Fünf Vereine noch im Abstiegskampf | Sport | DW | 27.04.2018
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Bundesliga

Fünf Vereine noch im Abstiegskampf

Wer rettet sich? Wer muss runter in die 2. Bundesliga? Fünf Klubs sind noch gefährdet und haben drei Spieltage Zeit, die nötigen Punkte zu sammeln. Wolfsburg, Mainz, Freiburg, Hamburg, Köln - wer hat die besten Chancen?

Der VfL Wolfsburg, der FSV Mainz 05, der SC Freiburg, der Hamburger SV und der 1. FC Köln - fünf Vereine sind drei Spieltage vor Schluss der Bundesliga-Saison noch akut vom Abstieg in die 2. Liga bedroht. Der 32. Spieltag könnte - je nach Ergebnis - bereits für Klarheit sorgen, was den direkten Abstieg angeht. Mit Freiburg und Köln sowie Wolfsburg und Hamburg treffen vier der Kandidaten in direkten Duellen aufeinander. Wie ist die Situation bei den abstiegsbedrohten Klubs?

VfL Wolfsburg (30 Punkte):
Bei den "Wölfen" klappt in dieser Saison nicht viel: Fehlende Identifikation der Spieler mit dem Verein, zwei Wechsel auf der Trainerbank, Chaos in der Führungsetage, kein Plan, was die Zukunft bringt. Jetzt kommt der HSV in die Volkswagen-Arena, ein Klub, der nach zwei Siegen aus den vergangenen drei Spielen deutlich Oberwasser hat. Die Mannschaft von VfL-Trainer Bruno Labbadia muss gegen dessen Ex-Klub endlich beweisen, dass sie die nötige Nervenstärke und den Willen besitzt, den man im Abstiegskampf braucht. Gelingt der Erfolg, schickt Labbadia den HSV so gut wie definitiv in die 2. Liga. Verliert Wolfsburg allerdings - und das ist aufgrund des fehlenden Selbstvertrauens gar nicht so unwahrscheinlich - sind die "Wölfe" mitten drin im Abstiegsstrudel. Dann müssten in den abschließenden beiden Partien in Leipzig und zu Hause gegen Köln die nötigen Punkte her.

FSV Mainz 05 (30 Punkte):
Bei den Mainzern liegt in der Ruhe die Kraft. Der FSV ist das einzige Team im Tabellenkeller, das in dieser Saison nicht den Trainer gewechselt hat. Man vertraut Sandro Schwarz, auch wenn dessen Team zuletzt Chancen liegen ließ, sich von der "roten Zone" abzusetzen. Zum Problem für die Mainzer könnte nun werden, dass sie nicht mehr gegen direkte Konkurrenten spielen, sondern mit Leipzig zu Hause, Dortmund auswärts und Bremen zu Hause ein vergleichsweise schweres Restprogramm zu absolvieren haben. Holt der FSV in diesen drei Partien keinen Punkt mehr, droht zumindest die Relegation - vielleicht sogar Schlimmeres.

SC Freiburg (30 Punkte):
Die vergangenen Wochen beim Sportclub waren besorgniserregend: In den letzten zehn Partien sammelte Freiburg nur fünf Punkte, zuletzt gab es fünf Pleiten in Folge, die letzten drei gegen direkte Abstiegskonkurrenten. Jetzt trifft der SC mit dem 1. FC Köln wieder auf einen unmittelbaren Widersacher und könnte sich mit einem Sieg vieler Sorgen entledigen.

1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg Trainer Christian Streich (picture-alliance/Revierfoto)

Angespannte Lage in Freiburg: Trainer Christian Streich spricht von "extremsten nervlichen Belastungen"

Gewinnt Freiburg, ist Köln definitiv abgestiegen. Da sich die Konkurrenz aus Wolfsburg und Hamburg  gegenseitig die Punkte abnimmt, würde der Sportclub auch hier Boden gutmachen. Allein: Die Talfahrt der vergangenen Wochen zehrt am Nervenkostüm. Die Angst vor dem Abstieg ist beim SC deutlich zu spüren. Nervlich seien das "extremste Belastungen", erklärte SC-Trainer Christian Streich. An den letzten beiden Spieltagen tritt Freiburg in Mönchengladbach und zu Hause gegen Augsburg an. Machbare Aufgaben, aber nur wenn Kopf und Psyche der SC-Profis mitspielen.

Hamburger SV (25 Punkte):
Schaffen es die Hamburger etwa tatsächlich schon wieder? Die Euphorie beim HSV und der Glaube an den Klassenerhalt sind spätestens seit dem 1:0-Erfolg gegen Freiburg am vergangenen Wochenende zurück. In Wolfsburg soll ein weiterer Sieg folgen, dann wären es nur noch zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Allerdings müssten die Hamburger anschließend auch noch in Frankfurt und zu Hause gegen Gladbach punkten, um es tatsächlich zu schaffen. "Ich sehe das als eine Art Viertelfinale", sagt HSV-Trainer Christian Titz vor dem Nordderby. Das folgende Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt wäre dann das Halbfinale, die Heimpartie gegen Borussia Mönchengladbach das Endspiel.

1. FC Köln (22 Punkte):
In Köln sind die Lichter fast schon aus. Dem "Effzeh" helfen nur noch drei Siege, wenn man das Unmögliche noch möglich machen will. Nachdem es am vergangenen Sonntag "nur" ein 2:2 gegen Schalke gab, flossen bei den Spielern bereits bittere Tränen. Doch besiegelt ist der sechste Abstieg der Domstädter noch nicht. Mit dem SC Freiburg am Samstag und dem VfL Wolfsburg am letzten Spieltag geht es auswärts noch gegen zwei direkte Konkurrenten. Allerdings: Dazwischen liegt das letzte Heimspiel gegen den FC Bayern. Ob das was wird? Aber vielleicht hat es sich bis dahin ohnehin bereits erledigt. Denn wenn Köln gegen Freiburg nicht gewinnt, ist der bittere Gang in Liga zwei besiegelt.

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