Europas beliebteste Urlaubsländer und ihre Einreise- und Corona-Regeln | DW Reise | DW | 23.07.2021
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Reise

Europas beliebteste Urlaubsländer und ihre Einreise- und Corona-Regeln

Kaum wurden für die Sommersaison die Einreisebeschränkungen und Corona-Regeln gelockert, steigen die Corona-Zahlen wieder. Die Regeln in Europas beliebtesten Urlaubsländern.

Sommer, Sonne, Strand, Kultur - Urlaub in Europa ist möglich - mit aller gebotenen Vorsicht. Während in vielen Ländern Corona-Lockerungen umgesetzt werden, verschärfen andere aufgrund der Delta-Variante wieder ihre Einreise- und Corona-Regeln. Nach wie vor kann sich die Situation in einem Land von heute auf morgen ändern, was von Touristen und Reiseveranstaltern, Hotels und Gastronomen auch im Sommer 2021 wieder Flexibilität erfordert.

Touristen aus Übersee, unter anderem aus Israel, Australien, Neuseeland oder Singapur können wieder nach Europa reisen - seit 20. Juni auch wieder US-Bürger. Die Einreisebeschränkungen für Menschen aus den meisten Nicht-EU-Staaten, so sie vollständigen Corona-Impfschutz haben, wurden aufgehoben. Sowohl Besuchsreisen als auch touristische Einreisen sind damit wieder ohne Einschränkungen möglich. Am 1. Juli wurden die Beschränkungen für weitere von den EU-Mitgliedstaaten gemeinsam ausgewählte Länder aufgehoben. 

Ebenfalls am 1. Juli hob die Bundesregierung die Reisewarnung für einfache Risikogebiete (Sieben-Tage-Inzidenz über 50) auf. Das Auswärtige Amt warnt nun nicht mehr explizit vor Reisen in über 80 Länder weltweit, sondern bittet um "besondere Vorsicht". Damit entfallen für Touristen und Rückreisende die elektronische Einreiseanmeldung und Testpflicht - außer sie reisen mit dem Flugzeug ein. Denn für den Flug sind Test und Einreiseanmeldung zwingend.

Eine Reisewarnung gilt nun erst ab einer Inzidenz von 200 und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben.

Was Deutschland-Urlauber wissen müssen

Erforderlich für die Einreise nach Deutschland sind entweder ein negativer Coronatest, ein Impfnachweis oder ein Nachweis über die Genesung von COVID-19. Seit dem 1. Juli  ist das EU-Impfzertifikat in Kraft, es vereinfacht die Einreisebestimmungen für Deutschland und das Reisen innerhalb Europas erneut.

Einreisekontrollen am Flughafen Frankfurt, Deutschland

Zu den Einreisedokumenten gehört neben dem Pass nun auch die elektronische Einreiseanmeldung und ein negativer Coronatest

In ganz Deutschland gelten weiterhin bestimmte Vorsichtsmaßnahmen wie Hygieneregeln, der Mindestabstand von 1,5 Metern sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wer in einem Beherbergungsbetrieb übernachten will, muss bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Es kann ein PCR-Test, oder ein Antigen-Schnelltest sein, der höchstens 24 Stunden alt ist. Zudem benötigen alle Gäste im Abstand von zwei Tagen einen weiteren Test. Selbsttests sind nur zulässig, wenn sie vor Ort unter Aufsicht des Betreibers oder einer beauftragten Person gemacht werden.

Jedes Bundesland kann darüber hinaus je nach Infektionslage eigene Regeln festlegen. Das Kompetenzzentrum des Bundes informiert über die aktuellen Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes.

Test- und Quarantänepflichten in Europa

Die Wahl des Reiseziels will gut überlegt sein. Denn für deutsche Urlauber sind sowohl bei der Einreise in das Urlaubsland als auch bei der Rückkehr nach Deutschland Testpflichten und Quarantäneregeln zu beachten.

Entscheidend ist dabei die Einstufung des Reiseziels als Risikogebiet, Hochinzidenz- und Virusvariantengebiet durch das Auswärtige Amt. Informationen darüber, welche Länder in Europa und weltweit wie eingestuft sind, bietet das Robert Koch-Instituts in seiner stets aktuellen Übersicht. Als einfache Risikogebiete sind etwa einige Regionen Spaniens und Irlands eingestuft. (Stand 9.7.2021). 

Großbritannien und das beliebte Sommerurlaubsziel Portugal waren wegen der Delta-Variante zunächst als Virusvariantengebiete eingestuft worden. Reiserückkehrer müssen dann in eine 14-tägige Quarantäne, die nicht verkürzt werden kann. Seit dem 7. Juli sind sie nur noch Hochinzidenzgebiete. Auch Zypern und Russland gehören mittlerweile dazu. Reiserückkehrer müssen dann zwar immer noch in Quarantäne, können diese jedoch mit einem Negativ-Test auf fünf Tage verkürzen. 

Die Quarantänepflicht ist generell ein großes Hindernis für Urlauber. Die Einreiseregeln wurden in ganz Europa dahingehend erleichtert. Es genügt in der Regel der Nachweis eines Negativ-Tests bzw. das Vorzeigen des Corona-Impfasses. Alternativ werden Nachweise über eine Genesung von COVID-19 oder eine entsprechende, in der EU anerkannte Impfung akzeptiert. Manche Länder verzichten auch darauf und lassen Besucher wieder einreisen wie zu Zeiten vor der Corona-Pandemie. 

Der Corona-Impfpass, auf den sich die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament verständigt haben, ist seit dem 1. Juli in Kraft und enthält neben Angaben zu Impfungen auch Informationen über Tests oder überstandene Corona-Infektionen. 

Digitaler Impfpass, Reisepässe und Bordkarten

Kommt zum 1. Juli - der digitale europäische Impfpass

Um Reisenden in Europa einen besseren Überblick mögliche Beschränkungen zu verschaffen, hat die EU eine Corona-Ampel  eingeführt. Danach wird die EU in grüne, orange und rote Zonen eingeteilt. Hinzu kommt noch die Farbe grau für Regionen, aus denen nicht genug Daten vorliegen.

Hilfreich ist auch die 'Re-open EU'-App der EU-Kommission. Sie bietet aktuelle Informationen etwa zur Gesundheitssituation, Sicherheitsvorkehrungen oder Reisebeschränkungen, und zwar für alle EU-Staaten sowie die Mitglieder des grenzkontrollfreien Schengenraums Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Einreisebestimmungen für Europas beliebteste Urlaubsländer

Spanien

Die Infektionszahlen in Spanien steigen besorgniserregend. Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut erklärten das Land deshalb am 23. Juli zum Hochinzidenzgebiet. Die neue Einstufung soll am 27. Juli ab 00:00 Uhr wirksam werden. Auch vor der Einreise in den spanischen Inselgruppen der Kanaren und der Belearen und der Ferieninsel Mallorca wird abgeraten.

Die Einreiseregeln sind seit 7. Juni unverändert und orientieren sich an der Corona-Ampel der EU. Urlauber aus Deutschland, die direkt auf dem Luftweg nach Spanien kommen, müssen bei der Einreise keinen negativen Covid-19-Test und auch keinen Impfschutz mehr nachweisen. Wer auf dem Landweg über Frankreich nach Spanien kommt, muss weiterhin einen negativen Covid-19-Test (maximal 48 Stunden alt) vorlegen. Vollständig geimpfte Besucher aus aller Welt dürfen ohne Corona-Beschränkungen ins Land. Für nicht Geimpfte herrscht eine Testpflicht. Lediglich Besucher aus Brasilien, Indien und Südafrika dürfen weiterhin nicht zu touristischen Zwecken in Spanien einreisen. 

Die jeweils aktuellen Einreise- und Corona-Bestimmungen für alle Teile Spaniens kann man bei den Corona-Hotlines der Regionen erfragen.

Landesweit müssen die Menschen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sowie an öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume. Diese Regel besteht auch weiterhin in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann, muss man den Mund-Nasen-Schutz nicht tragen. In Regionen mit einer Inzidenz unter 50 dürfen auch Nachtclubs und Diskotheken öffnen. Die Sperrstunde liegt bei 3 Uhr. Seit 26. Juni müssen im Freien keine Masken mehr getragen werden. Im Nachtleben wie in der Gastronomie gilt die Maskenpflicht weiterhin: Die Maske darf nur zum Trinken oder Essen abgenommen werden.

Für Reiserückkehrer hat die Einstufung die Konsequenz, sich in eine zehntägige Quarantäne zu begeben. Nach frühestens fünf Tagen kann man diesen mit einem negativen Corona-Test beenden.

Spanien Mallorca - Cala Figuera

Sorge um die Saison auf Mallorca: Mit den Urlaubern steigen die Infektionszahlen

Kroatien

In Kroatien ist die Lage vergleichsweise entspannt, der  7-Tage-Inzidenzwert für das ganze Land liegt derzeit unter 20. (Stand 15.7.) Regional gibt es jedoch große Unterschiede, so gilt die Gespannschaft Zadardie an der Adria bereits als Risikogebiet.

Kroatien, Adriaküste von oben, bei Split

An Kroatiens Stränden herrscht entspannte Urlaubsstimmung - wie hier bei Split an der Adriaküste

Die Einreiseregeln sind seit 1. Juli unverändert: die Grenzbeamten in Kroatien verlangen von allen Reisenden das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat ("Grüner Pass"). Bei der Einreise werden desweiteren die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer des Aufenthalts in Kroatien registriert. 

Strände unterliegen Zugangsbeschränkungen, und zwischen 22 Uhr und 6 Uhr abends darf kein Alkohol verkauft werden. Gaststätten dürfen Gäste in ihren Innenbereichen empfangen, ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen.

Griechenland

Seit dem 16.7. gilt Griechenland wieder als einfaches Risikogebiet.

Wer trotzdem einreisen möchte, braucht eine Bescheinigung in schriftlicher oder digitaler Form über einen negativen PCR-Test, wobei die Probeentnahme nicht länger als 72 Stunden zurückliegen sollte. Eine andere Möglichkeit ist ein negativer Schnelltest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. 

Wer vollständig geimpft ist, wobei der letzte Impftermin mindestens 14 Tage vor Einreise sein muss, kann ohne Bescheinigung einreisen. 

Eine 7-tägige Quarantäne ist für alle Reisende Pflicht, die nicht aus der EU und dem Schengenabkommen kommen. Es gibt zudem weitere Ausnahmen, wie der direkte Luftweg über internationale Flughäfen. Jeder Einreisende muss zusätzlich spätestens 48 Stunden vor der Abreise ein Online-Formular ausfüllen. Nach der Anmeldung erhält man einen QR-Code per E-Mail, welcher bei Einreise vorgezeigt werden muss. Hat jemand den QR-Code nicht, ist eine Geldbuße von 500,- möglich. 

Die griechische Regierung hat im Inland die Maßnahmen gegen die Pandemie bis zum 26. Juli verlängert. Die Einschränkungen treffen unter Anderem Geschäfte und Museen. Es besteht eine Pflicht für den Mund-Nasen-Schutz an freien öffentlichen Orten, zudem müssen die Abstandsregeln überall eingehalten werden. 

Auf Visit Greece  sind alle wichtigen Informationen zusammengefasst.  

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Venedigs Zukunft nach der Pandemie

Italien

Italien gehört zu den beliebtesten Urlaubsländern  Europas, auch hier ist die Delta-Variante auf dem Vormarsch, die Inzidenzwerte steigen. Zurzeit gilt in Italien der gesundheitliche Notstand und es wird von touristischen Reisen abgeraten. 

Italien stuft seine Regionen je nach Infektionsgeschehen in weiße, gelbe, rote oder orange Zone ein. Es überwiegt die Farbe "Weiß" - unbedenklich. Wer aus Deutschland einreisen will, muss sich nicht in Quarantäne begeben. Wer sich aber in den letzten 14 Tagen in Großbritannien aufgehalten hat, muss einen negaiven Coronatest vorweisen, sich fünf Tage in Quarantäne begeben und danach einen weiteren Test absolvieren. Auch müssen alle Reisen über ein Online-Formular angemeldet werden. Wer zwei Wochen vor der Reise in den Ländern der EU, sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz unterwegs war, muss ein EU-Digital COVID-Certificate vorlegen. Dieses sollte entweder ein negatives Testergebnis sein, eine seit mindestens 14 Tagen abgeschlossene Impfung mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff oder einem Nachweis zur Genesung von COVID-19. 

Wer keinen Nachweis hat, muss sich bei Ankunft zehn Tage in Selbstisolation begeben und sich danach testen lassen. 

Reisen innerhalb von Italien wurde je nach Region eingeschränkt. Personen mit einer "Grünen COVID-19-Bescheinigung" (Geimpfte, Getestete, Genesene) dürfen sich aber uneingeschränkt in allen Zonen aufhalten. 

In ganz Italien gilt die Maskenpflicht an öffentlichen Orten, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ein Mund-Nasen-Schutz ist weiterhin in geschlossenen Räumen Pflicht. Dazu kann es vor dem Betreten von Einrichtungen, wie Behörden und Geschäften, zu Temperaturmessungen kommen.

Manche Strände verlangen eine Anmeldung. Zwischen den Liegen gilt ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten sowie die generelle Abstandsregel von einem Meter oder mehr zu anderen Personen.

Coronavirus - Portugal - Lissabon

Reisen in den Großraum Lissabon sind an den Wochenenden untersagt

In den einzelnen Regionen und Kommunen können zudem individuelle Regeln und Beschränkungen erlassen werden. 

Portugal

In Portugal steigen die Infektionszahlen weiter an. Seit 7. Juli gilt das Land als Hochinzidenzgebiet. Das Auswärtige Amt hatte das ganze Land wegen der Verbreitung der Delta-Variante zuvor als Virusvariantengebiet eingestuft, für Reiserückkehrer bedeutete das 14 Tage Quarantäne. Mit der Herabstufung zum Hochinzidenzgebiet kann die Quarantänepflicht für Reiserückkehrer nun mit einem negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden, für Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht. 

Die Corona-Lage in Portugal ist weiterhin ernst: die portugiesische Regierung führte in Teilen Portugals wieder nächtliche Ausgangssperren ein, so müssen die Bewohner Lissabons und 45 weiterer Kommunen bis auf weiteres an den Wochenenden von 23.00 Uhr bis 05.00 Uhr zu Hause zu bleiben. Zudem gilt ein Reiseverbot zwischen der Hauptstadtregion und dem Rest des Landes.

Die Restaurants schließen an den Wochenenden bereits um 15:30. Betroffen sind neben Lissabon 16 weitere Städte und auch die bei Touristen beliebte Region Albufeira an der Algarve.  

Erst im Juni hatte das vom Tourismus abhängige Portugal für Besucher aus dem Rest der EU und aus Großbritannien geöffnet. Menschen aus EU-Ländern, in denen die Corona-Infektionsrate bei unter 500 Fällen pro 100.000 Einwohnern im Zeitraum von 14 Tagen liegt, dürfen ohne Quarantänepflicht einreisen, sie müssen lediglich einen negativen Test vorweisen, geimpft oder genesen sein.

Frankreich

Ab dem 25. Juli gelten die Regionen Provence-Alpes-Côte d`Azur, Okzitanien und Korsika sowie das Überseegebiet Martinique als Risikogebiete.

Frankreich reagiert auf die Ausbreitung der Delta-Variante und verschärft seine Corona-Regeln. Ab 21. Juli ist der Eintritt zu Kulturstätten nicht mehr ohne Impf-Nachweis möglich. Ab 1. August ist auch der Zugang zu Fernzügen, Reisebussen, Restaurants, Cafés und Einkaufszentren nur noch mit Impf-Zertifikat möglich oder einem negativen PCR- oder Antigentest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Für Touristen, die nicht vollständig geimpft sind, wird der Frankreichurlaub teuer. Die Tests sind nicht mehr kostenlos.

Wer aus Europa nach Frankreich einreist, muss eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben und einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Ebenfalls akzeptiert wird ein Impfnachweis oder ein Nachweis über die Genesung, der nicht älter als sechs Monate ist. Ein triftiger Einreisegrund muss nicht angegeben werden. Detaillierte Informationen zu den geltenden Maßnahmen und Einreisebedingungen bietet das französische Außenministerium.

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Nach dem Lockdown: Paris buhlt um Touristen

Museen, Theater, Kinos und Sehenswürdigkeiten haben unter Hygiene- und Abstandsregeln geöffnet. Ab 16. Juli auch wieder der Eiffelturm, der dann nach langer Corona-Pause wiedereröffnet wird. Es besteht für alle Personen ab 11 Jahren eine Maskenpflicht an öffentlich zugänglich, geschlossenen Räumen, wie an Flughäfen, Bahnhöfen und Geschäften. Die Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben. Nur bei Menschenansammlungen, Warteschlangen und auf Märkten bleibt die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz bestehen. Es gibt keine nächtliche Ausgangssperre mehr. 

Österreich

Bei der Einreise führt Österreich strengere Regeln ein: Wer ohne Test in Österreich einreist, dem droht seit 14. Juli eine Strafe von 90 Euro. Bei der Einreise muss ein negativer Test vorgelegt werden oder ein Nachweis über die Genesung oder Impfung. 

Ansonsten hält das Land ein seiner Lockerungs-Strategie  fest. So wurde zum 1. Juli die Sperrstunde aufgehoben, die Nachtclubs haben wieder geöffnet: Die Gäste müssen geimpft, negativ getestet oder genesen sein und sie müssen ihre Kontaktdaten angeben.Gefeiert wird ohne Maske. Einzige Einschränkung: Die Clubs dürfen maximal zu 75 Prozent ausgelastet sein. Die Kapazitätsbeschränkung soll am 22. Juli aufgehoben werden. 

Der Mindestabstand ist seit 1. Juli aufgehoben und auch das Tragen einer Maske im Freien ist nicht mehr erforderlich - so die Person geimpft, getestet oder genesen ist. Auch für den Restaurantbesuch ist die Maske überflüssig, wenn diese Voraussetzungen erfüllt. Die Maskenpflicht gilt nur noch in Öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften und Behörden.

Bereits seit dem 19. Mai sind Gastronomie, Hotels, Bühnen und Sporteinrichtungen wieder geöffnet. Als Schutzmaßnahme erfolgen Zutrittstests. Weitere Lockerungen werden für die zweite Julihälfte erwartet.

Schweiz

Früher als die meisten EU-Länder waren Hotels, Museen, Läden, Theater, Kinos, Zoos und Freizeitparks für Besucher bzw. Kunden geöffnet. Schon seit dem 6. Juni ist die Schweiz kein Risikogebiet mehr. 

Seit 28. Juni ist die Maskenpflicht in Aussenbereichen wie Bahnhöfen oder Freizeitbetrieben aufgehoben. Die Gruppengrösse auf Restaurantterrassen ist nicht länger festgelegt, mit Covid-Zertifikat darf man sogar in die Disco und zu Veranstaltungen mit bis zu 5000 Teilnehmern.

Jeder, der in die Schweiz einreist, muss sich elektronisch registrieren und einen negativen Coronatest vorzeigen. Für Geimpfte und Genesene ist das Reisen noch leichter: Sie brauchen sich vorerst nicht mehr zu registrieren. 

Nur wer aus einem von der Schweiz als Risikogebiet ausgewiesenen Land kommt, muss in Quarantäne. Um zu entscheiden, ob in einem Staat oder Gebiet ein erhöhtes Ansteckungsrisiko herrscht, werden in der Schweiz die Neuansteckungen pro 100.000 Personen in den letzten 14 Tagen angeschaut. Wenn diese Inzidenz eines Landes um mindestens 60 höher ist als die Inzidenz in der Schweiz, kommt das Land auf die "schwarze Liste".

Niederlande Amsterdam Rotlichtviertel

Das Nachtleben in Amsterdam wird erneut heruntergefahren

Niederlande

Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung haben das Königreich der Niederlande am 23. Juli als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Die neue Einstufung soll am 27. Juli um 00:00 Uhr wirksam werden. Rückkehrer müssen dann in eine zehntätgige Quarantäne gehen. Diese können sie nach frühestens fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test beenden.

Wer trotzdem aus Deutschland einreist, muss aber weder einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorweisen, noch sich in eine Quarantäne begeben. 

Im Inland gelten verschärfte Kontaktbeschränkungen, auch wurden die Clubs geschlossen. Weitere Freizeiteinrichtungen mit Kapazitätsbeschränkungen und eingeschränkten Öffnungszeiten sind unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln aber weiterhin geöffnet. Darunter zählen Restaurants, Museen und Geschäfte.

Am 26. Juni waren weitreichende Lockerungen in Kraft getreten, die schon zwei Wochen darauf wieder kassiert wurden. In den Niederlanden gelten seit dem 10. Juli wieder strengere Corona-Regeln für Gastronomie und Kulturveranstaltungen. In Restaurants, Cafés, Bars und Theatern braucht man feste Sitzplätze und es muss der Abstand von 1,5 Meter gewährleistet sein. Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Die verschärften Regeln sollen vorerst bis 13. August gelten.

Dänemark

Aufgrund erhöhter Infektionszahlen und der Einstufung als Risikogebiet braucht man einen triftigen Einreisegrund. Touristische Reisen aus Deutschland sind aktuell nicht erlaubt. 

Alle Einreisende brauchen einen negativen COVID-19-Test. Für jeden besteht zudem die Pflicht zu einem zweiten kostenfreien COVID-19-Test, welcher vor Verlassen des Flughafens erfolgt sein muss. 

Dänemark richtet sich nach dem Ampelsystem der EU, weshalb vollständig Geimpfte mit einem Wohnsitz aus einem "grünen", "gelben" oder "orangenen" Land von einer Testpflicht ausgenommen sind. Zudem müssen sich auch nicht Kinder unter 15 Jahren testen lassen oder vollständig Geimpfte, wenn die letzte Dosis vor mehr als zwei Wochen stattfand. Auch Menschen, die zuerst mit AstraZeneca geimpft wurden und die Zweitimpfung als mRNA-Impfstoff (Moderna, Pfizer/BioNTech) erhielten, gelten als vollständig geimpft. 

In Dänemark gibt es keine Maskenpflicht mehr, einzige Ausnahmen sind Flughäfen und der öffentliche Nahverkehr - dort aber auch nur, wenn man nicht sitzt. Im Nahverkehr soll die Maskenpflicht dann endgültig am 1. September fallen. Seit 11. Juni dürfen Restaurants und Gaststätten bis Mitternacht offen bleiben, ab Mitte Juli dann bis 2 Uhr. Die Geschäfte sind in Dänemark geöffnet, Cafés, Restaurants und Bars dürfen Kunden bedienen - innen aber nur, wenn die Gäste per App einen negativen Corona-Test, eine vollständige Impfung oder eine überstandene Infektion belegen können.

Norwegen

Norwegen ist von COVID-19 weiterhin betroffen. Trotzdem können deutsche Touristen können seit 5. Juli wieder Urlaub in Norwegen machen. Bislang hatte Norwegen wegen der Corona-Pandemie weit strengere Einreiseregeln als andere europäische Länder. 

Das skandinavische Land richtet sich von nun an nach dem Ampelsystem der EU für die Kategorisierung der Infektionsgefahr. Die Bundesrepublik ist damit ebenso wie eine Reihe von anderen EU-Ländern als "grün" eingestuft worden. Menschen aus diesen Staaten dürfen wieder einreisen, ohne in Quarantäne zu müssen. Jeder Einreisende mit Ausnahme von Geimpften und Genesenen muss eine Einreiseanmeldung ausfüllen und sich an der Grenze per Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen.

Stadtansicht I Prag

Prag will den Tourismus wieder ankurbeln aber auch den Massentourismus beschränken

Tschechische Republik

Auch Tschechien setzt das europäische Ampelsystem um, Deutschland ist derzeit der grünen Kategorie zugeordnet. Für deutsche Urlauber ist die Einreise seit dem 22. Juni wieder ohne Test, Impfung oder Quarantäne möglich.

Allerdings verschärft die tschechische Regierung ihre Einreiseregeln, alarmiert von der Ausbreitung der Delta-Variante. Seit dem 9. Juli ist das Ausfüllen eines digitalen Einreiseformulars Pflicht. Noch nicht vollständig Geimpfte oder Genesene müssen einen negativen PCR-Test vorlegen - unabhängig von wo sie einreisen.

Prag, vor der Coronakrise eines der beliebtesten Städtereiseziele in Europa, wirbt um Touristen. Mit dem Programm "In Prag wie zu Hause" will es Besucher in die Stadt locken: Übernachtungsgäste erhalten kostenlose Eintrittskarten für Museen, Denkmäler, Galerien oder den Zoologischen Garten. 

Großbritannien und Irland

Großbritannien, Nordirland, Schottland und Wales sind Hochinzidengebiet, es besteht eine Reisewarnung. Wenige Tage nach dem EM-Finale in London verzeichnet Großbritannien mehr als 40.000 neue Covid-Fälle innerhalb eines Tages - der höchste Wert seit Januar. Trotz der rasanten Ausbreitung Delta-Variante will die britische Regierung an ihrem Plan festhalten und zum 19. Juli alle Corona-Maßnahmen beenden.

Großbritannien bewertet das Corona-Risiko in anderen Ländern nach einem eigenen Ampelsystem: Grün für eine entspannte Infektionslage, rot für besonders risikoreiche Regionen. Deutschland bleibt wegen einer derzeit niedrigen Inzidenz auf der grünen Stufe. Es kann wieder jeder ohne triftigen Grund nach Großbritannien ein-und ausreisen. Eine Quarantäne ist nicht verpflichtend. Aber es muss zu Beginn der Einreise ein negativer COVID-19-Test vorgewiesen werden, welcher in den ersten beiden Tagen noch einmal wiederholt werden muss. Bei allen Ländern ist eine Online-Anmeldung verpflichtend. 

Schottland - Fischerdorf - Lochboisdale, South Uist, Outer Hebrides

Im Sommer 2021 hält die Delta-Variante die Touristen fern - und die Briten machen Urlaub im eigenen Land

Schon seit dem 17. Mai haben in Großbritannien Pubs, Restaurants und Geschäfte wieder geöffnet. Mit dem Beginn der Sommerferien am 19. Juli wurden fast alle Beschränkungen  zurückgenommen. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden. 

Irland ist von COVID-19 weiterhin betroffen. Die ganze Insel wurde am 23. Juli zum Risikogebiet erklärt. Für eine Einreise ist ein negativer PCR-Test erforderlich, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Zudem muss ein Formular, das COVID-19 Passemger Locator Form, mit Angabe der Wohnadresse in Irland ausgefüllt werden.  

Pensionen, Hotels und andere Unterbringungsmöglichkeiten sind geöffnet. Restaurants, Bars mit Außengastronomie und Pubs sind unter Auflagen geöffnet. Es gelten weiterhin sowohl im öffentlichen als auch im privaten Leben die Abstands- Kapazitäts- und Bewegungsbeschränkungen. 

Von einer Reise wird lediglich abgeraten. 

 

 

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