EU ließ 33.000 Flüchtlinge direkt einreisen | Aktuell Welt | DW | 16.06.2019
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Flucht und Migration

EU ließ 33.000 Flüchtlinge direkt einreisen

Eine lebensgefährliche Meerüberfahrt und die Erpressung durch Schleuser - das sollte Zehntausenden Menschen erspart bleiben: Die Europäische Union hatte zugesagt, sie unmittelbar aus Krisengebieten zu übernehmen.

Zypern 2017 | Flüchtlinge aus Syrien in Nikosia (picture-alliance/AP Photo/P. Karadjias)

Flüchtlinge in einem Camp nahe der zyprischen Hauptstadt Nikosia (Symbolbild)

Im Rahmen eines EU-Programms sind bislang 32.700 schutzbedürftige Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten nach Europa gekommen. Davon seien 4100 Menschen nach Deutschland eingereist, sagte EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Europäische Union hat damit erst zwei Drittel ihres zugesagten Kontingents erfüllt. Zwischenzeitlich hatte sie weit hinter ihren selbstgesteckten Zielen zurückgelegen.

Das sogenannte Resettlement-Programm sieht vor, besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen einen legalen und sicheren Weg nach Europa zu öffnen. Bis Oktober sollen insgesamt 50.000 Migranten aus Ländern wie Libyen und Äthiopien oder der Türkei und Jordanien in die EU gebracht werden.

EU: "Deutschland auf dem richten Weg"

Deutschland habe sich bereit erklärt, 10.000 Geflüchtete aufzunehmen. Mit mehr als 4000 bereits eingereisten Personen sei Deutschland "auf dem richtigen Weg", sagte der EU-Flüchtlingskommissar den Funke-Medien. Avramopoulos wertete das EU-Programm als Erfolg. "Wir bringen Menschen, die Schutz brauchen, sicher und legal nach Europa."

Infografik Detuschland Flüchtlinge Aufnahme DE

Die EU-Kommission hatte das Programm im September 2017 aufgelegt, um besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen zu helfen und ihnen die gefährliche Flucht über das Mittelmeer zu ersparen. Die Mitgliedstaaten machen ihre Zusagen freiwillig, die Kommission stellt ihnen dafür insgesamt eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung. Die Auswahl der Menschen erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR).

jj/haz (afp, epd, kna)

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