Ex-Chef von Vietnams staatlichem Ölkonzern zum Tode verurteilt | Aktuell Asien | DW | 29.09.2017
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Vietnam

Ex-Chef von Vietnams staatlichem Ölkonzern zum Tode verurteilt

Im Prozess gegen 51 Banker und Funktionäre in Vietnam ist der ehemalige Vorstandsvorsitzende des staatlichen Ölkonzerns, Nguyen Xuan Son, zum Tode verurteilt worden. Er soll mehr als 11,5 Millionen Euro entwendet haben.

Vietnam Hanoi früherer Petro Vietnam (PVN) Chef Nguyen Xuan Son (Reuters/Kham)

Nguyen Xuan Son nach dem Urteil

Ein Gericht in der Hauptstadt Hanoi sprach den 55-jährigen Ex-Top-Manager für schuldig, eine Bank, die dem Konzern PetroVietnam teilweise gehörte, um umgerechnet mehr als 11,5 Millionen Euro betrogen zu haben. Der frühere Vorstandschef der Ocean Bank, Ha Van Tham, wurde in dem Prozess nach einem Bericht des vietnamesischen Online-Portals "Vnexpress" zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Angeklagt sind in dem Prozess insgesamt 51 Banker und Funktionäre.

Der größte Ölkonzern des kommunistischen Ein-Parteien-Staates steht seit Jahren im Mittelpunkt einer Serie von Korruptionsskandalen. Die Affäre belastet inzwischen auch die Beziehungen zwischen Vietnam und Deutschland, nachdem der Ex-Chef einer PetroVietnam-Tochterfirma, Trinh Xuan Thanh, unter merkwürdigen Umständen aus Berlin verschwand. Vermutet wird, dass der 51-Jährige vom vietnamesischen Geheimdienst entführt wurde. Inzwischen sitzt er in Vietnam im Gefängnis. Thanh wird zur Last gelegt, für Verluste von umgerechnet etwa 125 Millionen Euro verantwortlich sein. Bei einer Verurteilung droht ihm ebenfalls die Todesstrafe. Ob und wann ihm der Prozess gemacht wird, steht aber noch nicht fest.

Die Bundesregierung hat wegen der Affäre inzwischen zwei vietnamesische Diplomaten des Landes verwiesen. Vietnam behauptet, dass der Geschäftsmann aus freien Stücken zurückgekehrt sei, um sich einem Prozess zu stellen.

qu/sc (dpa, rtr, afp)

 

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