Erste Truppenabzüge im Jemen vereinbart | Aktuell Nahost | DW | 18.02.2019
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UN-Vermittlungsgespräche

Erste Truppenabzüge im Jemen vereinbart

Es könnte die Lebensmittelversorgung für die Hungernden in dem Bürgerkriegsland deutlich verbessern: Die jemenitische Regierung und die Huthi-Rebellen haben sich auf Truppenabzüge aus wichtigen Hafenstädten geeinigt.

Jemen Hafenstadt Hudaida ARCHIV (picture-alliance/dpa/H. Al-Ansi)

Huthi-Rebellen dürften den Hafen in Hudaida mit ihren Waffen bald verlassen (Archivbild)

Die Vereinbarung, die unter Vermittlung der Vereinten Nationen erzielt wurde, betrifft die Hafenstädte Hudaida, Salif und Ras Isa. In der ersten Phase ziehen sich die Huthi-Rebellen aus den Häfen zurück, die Truppen der von Saudi-Arabien angeführten Koalition geben im Gegenzug den östlichen Stadtrand Hudaidas ab. Durch die Häfen soll ein Großteil der Hilfen für die hungernde Bevölkerung ins Land geliefert werden.

Jemen Hafenstadt Hudaida ARCHIV (picture-alliance/dpa/M. Mohammed)

Nichts los im Hafen von Hudaida - das sollte sich bald ändern

Phase zwei auf dem Weg

Es handele sich um einen bedeutenden Fortschritt, erklärten die Vereinten Nationen. Die Gespräche seien "langwierig, aber konstruktiv gewesen". Nach den Verhandlungen hätten sich beide Seiten im Grundsatz auch auf die zweite Phase geeinigt - Details wurden aber nicht bekannt.

Im Jemen herrscht seit 2015 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. Zudem herrsche in dem Land die schlimmste humanitäre Krise weltweit.

fab/qu (afp, rtr)

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