Europas beliebteste Urlaubsländer und ihre Einreise- und Corona-Regeln | DW Reise | DW | 13.09.2021
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Reise

Europas beliebteste Urlaubsländer und ihre Einreise- und Corona-Regeln

Kaum wurden für die Sommersaison die Einreisebeschränkungen und Corona-Regeln gelockert, steigen die Corona-Zahlen wieder. Die Regeln in Europas beliebtesten Urlaubsländern.

Sommer, Sonne, Strand, Kultur - Urlaub in Europa ist möglich - mit aller gebotenen Vorsicht. Während in vielen Ländern Corona-Lockerungen umgesetzt werden, verschärfen andere aufgrund der Delta-Variante wieder ihre Einreise- und Corona-Regeln. Nach wie vor kann sich die Situation in einem Land von heute auf morgen ändern, was von Touristen und Reiseveranstaltern, Hotels und Gastronomen auch im Sommer 2021 wieder Flexibilität erfordert.

Touristen aus Übersee, unter anderem aus Israel, Australien, Neuseeland oder Singapur können wieder nach Europa reisen - seit 20. Juni auch wieder US-Bürger.

Die Einreisebeschränkungen für Menschen aus den meisten Nicht-EU-Staaten, so sie vollständigen Corona-Impfschutz haben, wurden aufgehoben. Sowohl Besuchsreisen als auch touristische Einreisen sind damit wieder ohne Einschränkungen möglich. Am 1. Juli wurden die Beschränkungen für weitere von den EU-Mitgliedstaaten gemeinsam ausgewählte Länder aufgehoben. 

Aufgrund steigender Infektionszahlen empfiehlt die EU derzeit strengere Einreiseregeln für die Einreise in die Europäische Union, beispielsweise für Menschen aus Ländern wie den USAund Israel, aber auch Nordmazedonien, Montenegro, dem Kosovo oder Libanon. Für die Einreise nach Deutschland verändert sich für Touristen aus diesen Ländern aber praktisch nichts: Die Bundesrepublik stuft sie bereits seit einiger Zeit als Hochrisikogebiete ein. Einreisende, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen dann in Quarantäne, können diese jedoch mit einem Negativ-Test von zehn auf fünf Tage verkürzen. 

Reisende, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Hochrisiko oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de registrieren und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen.

Was Deutschland-Urlauber wissen müssen

Erforderlich für die Einreise nach Deutschland sind entweder ein negativer Coronatest, ein Impfnachweis oder ein Nachweis über die Genesung von COVID-19. Seit dem 1. Juli ist das EU-Impfzertifikat in Kraft, es vereinfacht die Einreisebestimmungen für Deutschland und das Reisen innerhalb Europas erneut.

Einreisekontrollen am Flughafen Frankfurt, Deutschland

Zu den Einreisedokumenten gehört neben dem Pass nun auch die elektronische Einreiseanmeldung bzw. ein negativer Coronatest

In ganz Deutschland gelten weiterhin bestimmte Vorsichtsmaßnahmen wie Hygieneregeln, der Mindestabstand von 1,5 Metern sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wer in einem Beherbergungsbetrieb übernachten will, muss bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Es kann ein PCR-Test, oder ein Antigen-Schnelltest sein, der höchstens 24 Stunden alt ist. Zudem benötigen alle Gäste im Abstand von zwei Tagen einen weiteren Test. Selbsttests sind nur zulässig, wenn sie vor Ort unter Aufsicht des Betreibers oder einer beauftragten Person gemacht werden.

Jedes Bundesland kann darüber hinaus je nach Infektionslage eigene Regeln festlegen. Das Kompetenzzentrum des Bundes informiert über die aktuellen Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes.

Test- und Quarantänepflichten in Europa

Die Wahl des Reiseziels will gut überlegt sein. Denn für deutsche Urlauber sind sowohl bei der Einreise in das Urlaubsland als auch bei der Rückkehr nach Deutschland Testpflichten und Quarantäneregeln zu beachten.

Entscheidend ist dabei die Einstufung des Reiseziels als Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet durch das Auswärtige Amt. Informationen darüber, welche Länder in Europa und weltweit wie eingestuft sind, bietet das Robert Koch-Institut in seiner stets aktuellen Übersicht. 

Großbritannien und das beliebte Sommerurlaubsziel Portugal waren wegen der Delta-Variante zunächst als Virusvariantengebiete eingestuft worden. Reiserückkehrer müssen dann in eine 14-tägige Quarantäne, die nicht verkürzt werden kann. Zur Zeit ist keine Region als Virusvariantengebiet eingestuft.

Jedoch gibt es einige Hochriskogebiete, u.a. in Frankreich die beliebte Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, desweiteren Zypern, Montenegro aber auch Großbritannien und Teile Irlands. (Stand 13.9.) Reiserückkehrer müssen dann zwar immer noch in Quarantäne, können diese jedoch mit einem Negativ-Test auf fünf Tage verkürzen. 

Die Quarantänepflicht ist generell ein großes Hindernis für Urlauber. Die Einreiseregeln wurden in ganz Europa dahingehend erleichtert. Es genügt in der Regel der Nachweis eines Negativ-Tests bzw. das Vorzeigen des Corona-Impfasses. Alternativ werden Nachweise über eine Genesung von COVID-19 oder eine entsprechende, in der EU anerkannte Impfung akzeptiert. Manche Länder verzichten auch darauf und lassen Besucher wieder einreisen wie zu Zeiten vor der Corona-Pandemie. 

Der Corona-Impfpass, auf den sich die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament verständigt haben, ist seit dem 1. Juli in Kraft und enthält neben Angaben zu Impfungen auch Informationen über Tests oder überstandene Corona-Infektionen. 

Digitaler Impfpass, Reisepässe und Bordkarten

Seit dem 1. Juli gibt es den digitalen europäischen Impfpass

Um Reisenden in Europa einen besseren Überblick über mögliche Beschränkungen zu verschaffen, hat die EU eine Corona-Ampel  eingeführt. Danach wird die EU in grüne, orange und rote Zonen eingeteilt. Hinzu kommt noch die Farbe grau für Regionen, aus denen nicht genug Daten vorliegen.

Hilfreich ist auch die 'Re-open EU'-App der EU-Kommission. Sie bietet aktuelle Informationen etwa zur Gesundheitssituation, Sicherheitsvorkehrungen oder Reisebeschränkungen, und zwar für alle EU-Staaten sowie die Mitglieder des grenzkontrollfreien Schengenraums Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Die Corona- und Einreiseregeln der beliebtesten Urlaubsziele (alphabetische Reihenfolge):

Kopenhagen, Dänemark - Die Kleine Merrjungfrau - The Little Mermaid

Die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen: Zierlich von Gestalt, aber eine der größten Sehenswürdigkeiten Dänemarks

Dänemark

Dänemark hebt zum 10. September alle Corona-Einschränkungen auf. Aufgrund der hohen Impfrate sei die Epidemie unter Kontrolle und gelte nun nicht mehr als Bedrohung für die Gesellschaft, erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Allerdings sei die Epidemie noch nicht vollständig überwunden, und seine Regierung werde rasch handeln, sollte sie erneut die "wesentlichen Bereiche" des gesellschaftlichen Zusammenlebens bedrohen, erklärte er weiter.

Mit der Einführung des Corona-Passes im April begann das Land, seine Corona-Beschränkungen schrittweise wieder zu lockern. Inzwischen gibt es keine Maskenpflicht mehr und auch Abstandsregeln wurden weitgehend aufgehoben. 

Alle Einreisenden brauchen einen negativen COVID-19-Test. Dänemark richtet sich nach dem Ampelsystem der EU, weshalb vollständig Geimpfte mit einem Wohnsitz aus einem "grünen", "gelben" oder "orangenen" Land von einer Testpflicht ausgenommen sind. Zudem müssen sich auch nicht Kinder unter 15 Jahren testen lassen oder vollständig Geimpfte, wenn die letzte Dosis vor mehr als zwei Wochen stattfand. 

Video ansehen 04:08

Dänemark: Ohne Maske und Lockdown

Schon seit dem 1. September brauchen die Dänen in Restaurants, Sportzentren und bei Friseuren keinen Impfnachweis mehr, seit dem 10. September muss der "Coronapass" auch nicht mehr für den Besuch von Nachtclubs und Großveranstaltungen vorgelegt werden. 

Paris erinnert an Kommune vor 150 Jahren

Auch der Eiffelturm in der französischen Hauptstadt Paris darf wieder besichtigt werden

Frankreich

Zurzeit (Stand 13.09.2021) gelten die Regionen Provence-Alpes-Côte d`Azur sowie die Überseegebiete Martinique, Guadeloupe, St. Martin und St. Barthélemy, Französisch-Guayana und Französisch-Polynesien als Hochrisikogebiete.

Frankreich reagierte bereits im Sommer auf die Ausbreitung der Delta-Variante und verschärfte seine Corona-Regeln. Seit dem 21. Juli ist der Eintritt zu Kulturstätten nicht mehr ohne Impfnachweis möglich. Seit dem 1. August ist auch der Zugang zu Fernzügen, Reisebussen, Restaurants, Cafés und Einkaufszentren nur noch mit Impfzertifikat oder einem negativen PCR- oder Antigentest erlaubt, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Für Touristen, die nicht vollständig geimpft sind, wird der Frankreichurlaub teuer: Die Tests sind nicht mehr kostenlos.

Wer aus Europa nach Frankreich einreist, muss eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben und einen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Ebenfalls akzeptiert wird ein Impfnachweis oder ein Nachweis über die Genesung, der nicht älter als sechs Monate ist. Detaillierte Informationen zu den geltenden Maßnahmen und Einreisebedingungen bietet das französische Außenministerium.

Museen, Theater, Kinos und Sehenswürdigkeiten haben unter Hygiene- und Abstandsregeln geöffnet. Es besteht für alle Personen ab elf Jahren eine Maskenpflicht an öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen, wie an Flughäfen, Bahnhöfen und Geschäften. Die Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben. Nur bei Menschenansammlungen, Warteschlangen und auf Märkten bleibt die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz bestehen. Es gibt keine nächtliche Ausgangssperre mehr. 

Griechenland Athen die archäologischen Stätten - Akropolis

Derzeit ist die Akropolis von Athen wieder offen für Besucher

Griechenland

Seit dem 10.09. gilt Griechenland nicht mehr als Hochrisikogebiet. Entwarnung also für die beliebten Urlaubsdestinationen Kreta, Rhodos, Mykonos und weitere Ferieninseln.

Griechenland hat die geltenden Corona-Regeln nochmals verschärft. Seit dem 13. September gilt die 2-G Regel: In Bars, Cafés oder Restaurants haben nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt. Ein negativer Test reicht nicht. Das gilt auch für Events und Sportveranstaltungen. Wer mit Fährschiffen, Zügen, Flugzeugen oder Überlandbussen unterwegs ist muss geimpft, genesen oder innerhalb der letzten 48 Stunden negativ getestet worden sein. 

Jeder Einreisende muss spätestens 48 Stunden vor der Abreise ein Online-Formular ausfüllen. Nach der Anmeldung erhält man einen QR-Code per E-Mail, welcher bei Einreise vorgezeigt werden muss. Hat jemand den QR-Code nicht, ist eine Geldbuße von 500 Euro möglich. 

Auf Visit Greece sind alle wichtigen Informationen zusammengefasst.  

England | Tower Bridge in London

Die Tower Bridge ist eines der Wahrzeichen von London - Großbritannien selbst gilt als Hochrisikogebiet

Großbritannien und Irland

Großbritannien, Nordirland, alle Kanalinseln sowie die britischen Überseegebiete sind Hochinzidenzgebiete. Premierminister Boris Johnson will in den kommenden Tagen seine Pläne für den Kampf gegen COVID-19 in der kälteren Jahreszeit vorlegen.

Großbritannien bewertet das Corona-Risiko in anderen Ländern nach einem eigenen Ampelsystem: Grün für eine entspannte Infektionslage, rot für besonders risikoreiche Regionen. Deutschland bleibt wegen einer derzeit niedrigen Inzidenz auf der grünen Stufe. Es kann wieder jeder ohne triftigen Grund nach Großbritannien ein-und ausreisen. Eine Quarantäne ist nicht verpflichtend. Aber es muss zu Beginn der Einreise ein negativer COVID-19-Test vorgewiesen werden, welcher in den ersten beiden Tagen noch einmal wiederholt werden muss. Bei allen Ländern ist eine Online-Anmeldung verpflichtend. 

Schon seit dem 17. Mai haben in Großbritannien Pubs, Restaurants und Geschäfte wieder geöffnet. Trotz der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante im Sommer hatte die britische Regierung schon zum 19. Juli alle Corona-Maßnahmen beendet. 

Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden. 

Irland ist ebenfalls noch von COVID-19 betroffen: die Regionen Border und West gelten als Hochrisikogebiete.  Für eine Einreise ist ein negativer PCR-Test erforderlich, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Zudem muss ein Formular, das COVID-19 Passemger Locator Form, mit Angabe der Wohnadresse in Irland ausgefüllt werden.

Restaurants, Bars mit Außengastronomie und Pubs sind unter Auflagen geöffnet.  

Italien Rom | Kolosseum

Ob der Restaurant- oder Strandbesuch oder das Besichtigen einer Sehenswürdigkeit - wie hier dem Colosseum - Coronaregeln sind für Touristen zur Routine geworden

Italien

In dem beliebten Urlaubsland halten sich die täglichen Corona-Fallzahlen auf einem stabilen Niveau. Um in den Innenbereich eines Restaurants zu dürfen oder in ein Museum braucht man einen Corona-Impfnachweis, einen negativen Test oder muss nachweislich eine Infektion überstanden haben. Wer nach Italien reist, braucht ein Einreiseformular sowie den COVID-19 Pass - digital oder ausgedruckt.

Italien stuft seine Regionen je nach Infektionsgeschehen in weiße, gelbe, rote oder orange Zonen ein. Es überwiegt die Farbe "Weiß" - unbedenklich. Wer aus Deutschland einreisen will, muss sich nicht in Quarantäne begeben. Wer sich aber in den letzten 14 Tagen in Großbritannien aufgehalten hat, muss einen negativen Coronatest vorweisen, sich fünf Tage in Quarantäne begeben und danach einen weiteren Test absolvieren. Auch müssen alle Reisen über ein Online-Formular angemeldet werden. 

Reisen innerhalb von Italien ist je nach Region eingeschränkt. Personen mit einem COVID-19 Pass dürfen sich uneingeschränkt in allen Zonen aufhalten.  

In ganz Italien gilt die Maskenpflicht an öffentlichen Orten, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ein Mund-Nasen-Schutz ist weiterhin in geschlossenen Räumen Pflicht. Dazu kann es vor dem Betreten von Einrichtungen, wie Behörden und Geschäften, zu Temperaturmessungen kommen.

In den einzelnen Regionen und Kommunen können zudem individuelle Regeln und Beschränkungen erlassen werden. 

Kroatien, Adriaküste von oben, bei Split

An Kroatiens Stränden herrscht entspannte Urlaubsstimmung - wie hier bei Split an der Adriaküste

Kroatien

Die Corona-Ampel der EU ist für das beliebte Urlaubsland zwar auf rot umgesprungen. Die Zahl der Infektionen war in der Vorwoche um 50 Prozent auf 1237 Fälle angestiegen. Das RKI stuft Reisen nach Kroatien allerdings als unbedenklich ein.

Die Einreiseregeln sind seit dem 1. Juli unverändert: die Grenzbeamten in Kroatien verlangen von allen Reisenden das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat. Bei der Einreise werden darüberhinaus die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer des Aufenthalts in Kroatien registriert. 

Strände unterliegen Zugangsbeschränkungen, und zwischen 22 Uhr und 6 Uhr abends darf kein Alkohol verkauft werden. Gaststätten dürfen Gäste in ihren Innenbereichen empfangen, ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen.

Niederlande Amsterdam

Reisen nach Amsterdam und die Niederlande sind wieder möglich - mit Einschränkungen

Niederlande

Die Niederlande sind bereits seit dem 10. August nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft. Das gilt umgekehrt auch für Deutschland, jedoch wird das Nachbarland als "gelb" gelistet, die Einreiseregeln wurden deshalb angepasst: Erforderlich ist seit dem 6. September der Nachweis einer Impfung, eines negativen Tests oder der Genesung. 

Das öffentliche Leben ist kaum eingeschränkt. Museen, Theater, Zoos und Kinos sind geöffnet, ebenso  Restaurants und Geschäfte. Discos und Nachtclubs sind geschlossen, Festivals untersagt. Gaststätten müssen um Mitternacht schließen.

Maskenpflicht gilt nur für Busse, Bahnen und Flughäfen. Kann bei Veranstaltungen kein Sicherheitsabstand eingehalten werden, kann von Besuchern ein negatives Testergebnis oder ein Impfnachweis verlangt werden.

Ab dem 25. September ist der Zutritt von Restaurans, Cafés oder einem Theater nur noch mit Corona-Zertifikat oder negativem Testergebnis möglich. Dann wird auch die Abstandsregel von 1.5 Metern abgeschafft.


Norwegen Fjorde und Kreuzfahrtschiffe

Reisen nach Norwegen sind nach dem EU-Ampelsystem möglich - für Deutschland gilt die Stufe "rot"

Norwegen

Norwegen ist von COVID-19 weiterhin betroffen. Oslo und Viken gelten seit dem 12. September als Hochrisikogebiete.

Das skandinavische Land richtet sich ebenfalls nach dem Ampelsystem der EU. Die Bundesrepublik ist damit ebenso wie eine Reihe von anderen EU-Ländern als "rot" eingestuft worden. Nur noch Reisende mit einem digitalen COVID-Zertifakt können einreisen. Ohne diesen Nachweis ist die Einreise aus Deutschland nur noch in Ausnahmefällen möglich und mit Test- und Quarantänepflichten verbunden.

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen will die Regierung nicht an der für Mitte September geplanten Aufhebung der Corona-Beschränkungen festhalten. Im Nachbarland Schweden ist das Ende der Beschränkungen für Ende September, in Finnland für Oktober anvisiert. Dänemark hat die Einschränkungen bereits aufgehoben.

Österreich Berghütte Alpen

Österreich hielt lange an seiner Lockerungs-Strategie fest, jetzt gibt es wieder strengere Corona-Regeln

Österreich

Die Inzidenzwerte stiegen in den vergangenen Tagen auf 130, in einigen Regionen, darunter Wien oder Salzburg, liegen sie sogar darüber. Die österreichische Regierung verschärft deshalb die Corona-Regeln.  

Neu ist die Maskenregelung: ab 15. September müssen Ungeimpfte im Handel, der nicht dem täglichen Bedarf dient (etwa in Modegeschäften) eine FFP2-Maske tragen, Geimpften wird das Tragen der FFP2-Maske lediglich empfohlen. Die 3-G-Regel (Geimpft, Getestet oder Genesen) gilt bereits für Zusammentreffen ab 25 Personen. Antigentests sind nur noch 24 Stunden gültig - bisher waren es 48 Stunden. 

Das Land hielt lange an seiner Lockerungs-Strategie fest. So wurde die Sperrstunde aufgehoben, die Nachtclubs öffneten: Die Gäste mussten lediglich geimpft, negativ getestet oder genesen sein, und sie mussten ihre Kontaktdaten angeben. Gefeiert wurde ohne Maske. 

Portugal | Strand von Praia da Luz

In Portugal ist nur noch die Algarve Hochriskogebiet

Portugal

Die Lage in Portugal hat sich gebessert, nach dem Höchststand der Infektionen im Sommer mit einem Inzidenzwert von 438, fiel die 14-Tage-Inzidenz zuletzt auf 240. Die Einschränkungen werden deshalb weiter gelockert: Ab 13. September entfällt nun auch die Maskenpflicht im Freien.

Die Maskenpflicht gilt nur noch in Innenräumen, etwa von Geschäften, Museen oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum Besuch der Innenbereiche vieler Einrichtungen muss ein Impfzertifikat oder ein negativer Test vorgelegt werden. Soboald eine Impfquote von 85 Prozent erreicht ist, plant das Land weitere Lockerungen. Dann sollen auch Nachtclubs und Diskotheken wieder öffnen dürfen. 

In Portugal ist zur Zeit nur noch die Algarve als Hochrisikogebiet eingestuft, was bei der Rückreise nach Deutschland die bekannten Quarantäneregeln nach sich zieht.

Bei der Einreise nach Portugal muss jeder, der nicht geimpft oder genesen ist, ab dem Alter von zwölf Jahren einen negativen Test vorlegen.

Schweiz Ort Quinten

Auch in der Schweiz gelten ab September strengere Corona-Regeln

Schweiz

Die Zahl der Corona-Infizierten auf den Intensivstationen steigt auch in der Schweiz. Deshalb werden auch hier die Corona-Regeln verschärft. Ab 13. September gilt die 3-G-Regel: Bei einem Besuch in Restaurants, Bars, Fitnesscentern und Kultureinrichtungen muss der Nachweis über eine Genesung, eine Impfung oder ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Bislang war dies nur in Diskotheken, Tanzlokalen und bei Großveranstaltungen nötig. In Innenräumen wie Geschäften, Restaurants, Theatern, Sporthallen und im öffentlichen Verkehr gilt Maskenpflicht.

Die 3-G-Regel gilt auch für die Einreise, die Einhaltung soll an den Schweizer Grenzen ab dem 15. September streng kontrolliert werden.

Zu beachten ist: Wer in die Schweiz aus einem als Risikogebiet ausgewiesenen Land einreist, muss in Quarantäne. Um zu entscheiden, ob in einem Staat oder Gebiet ein erhöhtes Ansteckungsrisiko herrscht, werden in der Schweiz die Neuansteckungen pro 100.000 Personen in den letzten 14 Tagen angeschaut. Wenn diese Inzidenz eines Landes um mindestens 60 höher ist als die Inzidenz in der Schweiz, kommt das Land auf die "schwarze Liste".

Spanien Mallorca - Cala Figuera

Die erste Corona-Sommersaison gut überstanden: Mallorca

Spanien

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung am 29. August ganz Spanien inclusive der beliebten Ferieninsel Mallorca von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. Damit entfallen alle Quarantänevorschriften für aus Spanien zurückkehrende Urlauber. 

Die Einreiseregeln nach Spanien sind seit 7. Juni unverändert und orientieren sich an der Corona-Ampel der EU. Touristen aus Deutschland dürfen ohne Test oder Impf-Nachweis ins Land, auch wenn sie nicht geimpft sind, sofern sie nicht aus Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein oder dem Saarland kommen. 

Wer auf dem Landweg über Frankreich nach Spanien kommt, muss weiterhin einen negativen COVID-19-Test (maximal 48 Stunden alt) vorlegen. Vollständig geimpfte Besucher aus aller Welt dürfen ohne Corona-Beschränkungen ins Land. Für nicht Geimpfte herrscht eine Testpflicht. 

In einigen Regionen gibt es noch relativ strenge Beschränkungen wie Sperrstunden und nächtliche Versammlungsverbote, beispielsweise auf Ibiza. Auf Mallorca dagegen dürfen Menschen aus verschiedenen Haushalten seit dem 7. September wieder zu nächtlichen Parties zusammenkommen.

Die jeweils aktuellen Einreise- und Corona-Bestimmungen für alle Teile Spaniens kann man bei den Corona-Hotlines der Regionen erfragen.

Stadtansicht I Prag

Prag will den Tourismus wieder ankurbeln aber auch den Massentourismus beschränken

Tschechische Republik

Auch Tschechien setzt das europäische Ampelsystem um, Deutschland ist seit dem 30. August der roten Kategorie zugeordnet. Die Einreise ist seither nur mit Negativtest (nicht älter als 72 Stunden), Online-Anmeldeformular und Quarantäne möglich. Frühestens fünf Tage nach Einreise kann die Quarantäne mit einem negativen PCR-Test beendet werden.

Prag, vor der Coronakrise eines der beliebtesten Städtereiseziele in Europa, wirbt um Touristen. Mit dem Programm "In Prag wie zu Hause" will es Besucher in die Stadt locken: Übernachtungsgäste erhalten kostenlose Eintrittskarten für Museen, Denkmäler, Galerien oder den Zoologischen Garten. 

Türkei Antalya Küste Tourismus Strand

Die Türkei gilt wieder als Hochrisikogebiet

Türkei

Wegen gestiegener Corona-Infektionen gilt die Türkei aus deutscher Sicht seit dem 17. August als Hochrisikogebiet. Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen nach der Einreise nach Deutschland in Quarantäne. Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen.

Bei der Rückreise nach Deutschland muss weiterhin entweder ein negativer PCR-Test, der Nachweis über eine Genesung oder eine vollständige Impfung vorgelegt werden. Cafés, Restaurants und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet, es gibt keine Ausgangsbeschränkungen mehr. Eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gilt weiter.
 

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