Fanboykott und Minuskulisse: Dortmund verpasst Sieg gegen Augsburg | Fußball | DW | 26.02.2018
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Bundesliga

Fanboykott und Minuskulisse: Dortmund verpasst Sieg gegen Augsburg

Dortmund bleibt in der Fußball-Bundesliga unter Trainer Peter Stöger ungeschlagen, hat gegen Augsburg aber Punkte gelassen. Beim Fan-Boykott im Signal Iduna Park kam der BVB gegen die Schwaben über ein 1:1 nicht hinaus.

Marco Reus brachte den Tabellen-Zweiten in der 16. Minute in Führung. Der ersatzgeschwächte Gegner konnte gegen die Borussia vor allem in den ersten 45 Minuten nur selten Akzente setzen.

Verwundern konnte das nicht: Durch die Gelbsperre von Daniel Baier fehlten den Schwaben alle drei Spielführer, da auch dessen Vertreter Alfred Finnbogason und Jeffrey Gouweleeuw wegen Verletzungen weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Gefährlichste Aktion der ersten Hälfte war ein Freistoß von Jonathan Schmid (43.), den BVB-Schlussmann Roman Bürki mit etwas Glück entschärfen konnte.

In der zweiten Hälfte stärker

Im zweiten Durchgang kamen die Gäste besser ins Spiel und drängten auf den Ausgleich. Erneut war es der Augsburger Aktivposten Schmid (56.), der eine scharfe Hereingabe knapp neben den rechten Pfosten setzte. Dann war es Kevin Danso, der den Gästen gegen die in der zweiten Hälfte schwachen Dortmunder einen verdienten Punkt sicherte. 

Vor der Minusrekord-Kulisse von 54. 300 Zuschauern verpassten es die Dortmunder so, mit einem Heimsieg zum Abschluss des 24. Spieltags Platz zwei hinter dem FC Bayern zu festigen, der die Tabelle souverän mit 60 Zählern anführt. Dortmund hat jetzt nur noch einen Punkt Vorsprung vor dem Erzrivalen Schalke 04.

Mehrere tausend Fans hatten das Spiel boykottiert. Aus Protest gegen die Einführung von Montagsspielen blieben sie der Partie fern. Besonders viele Plätze waren auf der rund 24.500 Zuschauer fassenden Südtribüne frei.

Bundesliga - Borussia Dortmund vs FC Augsburg (Reuters/L. Kuegeler)

Nicht gut für die Vereinskasse: Aus Protest gegen den Montagstermin blieben viele Fans zu Hause

Gegen die Zerstückelung des Spieltages

Bei der BVB-Führung stieß die Aktion auf Verständnis. "Wir akzeptieren und respektieren, dass viele Zuschauer zu Hause geblieben sind. Wir sind auch gegen eine weitere Zerstückelung des Spieltages. Wir werden das Thema bei der DFL für die nächste Rechteperiode vorbringen. Für Montagsspiele sind wir nur, wenn es dafür einen sportlichen Grund gibt", gab der BVB vor Spielbeginn durch Stadionsprecher Norbert Dickel bekannt.

Vor einer Woche in Frankfurt hatten die Eintracht-Fans mit verschiedenen Protestaktionen ihren Unmut über die Spieltagszerstückelung unübersehbar zum Ausdruck gebracht, in Dortmund entschied man sich für einen Boykott. Unter den rund 300 im Bündnis organisierten Fanklubs gab es eine breite Basis, die sich gegen den Besuch im Stadion entschied.

haz/se (sid, dpa)