Erneut Kanadier in China festgenommen | Aktuell Welt | DW | 14.07.2019
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Angespannte Beziehungen

Erneut Kanadier in China festgenommen

Die Beziehungen zwischen China und Kanada sind seit der Festnahme der Huawei-Finanzchefin schwer belastet. Kurz darauf nahm China zwei Kanadier fest. Jetzt muss wieder ein westlicher Bürger ins chinesische Gefängnis.

Die Festnahme des Kanadiers erfolgte in Yantai in der Provinz Shandong. Das teilte das Außenministerium in Ottawa mit. Die Gründe der Festnahme nannte das Ministerium mit Verweis auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte des Betroffenen nicht. Konsularischer Beistand werde geleistet, sagte ein Ministeriumssprecher. Bereits im Dezember waren der kanadische Ex-Diplomat Michael Kovrig und der Geschäftsmann Michael Spavor in China verhaftet worden - Kovrig und Spavor waren am 10. Dezember 2018 wegen Spionagevorwürfen in Gewahrsam genommen worden.

Ihre Festnahme wurde als Vergeltungsmaßnahme für die Inhaftierung der chinesischen Managerin Meng Wanzhou in Kanada gewertet. Die Finanzchefin des chinesischen Technologieriesen Huawei war wenige Tage zuvor auf Betreiben der USA bei einer Zwischenlandung im kanadischen Vancouver festgesetzt worden. 

China stoppt Einfuhr kanadischer Landwirtschaftprodukte  

Peking kritisiert das Vorgehen der kanadischen Behörden gegen Meng als politisch motiviert. Die 47-Jährige kam inzwischen gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß. Washington wirft der Huawei-Finanzchefin Verstöße gegen die Iran-Sanktionen vor und verlangt ihre Auslieferung an die USA. Mengs Anwälte weisen die Vorwürfe zurück.

Symbolbild: Festnahme (picture-alliance/dpa/L. Mirgeler)

Bereits der fünfte Kanadier sitzt im chinesischen Gefängnis (Symbolbild)

Die Beziehungen zwischen Peking und Ottawa sind seit dem Vorfall angespannt. In der Folge verhafteten die chinesischen Behörden Kovrig und Spavor und verurteilten zwei weitere Kanadier wegen Drogenhandels zum Tode. Zudem wurde die Einfuhr kanadischer Landwirtschaftsprodukte gestoppt. 

no/ml (afp, ap)

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