Europas beliebteste Urlaubsländer und ihre Einreise- und Corona-Regeln | DW Reise | DW | 30.11.2021
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Reise

Europas beliebteste Urlaubsländer und ihre Einreise- und Corona-Regeln

Eine gute Nachricht für alle, die im Winter einen Trip ins europäische Ausland planen: Geimpfte, Getestete und Genesene können derzeit weitgehend unbeschwert reisen. Die Regeln in Europas beliebtesten Urlaubsländern.

Urlaub in Europa ist möglich - mit aller gebotenen Vorsicht. Während in vielen Ländern Corona-Lockerungen umgesetzt werden, verschärfen andere aufgrund der Delta- und Omikron-Varianten wieder ihre Einreise- und Corona-Regeln. Nach wie vor kann sich die Situation in einem Land von heute auf morgen ändern, was von Touristen und Reiseveranstaltern, Hotels und Gastronomen enorme Flexibilität erfordert.

Touristen aus Übersee, unter anderem aus Israel, Australien, Neuseeland oder Singapur können wieder nach Europa reisen.

Die Einreisebeschränkungen für Menschen aus den meisten Nicht-EU-Staaten, so sie vollständigen Corona-Impfschutz haben, wurden aufgehoben. Sowohl Besuchsreisen als auch touristische Einreisen sind damit wieder möglich. 

Aufgrund steigender Infektionszahlen empfiehlt die EU derzeit strengere Einreise-Regeln in die Europäische Union, beispielsweise für Menschen aus Ländern wie den USA und Israel, aber auch Nordmazedonien, Montenegro oder Libanon. Für die Einreise nach Deutschland verändert sich für Touristen aus diesen Ländern aber praktisch nichts: Die Bundesrepublik stuft sie bereits seit einiger Zeit als Hochrisiko-Gebiete ein. Einreisende, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen dann in Quarantäne, können diese jedoch mit einem Negativ-Test von zehn auf fünf Tage verkürzen. 

Reisende, die sich in den letzten zehn Tagen in einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de registrieren und diesen Anmelde-Nachweis bei der Einreise mit sich führen.

Was Deutschland-Urlauber wissen müssen

Erforderlich für die Einreise nach Deutschlandsind entweder ein negativer Coronatest, ein Impfnachweis oder ein Nachweis über die Genesung von COVID-19. Seit dem 1. Juli ist das EU-Impfzertifikat in Kraft, es vereinfacht die Einreisebestimmungen für Deutschland und das Reisen innerhalb Europas.

Einreisekontrollen am Flughafen Frankfurt, Deutschland

Zu den Einreisedokumenten gehört neben dem Pass nun auch die elektronische Einreiseanmeldung und ggf. ein negativer Corona-Test

In ganz Deutschland gelten weiterhin bestimmte Vorsichtsmaßnahmen wie Hygieneregeln, der Mindestabstand von 1,5 Metern sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wer in einem Beherbergungsbetrieb übernachten will, muss entweder geimpft, genesen oder getestet sein. Egal, ob PCR-Test oder Antigen-Schnelltest - er darf höchstens 24 Stunden alt sein und muss alle drei Tage wiederholt werden. Selbsttests sind nur zulässig, wenn sie vor Ort unter Aufsicht des Betreibers oder einer beauftragten Person gemacht werden.

Jedes Bundesland kann darüber hinaus je nach Infektionslage eigene Regeln festlegen. Das Kompetenzzentrum des Bundes informiert über die aktuellen Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes.

Test- und Quarantänepflichten in Europa

Die Wahl des Reiseziels will gut überlegt sein. Denn für deutsche Urlauber sind sowohl bei der Einreise in das Urlaubsland als auch bei der Rückkehr nach Deutschland Testpflichten und Quarantäneregeln zu beachten.

Entscheidend ist dabei die Einstufung des Reiseziels als Hochrisikogebiet oder als Virusvariantengebiet durch das Auswärtige Amt. Reiserückkehrer aus einem Virusvariantengebiet müssen in eine 14-tägige Quarantäne, die nicht verkürzt werden kann. Bei Rückkehr aus einem Hochrisiko-Gebiet beträgt die Quarantänezeit zehn Tage, die nach frühestens fünf Tagen durch einen negativen Test beendet werden kann. Informationen darüber, welche Länder in Europa und weltweit wie eingestuft sind, bietet das Robert Koch-Institut in seiner stets aktuellen Übersicht. 

Deutschland hat Südafrika, Simbabwe und Reihe anderer afrikanischer Staaten zu "Virusvariantengebieten" erklärt. Ab Freitag den 26.11.2021 dürfen Fluggesellschaften nur noch deutsche Staatsangehörige und Personen mit ständigem Wohnsitz im Land befördern, twitterte Gesundheitsminister Jens Spahn. Selbst dann "gilt eine 14-tägige Quarantäne für alle, auch für diejenigen, die geimpft oder genesen sind", fügte Spahn hinzu.

Desweitern gibt es einige Hochrisikogebiete, unter anderem Großbritannien und Nordirland, Rumänien, Litauen, Belarus, Estland, Lettland, Ukraine, weite Teile Österreichs, Tschechien, Ungarn, Bulgarien und Kroatien sowie Kamerun und die Republik Kongon. Reiserückkehrer müssen in eine zehntägige Quarantäne, die mit einem Negativ-Test auf fünf Tage verkürzt werden kann.

Die Einreiseregeln wurden in nahezu ganz Europa erleichtert. Es genügt in der Regel der Nachweis eines Negativ-Tests bzw. das Vorzeigen des Corona-Impfpasses. Alternativ werden Nachweise über eine Genesung von COVID-19 oder eine in der EU anerkannte Impfung akzeptiert. Manche Länder verzichten auch darauf und lassen Besucher wieder einreisen wie zu Zeiten vor der Corona-Pandemie. 

Der Corona-Impfpass, auf den sich die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament verständigt haben, ist seit dem 1. Juli in Kraft und enthält neben Angaben zu Impfungen auch Informationen über Tests oder überstandene Corona-Infektionen. 

Digitaler Impfpass, Reisepässe und Bordkarten

Seit dem 1. Juli gibt es den digitalen europäischen Impfpass

Um Reisenden in Europa einen besseren Überblick über mögliche Beschränkungen zu verschaffen, hat die EU eine Corona-Ampel  eingeführt. Danach wird die EU in grüne, orange und rote Zonen eingeteilt. Hinzu kommt noch die Farbe grau für Regionen, aus denen nicht genug Daten vorliegen.

Hilfreich ist auch die 'Re-open EU'-App der EU-Kommission. Sie bietet aktuelle Informationen etwa zur Gesundheitssituation, Sicherheitsvorkehrungen oder Reisebeschränkungen, und zwar für alle EU-Staaten sowie die Mitglieder des grenzkontrollfreien Schengenraums Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Die Corona- und Einreiseregeln der beliebtesten Urlaubsziele (alphabetische Reihenfolge):

Kopenhagen, Dänemark - Die Kleine Merrjungfrau - The Little Mermaid

Die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen: Zierlich von Gestalt, aber eine der größten Sehenswürdigkeiten Dänemarks

Dänemark

Seit 12. November gelten in Dänemark wieder Corona-Beschränkungen. Denn trotz Impfrate von knapp 77 Prozent steigen die Fallzahlen seit Anfang Oktober konstant. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz bei rund 490. 

So ist der Besuch von Bars, Restaurants und Nachtclubs wieder nur unter Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) möglich. Dasselbe gilt für Veranstaltungen mit mehr als 200 Menschen in Innenräumen und 2000 Teilnehmern im Freien. Eine Maskenpflicht besteht allerdings nicht.

Auch für die Einreise gilt die 3G-Regel: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss kurz vor oder nach Grenzübertritt einen Corona-Test machen. Diese sind in Dänemark kostenlos. 

Frankreich

Frankreich reagierte bereits im Sommer auf die Ausbreitung der Delta-Variante und verschärfte seine Corona-Regeln. So ist der Eintritt zu Kulturstätten nur noch mit Impfnachweis möglich. Ebenso ist der Zugang zu Fernzügen, Reisebussen, Restaurants, Cafés und Einkaufszentren nur noch mit Impfzertifikat oder einem negativen PCR- oder Antigentest erlaubt, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Außerdem muss der "pass sanitaire" mitgeführt werden. Das ist ein Nachweis über die vollständige Impfung gegen COVID-19, die Genesung von der Infektion oder einer aktuellen negativen Testung. Er kann nach EU-Vorgaben digital auch über eine der deutschen Apps (CovPass oder Corona-Warn-App) oder in Papierform erfolgen. Für Touristen, die nicht vollständig geimpft sind, wird der Frankreich-Urlaub teuer: Die Tests sind nicht mehr kostenlos.

Paris erinnert an Kommune vor 150 Jahren

Auch der Eiffelturm in der französischen Hauptstadt Paris darf wieder besichtigt werden

Wer aus Europa nach Frankreich einreist, muss eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben und einen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Ebenfalls akzeptiert wird ein Impfnachweis oder ein Nachweis über die Genesung, der nicht älter als sechs Monate ist. Detaillierte Informationen zu den geltenden Maßnahmen und Einreisebedingungen bietet das französische Außenministerium.

Museen, Theater, Kinos und Sehenswürdigkeiten haben unter Hygiene- und Abstandsregeln geöffnet. Es besteht für alle Personen ab elf Jahren eine Maskenpflicht an öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen, wie an Flughäfen, Bahnhöfen und Geschäften. Die Maskenpflicht gilt auch im Freien bei Veranstaltungen und Menschenansammlungen. Es gibt keine nächtliche Ausgangssperre mehr. 

Griechenland Athen die archäologischen Stätten - Akropolis

Derzeit ist die Akropolis von Athen wieder offen für Besucher

Griechenland

Die Einreise nach Griechenland auf dem See-, Luft- und Landweg ist grundsätzlich für alle Personen ab 12 Jahre nur mit einer Bescheinigung in digitaler oder schriftlicher Form über einen negativen PCR-Test (darf nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen) oder einen Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) eines anerkannten Testlabors aus dem Abreiseland möglich. Der auf dem Zertifikat angegebene vollständige Name muss mit dem Namen im Ausweisdokument übereinstimmen.

Reisende, die anhand eines digitalen oder schriftlichen Zertifikates eine vollständige Impfung nachweisen können und diese 14 Tage vor Einreise abgeschlossen haben, benötigen keine Bescheinigung über einen negativen Test. Für den Nachweis reicht in der Praxis die Vorlage des internationalen Impfausweises oder des digitalen COVID-Zertifikats der EU (z. B. in der CovPass-App oder Corona-Warn-App) aus. 

In Griechenland sind die COVID-19-Fälle im Spätherbst sprunghaft angestiegen. Die Regierung hat daraufhin strenge Maßnahmen für nicht geimpfte Personen eingeführt. Für sie ist der Besuch von Banken, öffentlichen Ämtern, Geschäften, Veranstaltungsorten und Friseuren auch mit negativen Schnell- oder PCR-Test tabu.

In Restaurants und anderen Lokalen gilt die 2G-Regel, in Außenbereichen 3G. In geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht, ebenso an belebten Plätzen im Freien.

Für Inlandsreisen mit dem Flugzeug, der Fähre, Bus und Bahn ist die Vorlage eines Impf-, Test- oder Genesungsnachweises erforderlich.

Auf Visit Greece sind alle wichtigen Informationen zusammengefasst.  

England | Tower Bridge in London

Die Tower Bridge ist eines der Wahrzeichen von London - Großbritannien selbst gilt als Hochrisikogebiet

Großbritannien und Irland

Großbritannien, Nordirland, alle Kanalinseln sowie die britischen Überseegebiete sind Hochinzidenzgebiete. 

In Großbritannien wurde das mehrstufige Ampelsystem abgeschafft, stattdessen erfolgt nur noch eine Einteilung in risikoreiche Regionen (rot) und sichere Regionen (nicht rot).

Vollständig Geimpfte aus sicheren Gebieten müssen bei Ankunft einen PCR-Test machen und sich bis Erhalt des Ergebnisses in Quarantäne begeben. Sie müssen außerdem ein Online-Anmeldeformular ausfüllen und einen gültigen Reisepass mit sich führen.

Für Einreisende aus "roten" Ländern bleibt alles wie bisher: Online-Anmeldung, Test vor Anreise, Test an Tag zwei und Test an Tag acht sowie Hotel-Quarantäne von zehn Tagen. Nach der Rückkehr gilt für Ungeimpfte eine Quarantäne, aus der man sich nach fünf Tagen freitesten kann.

Für die Einreise auf die Kanalinseln Jersey und Guernsey gelten abweichende Bestimmungen, die Isle of Man und Gibraltar haben sich der gesamtbritischen Regelung angeschlossen.

Im Land selbst sind viele Corona-Maßnahmen beendet worden. Restaurants, Bars mit Außengastronomie und Pubs sind geöffnet. Allerdings gilt angesichts der neuen Omikron-Virusvariante in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften Maskenpflicht. 

Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden. 

Irland ist ebenfalls noch von COVID-19 betroffen und gilt als Hochrisikogebiet. Für eine Einreise ist ein Impf- oder ein Genesenen-Nachweis oder ein negativer PCR-Test erforderlich. Zudem muss ein Formular, die COVID-19 Passenger Locator Form, mit Angabe der Wohnadresse in Irland ausgefüllt werden.

Irland ergreift aber ab dem 18. November wieder strengere Corona-Maßnahmen. Von diesem Tag an müssen Clubs sowie gastronomische Einrichtungen wie Bars und Restaurants spätestens um Mitternacht schließen.


Italien Rom | Kolosseum

Auch beim Besichtigen einer Sehenswürdigkeit (hier das Kolosseum in Rom) sind Coronaregeln für Touristen zur Routine geworden

Italien

In dem beliebten Urlaubsland steigen die täglichen Corona-Fallzahlen seit Oktober. Im ganzen Land gilt bis 31.12. der Notstand.

Fast 74 Prozent der Menschen über zwölf Jahren sind vollständig geimpft. Für Einheimische und Gäste ist der sogenannte "Grüne Pass" entscheidend - dazu zählt auch das in Deutschland ausgestellte EU-Corona-Impfzertifikat: Bei praktisch allen Aktivitäten im Innenbereich - Bars, Restaurants, Museen, Sportevents - wird der Pass verlangt.

Für Zug- und Fährfährten sowie Inlandsflügen gelten noch strengere Regeln. Hier ist die Vorlage einer Impf-, Genesungs- oder Testbescheinigung erforderlich. Gleiches gilt für in allen italienischen Skigebieten.

Italien stuft seine Regionen je nach Infektionsgeschehen in weiße, gelbe, rote oder orange Zonen ein. Derzeit gelten alle Landesteile außer Friaul-Julisch Venetien als "weiß," also unbedenklich. Führt eine gefährliche Infektionslage zu einer veränderten Einstufung, kann das Reisen innerhalb Italiens je nach Region eingeschränkt werden. Personen mit einem COVID-19-Pass dürfen sich uneingeschränkt in allen Zonen aufhalten.  

Wer aus Deutschland einreisen will, muss sich nicht in Quarantäne begeben. Aktuell ist die Einreise angesichts der neuartigen Omikron-Variante aus Südafrika, Lesotho, Botsuana und anderen afrikanischen Ländern untersagt. Auch müssen alle Reisen über ein Online-Formular angemeldet werden. 

In ganz Italien gilt weiterhin die Maskenpflicht an öffentlichen Orten, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ein Mund-Nase-Schutz ist weiterhin in geschlossenen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Dazu kann es vor dem Betreten von Einrichtungen, wie Behörden und Geschäften, zu Temperaturmessungen kommen.

In den einzelnen Regionen und Kommunen können zudem individuelle Regeln und Beschränkungen erlassen werden. 

Kroatien, Adriaküste von oben, bei Split

An Kroatiens Stränden herrscht entspannte Urlaubsstimmung - wie hier bei Split an der Adriaküste

Kroatien

Das auch bei Deutschen beliebte Reiseland gilt aktuell als Hochrisikogebiet. Die Einreise aus Deutschland sowie aus der EU und dem Schengenraum ist mit Vorlage eines Impfzertifikats, einer Genesungsbestätigung oder eines Tests möglich. Über alle Einreisemodalitäten informiert das kroatische Innenministerium.

Bei der Einreise werden darüber hinaus die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer des Aufenthalts in Kroatien registriert. Um Wartezeiten bei der Einreise zu verhindern, empfiehlt das kroatische Innenministerium, die Kontakt- und Aufenthaltsdaten vorab online zu hinterlegen.

Strände unterliegen Zugangsbeschränkungen und nachts darf kein Alkohol verkauft werden. Gaststätten dürfen Gäste in ihren Innenbereichen empfangen, ausgenommen sind Cafés ohne Speiseangebot, die nur draußen bedienen dürfen.

Malta Straßencafe Valletta

Geimpfte, Genesene und Getestete können Malta nahezu ohne Einschränkungen genießen

Malta

Malta hat eine der niedrigsten Infektionsraten und eine der höchsten Impfquoten der EU: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei ungefähr 100, 82 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner der Mittelmeerinsel sind komplett geimpft. Zur Einreise sind eine digitale Anmeldung und der Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines Tests nötig. Wer das nicht vorweisen kann, muss nach der Einreise 14 Tage in ein offizielles Quarantäne-Hotel und dafür 100 Euro pro Nacht bezahlen.

Risikoländer werden von Malta in zwei Kategorien ausgewiesen und entweder in der sogenannten „red list“ oder „dark red list“ geführt. Deutschland ist derzeit auf der „red list“. Personen, die sich 14 Tage vor Einreise ausschließlich in Ländern der „red list“ oder in Ländern, die auf keiner der beiden Listen geführt werden, aufgehalten haben, dürfen einreisen. Eine Einreise aus einem Land der „dark red list“ ist nur in Ausnahmefällen und unter strengen Auflagen möglich und bedarf der vorherigen Genehmigung durch die maltesischen Behörden.

Einrichtungen wie Geschäfte, Dienstleistungsbetriebe, Kinos und Theater sind geöffnet. Restaurants und Bars ist es gestattet, Gäste ohne Impfnachweis abzulehnen - wenn sie das tun, dürfen sie als Belohnung von der Regierung länger geöffnet haben, die Tische näher zusammenrücken und Leute an der Bar bedienen.

Niederlande Amsterdam

Reisen nach Amsterdam und die Niederlande sind wieder möglich - mit Einschränkungen

Niederlande

Die Niederlande haben zum 13. November einen Teil-Lockdown verhängt. Bars, Restaurants und Kulturstätten müssen sich an die 3G-Regel halten und 17 Uhr schließen, Supermärkte hingegen erst um 20 Uhr. Größere Veranstaltungen werden abgesagt und Fußballspiele finden vorerst wieder ohne Publikum statt. Zudem dürfen sich Niederländer nur noch mit maximal vier anderen Personen in den eigenen vier Wänden treffen. Ausgangsbeschränkungen gibt es vorerst keine. Zuletzt war die Sieben-Tage-Inzidenz wieder gestiegen, derzeit liegt sie bei über 900.

Die Niederlande werden von deutscher Seite als Hochrisikogebiet eingestuft. Die Niederlande selbst stufen Deutschland als "gelb" ein und haben die Einreiseregeln angepasst: Erforderlich bei der Einreise von Deutschland in die Niederlande ist der Nachweis einer Impfung, eines negativen Tests oder der Genesung. Außerdem müssen alle Flugreisenden unabhängig von der Einstufung der Herkunftsregion, vor Reiseantritt zusätzlich ein Gesundheitsformular ausfüllen und mit sich führen.


Norwegen Fjorde und Kreuzfahrtschiffe

Reisen nach Norwegen sind nach dem EU-Ampelsystem möglich - für Deutschland gilt die Stufe "rot"

Norwegen

Norwegen ist von COVID-19 weiterhin betroffen. Das skandinavische Land richtet sich ebenfalls nach dem Ampelsystem der EU. Die Bundesrepublik ist damit wie eine Reihe von anderen EU-Ländern als "rot" eingestuft worden. Nur noch Reisende mit einem digitalen COVID-Zertifikat können einreisen. Ohne diesen Nachweis ist die Einreise aus Deutschland nur noch in Ausnahmefällen möglich und mit Test- und Quarantänepflichten verbunden.

Österreich Berghütte Alpen

Österreich hielt lange an seiner Lockerungs-Strategie fest, jetzt gibt es wieder strengere Corona-Regeln

Österreich

Obwohl inzwischen über 65 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind, verzeichnet Österreich einen rasanten Anstieg der Infektionszahlen. Deshalb gilt seit 22. November ein landesweiter Lockdown für alle: Die eigenen vier Wände dürfen nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden. Dazu gehört zum Beispiel der Arbeitsweg, der Gang zum Arzt oder Lebensmitteleinkäufe. Geschäfte, die nicht dem täglichen Bedarf dienen, müssen geschlossen bleiben. Gleiches gilt für Bars, Restaurants, Kunst- und Kulturbetriebe. Zudem gelten strenge Kontaktbeschränkungen. FFP2-Masken müssen in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden.

Diese Maßnahmen gelten bis 11. Dezember. Zuwiderhandlungen werden mit Bußgeldern geahndet. Ab Februar 2022 gilt zudem eine Impfpflicht im Land.

Gleichzeitig gilt Österreich aus Sicht Deutschlands seit dem 14. November wieder als Hochrisikogebiet: Bei der Reiserückkehr müssen Ungeimpfte in Quarantäne – wer einen Impf- oder Genesenen-Nachweis besitzt, kann diese vorzeitig beenden. Umgekehrt führt auch Österreich demnächst strengere Regeln für die Einreise aus Deutschland ein. Seit dem 22. November gilt die sogenannte 2,5-G-Regel: Nur Geimpfte, Genesene und PCR-Getestete dürfen dann noch einreisen.

Auch für die nächste Skisaison gelten strenge Regeln. Wintersportler müssen einen Nachweis über die Impfung oder die Genesung vorlegen, um Seilbahnen, Gondelbahnen und Skihütten zu benutzen. In diesen Verkehrsmitteln müssen FFP2-Masken getragen werden. Möglich könnte auch eine 1-G-Regel werden.

Portugal | Strand von Praia da Luz

Urlaub an der Algarve in Portugal ist wieder möglich

Portugal

Die Lage in Portugal hat sich gebessert, nach dem Höchststand der Infektionen im Sommer mit einem Inzidenzwert von 438 fiel die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt auf rund 200, die Bevölkerung ist zu fast 88 Prozent durchgeimpft. 

In Innenräumen von Kultureinrichtungen, Kinos und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden. Zum Besuch der Innenbereiche vieler Einrichtungen muss ein Impfzertifikat oder ein negativer Test vorgelegt werden. Ab 1. Dezember gilt für alle Restaurants, Fitnesszentren und touristischen Einrichtungen die 3G-Regel.

In Restaurants und bei kulturellen Veranstaltungen ist wieder eine volle Auslastung gestattet. Nachtclubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen, Besucher müssen aber ein digitales COVID-Zertifikat der EU vorlegen. 

Bei der Einreise nach Portugal muss jeder, der nicht geimpft oder genesen ist, ab dem Alter von zwölf Jahren einen negativen Test vorlegen.

Abweichende Einreisebestimmungen gelten für die autonomen Regionen Madeira und Azoren. Dort müssen Einreisende vorab verpflichtend eine Gesundheitserklärung abgeben. Kinder unter zwölf werden in die Erklärung des mitreisenden Erwachsenen aufgenommen. Bei Einreise muss ein aktueller PCR-Test vorgelegt werden (nicht älter als 72 Stunden) oder vor Ort ein kostenloser PCR-Test absolviert werden. Im letzteren Fall ist eine Selbstisolation im Hotel bis zum Ergebnis des Test Pflicht. Ausgenommen von der Testpflicht sind Geimpfte und Genesene. Auf den Inseln der Azoren gelten zum Teil jeweils unterschiedliche Bestimmungen in Sachen Ausgangssperren und Beschränkungen im öffentlichen Leben. Nähere Informationen dazu bieten die Regionalregierungen der Azoren und Madeiras.

Schweiz Ort Quinten

In der Schweiz gelten seit September strengere Corona-Regeln

Schweiz

Die Zahl der Corona-Infizierten ist in letzter Zeit wieder gestiegen, aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 578. Im Land gilt die 3-G-Regel bei einem Besuch in Restaurants, Bars, Fitnesscentern und Kultureinrichtungen. Es muss der Nachweis über eine Genesung, eine Impfung oder ein negatives Testergebnis vorgelegt werden.

Die 3-G-Regel gilt auch für die Einreise. Unabhängig von Herkunftsland und Transportmittel gilt die Pflicht, das sogenannte Passenger Locator Form auszufüllen. In Innenräumen wie Geschäften, Restaurants, Theatern, Sporthallen und im öffentlichen Verkehr gilt Maskenpflicht.

Zu beachten ist: Wer in die Schweiz aus einem als Risikogebiet ausgewiesenen Land einreist, muss in Quarantäne. Aktuell gelten Belgien, Dänemark, die Niederlande, Tschechien und weitere Länder als risikoreich.  

Um zu entscheiden, ob in einem Staat oder Gebiet ein erhöhtes Ansteckungsrisiko herrscht, werden in der Schweiz die Neuansteckungen pro 100.000 Personen in den letzten 14 Tagen angeschaut. Wenn diese Inzidenz eines Landes um mindestens 60 höher ist als die Inzidenz in der Schweiz, kommt das Land auf die "schwarze Liste".

Spanien Mallorca - Cala Figuera

Mallorca hat die Corona-Sommersaison gut überstanden

Spanien

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien liegt bei 113 und damit deutlich niedriger als in Deutschland. Rund 80 Prozent der Bevölkerung sind vollständig gegen Corona geimpft. Damit entfallen alle Quarantäne-Vorschriften für aus Spanien zurückkehrende Urlauber. 

Die Einreise-Regeln nach Spanien orientieren sich an der Corona-Ampel der EU. Deutschland gilt derzeit als Risikogebiet. Personen aus Deutschland müssen deshalb bei Einreise entweder einen vollständigen Impfschutz, ein negatives Testergebnis oder eine Genesung von COVID-19 nachweisen. Diese Regeln gelten auch für Einreisende auf dem Landweg über Frankreich. 

Reisende, die nach Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einreisen - auch Transitreisende - müssen ein Formular im Spain Travel Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, das einen QR-Code erzeugt. Dieser muss beim Check-in und bei der Einreise vorgelegt werden.

In einigen Regionen gibt es noch relativ strenge Beschränkungen wie Sperrstunden und nächtliche Versammlungsverbote, beispielsweise auf Ibiza. Auf Mallorca dagegen dürfen Menschen aus verschiedenen Haushalten wieder zu nächtlichen Partys zusammenkommen, auch Tanzen in Diskotheken ist wieder erlaubt. 
In der bei Touristen ebenfalls beliebten katalanischen Metropole Barcelona gilt die Tanzerlaubnis auch, allerdings nur bei Tanzflächen unter freiem Himmel.

Die jeweils aktuellen Einreise- und Corona-Bestimmungen für alle Teile Spaniens kann man bei den Corona-Hotlines der Regionen erfragen.

Stadtansicht I Prag

Auch nach Prag dürfen Touristen wieder mit weniger Einschränkungen reisen

Tschechische Republik

Auch Tschechien, seit dem 14. November als Hochrisikogebiet eingestuft, setzt das europäische Ampel-System um, Deutschland ist der dunkelroten Kategorie zugeordnet. Für Geimpfte und Genesene, die über einen in Tschechien anerkannten Impf- oder Genesenennachweis verfügen, entfällt die Test- und Quarantänepflicht, nicht aber die Pflicht zur Einreiseanmeldung.


Türkei Antalya Küste Tourismus Strand

Die Türkei gilt wieder als Hochrisikogebiet

Türkei

Wegen gestiegener Corona-Infektionen gilt die Türkei aus deutscher Sicht als Hochrisikogebiet. Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen sich nach der Einreise nach Deutschland für zehn Tage in Quarantäne begeben, die mit einem entsprechenden Negativ-Test auf fünf Tage verkürzt werden kann. Für Geimpfte und Genesene entfällt bei Einreise nach Deutschland die Quarantänepflicht.

Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Flugreisende müssen innerhalb von drei Tagen vor der Reise ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Die Kontrolle erfolgt bei Einreise bzw. beim Check-In. Danach wird den Reisenden ein Genehmigungscode ("HES-Code") mitgeteilt, der bei Kontrollen im Land vorgezeigt werden muss.

Cafés, Restaurants und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet, es gibt keine Ausgangsbeschränkungen mehr. Eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, im Nahverkehr und Supermärkten gilt weiter.
 

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