich gegen die robusten Pariser in Szene und durchzusetzen.

Die Pariser suchten ihr Glück nur noch im Konterspiel, Aber den pfeilschnellen Mbappé hatten die Münchner gut im Griff, die Abwehrleistung im zweiten Durchgang stimmte trotz des erhöhten Risikos. Am Ende war es ein Spiel auf ein Tor, auf das der Pariser. Trotz einiger guter Schussmöglichkeiten wollte der Ball dann nicht mehr über die Pariser Torlinie. Die Champions-League-Saison des FC Bayern war an diesem Dienstagabend etwas unglücklich zu Ende gegangen. 

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