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Schulz beantwortet die K-Frage mit Nein

29. Mai 2016

"Mein Platz ist in Brüssel", erklärte der 60-jährige SPD-Politiker in einem Interview zur Begründung. Damit hat eine durchaus veritable Kandidatendiskussion ihr jähes Ende gefunden. Was nun, alte Volkspartei?

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Martin Schulz, der Präsident des EU-Parlaments (Foto: picture-alliance/dpa/J. Warnand)
Bild: picture-alliance/dpa/J. Warnand

Er habe 32 Jahre und damit sein gesamtes politisches Leben in Europa investiert. "Und Europa ist momentan nicht im besten Zustand. Ich versuche hier meinen Beitrag zu leisten, dies zu ändern", sagte EU-Parlamentspräsiden Martin Schulz in einem Interview der "Welt am Sonntag". Und dann weiter: "Ich unterstütze Sigmar Gabriel mit Haut und Haaren, die SPD hat einen sehr, sehr starken Parteivorsitzenden."

Gabriel, Steinmeier, Nahles, Scholz

SPD-Chef Gabriel hatte sich für einen Mitgliederentscheid ausgesprochen, wenn es in der Partei mehrere Bewerber bei der K-Frage geben sollte. Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Sozialministerin Andrea Nahles und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz gelten als Alternativen zu Gabriel. Ihnen allen werden allerdings keine großen Ambitionen nachgesagt, 2017 in den schwierigen Bundestagswahlkampf gegen die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel zu ziehen.

Vor rund drei Wochen hatte der Herausgeber des Nachrichtenmagazins "Focus", Helmut Markwort, in einer Fernsehsendung gesagt, er habe aus "zuverlässiger Quelle" gehört, dass in der SPD Schulz als Kanzlerkandidat im Gespräch sei.

"Partei der Menschen sein, die sich an die Spielregeln halten"

Schulz forderte die deutschen Sozialdemokraten in dem "Welt-am-Sonntag"-Interview auf, "noch mehr die Partei der Menschen sein, die hart arbeiten, sich an die Spielregeln halten und das tun, was ihr Land von ihnen verlangt." Viele dieser Menschen hätten das Gefühl, dass nur noch über Milliardenbeträge geredet werde, die irgendwo hinfließen würden, sagte Schulz. Das seien für die meisten unvorstellbare Summen. "Wir Sozialdemokraten müssen weniger in Milliardenbeträgen und mehr an die Menschen denken, die nur wenig Geld im Monat zur Verfügung haben."

sti/se (afp, dpa)