Explosion tötet Hamas-Kämpfer | Aktuell Nahost | DW | 06.05.2018
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Nahost

Explosion tötet Hamas-Kämpfer

Die genauen Umstände des Vorfalls im Gazastreifen sind unklar. Fest steht nur: Sechs Mitglieder der radikalislamischen Palästinenser-Organisation Hamas sind tot. Und diese hat schon einen Schuldigen ausgemacht.

Die Explosion ereignete sich im Haus eines Mitglieds der im Gazastreifen herrschenden Hamas in der Ortschaft Sawaida, wie Sicherheitskräfte mitteilten. Das Haus sei schwer beschädigt worden, auch benachbarte Gebäude seien betroffen.

Ein Versehen?

Nach unbestätigten Berichten hatte eine Gruppe militanter Palästinenser versucht, eine nicht detonierte israelische Rakete zu entschärfen. Das Geschoss stamme noch aus dem Gaza-Krieg von 2014, hieß es. Auch Anwohner sprachen von einer versehentlich ausgelösten Explosion.

Angehörige trauern um getötete Hamas-Mitglieder (picture-alliance/AA/A. Amra)

Angehörige trauern um getötete Hamas-Mitglieder

Der bewaffnete Arm der radikalislamischen Hamas machte hingegen Israel für den Tod der sechs Palästinenser verantwortlich. Es habe sich um eine "komplexe Sicherheits- und Geheimdienst-Operation" gehandelt, so die Kassam-Brigaden. Das israelische Militär wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern.

An der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen ist es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Unruhen gekommen. Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten wurden dabei seit Ende März schon mehr als 40 Palästinenser getötet. Die Palästinenser demonstrieren an der Grenze für eine Rückkehr in die von ihnen beanspruchten Teile Israels.

wa/jv (rtr, afp, dpa)

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