Führender Dschihadist in Mali getötet | Aktuell Afrika | DW | 28.08.2018
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Westafrika

Führender Dschihadist in Mali getötet

Französische Soldaten sind im westafrikanischen Krisenstaat Mali gezielt gegen militante Extremisten vorgegangen. Neben dem hochrangigen IS-Kämpfer und einem seiner Leibwächter werden auch zwei Zivilisten getötet.

Mali Französische Soldaten in Mettatai (picture-alliance/CITYPRESS24)

Französische Soldaten in Mali

Der Anti-Terroreinsatz in der Region Ménaka im Norden Malis begann mit einem Luftangriff auf die Dschihadisten, später griffen französische Soldaten am Boden unterstützend ein. Bei dem getöteten hochrangigen Dschihadisten handelt es sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Paris um Mohamed Ag Almouner. Er galt als einer der Hauptverantwortlichen der Extremistengruppe EIGS im Saharagebiet, die dem "Islamischen Staat" (IS) die Treue geschworen hat.

Eine Frau und ein Teenager getötet

Bei dem Angriff werden außerdem ein Kämpfer aus der Leibgarde Almouners sowie eine Frau und ein Teenager getötet. Drei Menschen werden verletzt, zwei von ihnen sind Zivilisten, wie der Generalstab mitteilte. Die französische Armee will nun klären, warum Zivilisten bei dem Einsatz getötet beziehungsweise verletzt wurden.

2012 hatten mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein. Etwa 4000 französische Soldaten unterstützen außerdem die G5-Sahel-Truppe - die gemeinsame Militäreinheit der Sahel-Staaten im Kampf gegen Terrorismus. Hinzu kommt der UN-Einsatz MINUSMA in Mali mit rund 12.000 Soldaten. An dieser 2013 gestarteten Militäroperation beteiligt sich auch die Bundeswehr mit etwa 1000 Mann.

se/haz (afp, dpa, rtr)