Erneut jüdischer Mann in Berlin angegriffen | Aktuell Europa | DW | 14.08.2019
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Antisemitismus

Erneut jüdischer Mann in Berlin angegriffen

Nach der Attacke auf einen Rabbiner Ende Juli hat es in Berlin offenbar erneut einen antisemitischen Vorfall gegeben. Ein jüdischer Mann soll von zwei Unbekannten attackiert worden sein.

Wie die Polizei mitteilte, war der 55-Jährige im Stadtteil Charlottenburg unterwegs und wegen seiner Kleidung als Jude erkennbar. Laut seiner Aussage stießen ihn zwei Unbekannte zu Boden und flüchteten anschließend. Wegen Schmerzen am Kopf und in den Beinen habe er schließlich von zu Hause aus den Rettungsdienst alarmiert und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, so die Polizei. Sie geht von einem antisemitischen Hintergrund aus. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittele wegen Hasskriminalität.

Zweiter Vorfall in Charlottenburg

Ende Juli hatte der antisemitische Angriff auf den Berliner Rabbiner Yehuda Teichtal für Entsetzen und Empörung gesorgt. Zwei Männer beschimpften und bespuckten den Rabbiner, der in Begleitung eines seiner Kinder war und zuvor einen Gottesdienst im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf geleitet hatte. Hunderte nahmen später an einem Solidaritätsgebet teil, darunter auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und dessen Lebensgefährtin Natalia Wörner. Maas rief dabei zum entschiedenen Engagement gegen Antisemitismus in Deutschland auf.

rku/ww (dpa, afp)

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