EU-Staaten wollen Georgiewa als neue IWF-Chefin | Aktuell Welt | DW | 02.08.2019
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Internationaler Währungsfonds

EU-Staaten wollen Georgiewa als neue IWF-Chefin

Kristalina Georgiewa setzte sich bei den 28 EU-Mitgliedsstaaten gegen den niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem durch. Er gratulierte der Bulgarin, die derzeit Weltbankgeschäftsführerin ist, umgehend.

Die Nachfolgeregelung wurde nötig, weil die derzeitige IWF-Direktorin Christine Lagarde an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) wechseln will. Eine Konsultation des Europaparlaments steht hierfür noch aus. Lagarde hatte Mitte Juli - mit Wirkung zum 12. September - ihren Rücktritt eingereicht, um sich auf die EZB-Kandidatur zu konzentrieren.

Transatlantischer Deal

Frankreich war beauftragt worden, die Bewerberkür für den IWF zu leiten. Dessen Spitzenposten werden traditionell zwischen Europa und den Vereinigten Staaten aufgeteilt. So ist der Direktor ein Europäer, die Position seines einflussreichen Stellvertreters wird von einem US-Amerikaner besetzt. Bei der Weltbank kommt der Präsident aus den Vereinigten Staaten.

Der IWF wurde gemeinsam mit der Weltbank zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gegründet. Er soll darüber wachen, dass keine gefährlichen Währungsturbulenzen entstehen. Unter anderem vergibt der Währungsfonds Kredite an überschuldete und in Zahlungsschwierigkeiten geratene Länder. 189 Mitgliedstaaten gehören der Institution an. Der IWF ist ebenso wie die Weltbank eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

haz/jj/qu (dpa, rtr)

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