Ex-Generalbundesanwalt Range gestorben | Aktuell Deutschland | DW | 03.05.2018
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Bundesanwaltschaft

Ex-Generalbundesanwalt Range gestorben

Der ehemalige Generalbundesanwalt Harald Range ist tot. Er war vor drei Jahren gegen seinen Willen vom damaligen Justizminister Heiko Maas in den Ruhestand versetzt worden.

Harald Range ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren gestorben. Dies bestätigte das Bundesjustizministerium in Berlin. Range hatte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe von 2011 bis 2015 geleitet. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung hatte Range am Mittwochabend gemeinsam mit seiner Frau ein Café in der Karlsruher Innenstadt besucht. Dort sei er zusammengebrochen. 

Zu den wichtigsten Entscheidungen während Ranges Amtszeit gehörte die Anklage gegen die einzige Überlebende des Terrortrios "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU), Beate Zschäpe. 

Unter Druck geriet der Topjurist im Zuge der Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA. Er wurde 2015 vom damaligen Justizminister Heiko Maas (SPD) im Zuge der Affäre um den Blog Netzpolitik.org gegen seinen Willen in den Ruhestand versetzt. Zuvor hatte er Ermittlungen wegen Landesverrats gegen Journalisten des Blogs eingeleitet, die vertrauliche Verfassungsschutz-Dokument zur Internet-Überwachung veröffentlicht hatten. 

Range gab an, vom Ministerium dann angewiesen worden zu sein, die Ermittlungen einzustellen. Der deshalb in der Kritik stehende Maas widersprach dem aber und löste Range ab. Maas ist jetzt Außenminister. 

stu/hk (dpa, bild.de)
 

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