FC Bayern: Lewandowskis Rekordjagd geht weiter | Sport | DW | 17.01.2021
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16. Spieltag

FC Bayern: Lewandowskis Rekordjagd geht weiter

Der FC Bayern müht sich gegen den SC Freiburg zum Sieg. Wieder einmal trifft Robert Lewandowski und stellt damit einen neuen Rekord auf. Damit ist das Team von Trainer Hansi Flick vorzeitig Bundesliga-Hinrundenmeister.

Und wieder hat sich Robert Lewandowski einen Rekord geschnappt: Noch nie hatte ein Spieler in der Bundesliga mehr als 20 Tore in einer Hinrunde erzielt. Das 1:0  (6.Minute) gegen den SC Freiburg war bereits der 21. Treffer des Torjägers des FC Bayern München - nach nur 16 Spieltagen. Und ein Spieltag folgt noch in dieser Zeitrechnung. Der große Gerd Müller, zuvor Inhaber der Bestmarke mit 20 Toren und mittlerweile 75 Jahre alt, würde dem Polen diesen Rekord sicher gönnen. Allerdings lässt der Gesundheitszustand des Bombers der Nation kein Urteil mehr zu, Müller ist seit längerer Zeit schwer an einer Demenz erkrankt.

Vorbereitet wurde Lewandowskis Treffer wieder einmal mustergültig von Thomas Müller - seine bereits 42. direkte Torvorlage für den Polen. Müller war es dann auch, der den hart erkämpften 2:1-Endstand (74.) erzielte. Nils Petersen (62.) hatte zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen. 

Bayern-Spiele sehen aus wie harte Arbeit 

Damit dürften die Bayern ihre Mini-Krise, entstanden aus der jüngsten Bundesliga-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach (2:3) und dem Pokal-Aus bei Holstein Kiel (5:6 n.E.), erst einmal mühsam überwunden haben. Denn die Freiburger waren in der Endphase der Partie kurz davor, den Ausgleich zu erzielen. Die Münchner schleppen sich gerade durch diesen Teil der ungewöhnlichen Saison, der allen Beteiligten viel abverlangt. Die enorme Spielfreude und Leichtigkeit, die das Team von Trainer Hansi Flick beinahe über das gesamte vergangene Jahr ausgestrahlt hatte, ist verflogen.

Auch bei den Münchnern sieht das Spiel - wie bei so vielen anderen Teams - mittlerweile wie harte Arbeit aus. "Es war ein Arbeitssieg. Von der Spielweise müssen wir uns steigern. Am Ende haben wir wieder gezittert, aber wir haben gekämpft, das war wichtig", sagte Jerome Boateng. "Wir wollen keine Ausreden. Wir müssen auch nicht immer glänzen, Hauptsache, wir gewinnen die Spiele." 

Lewandowski ist so gut wie nie verletzt

Die Kräfte nahezu aller Spieler lassen mittlerweile zusehends nach - umso bedeutender ist die individuelle Qualität, über die die Münchner verfügen. Lewandowski ist schließlich kein Geringerer als der aktuell beste Fußballer der Welt. Gegen die Freiburger versuchte er sich immer wieder in Szene zu setzen, traf Mitte zweiten Hälfte noch die Querlatte des Freiburger Tores und scheiterte aus aussichtsreicher Position am starken Freiburg-Torhüter Florian Müller. 

Je länger die Partie dauerte, desto schwerer wurden aber auch die Beine des Bayern-Angreifers, dem die Strapazen der intensiven vergangenen Wochen und Monate deutlich anzusehen waren. Aber Lewandowski hielt auch diese Partie durch. Ohnehin ist der 32-Jährige ein Phänomen, weil er so gut wie nie verletzt ist. Im Oktober wurde er zwei Tage und ein Spiel geschont, ansonsten war er in allen Wettbewerben einsatzfähig - und Flick nutzt die Dienste Lewandowskis so häufig es geht.

Mit diesem Erfolg haben die Bayern ihre Tabellenführung auf vier Punkte weiter ausgebaut und sind schon jetzt vorzeitiger Hinrundenmeister. Nicht zuletzt durch das Phänomen Robert Lewandowski.   

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