Erneut Politiker in Mexiko ermordet | Aktuell Amerika | DW | 09.05.2018
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Kriminalität

Erneut Politiker in Mexiko ermordet

Im Süden des Landes wurde ein Kandidat für die Regionalwahl erschossen aufgefunden. Es ist der sechste ermordete Politiker in zehn Tagen. Die Täter sind weiter unbekannt.

Screenshot Mexiko Abel Montufar Mendoza (Facebook/Abel Montufar Mendoza)

Abel Montufar Mendoza

Abel Montufar Mendoza starb nach Angaben der staatlichen Behörden in seinem Auto. Der Bürgermeister von Coyuca de Catalan im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero, der sein Amt für seine Kandidatur bei den Regionalwahlen ruhen ließ, sei mit Kugeln durchsiebt und halb nackt gewesen, sagte laut Nachrichtenagentur AFP ein Polizist, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Mendoza hatte für die regierende Partido Revolucionario Institucional (PRI) kandidiert. Deren Vorsitzender verurteilte die Ermordung Montufar aufs Schärfste.

Der Governeur des Bundesstaates Guerrero, Hector Astudillo, nannte das Verbrechen per Twitternachricht eine "feige und verachtungswürdige Tat".

Mendoza ist bereits der sechste Kandidat, der in den vergangenen zehn Tagen in Mexiko ermordet wurde. In derselben Region starb der Bürgermeisterkandidat in Zihuatanejo auf gewaltsame Weise und im nördlichen Bundesstaat Chihuahua wurde ein Stadtratskandidat mit einer Reihe von anderen von bewaffneten Angreifern attackiert und tödlich verletzt.

Ein Land versinkt in Gewalt

Öffentliche Sicherheit ist eines der größten Themen des diesjährigen Wahlkampfes. Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko 25.000 Morde begangen.

Das Land leidet unter einer Welle von Gewalt, die mit den mächtigen Drogenkartellen in Verbindung steht. Seit die Regierung das Militär für den Kampf gegen Drogen einsetzt, wurden mehr als 200.000 Morde verzeichnet - auch wenn die Statistik keine Auskunft darüber gibt, wie viele davon tatsächlich mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung stehen.

mak/jm (afpe, ape)

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