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Ernüchterung bei deutschen Korbjägern

Jan-Hendrik Raffler5. September 2013

Nach dem furiosen Coup gegen Titelfavorit Frankreich gibt es nun den ersten Dämpfer für Deutschlands Basketballer. Sie verlieren in einem spannenden Verlängerungskrimi gegen Belgien mit 73:77.

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Der Kapitän der Basketball-Nationalmannschaft Heiko Schaffartzik versucht den Ball zu werfen. Guy Muya aus Belgien will den Ball blocken. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Bild: imago/Camera 4

Nach dem furiosen Auftaktsieg gegen Frankreich trat bei den deutschen Basketballern Ernüchterung ein. Gegen Belgien verloren die Korbjäger hauchdünn in einem Verlängerungskrimi (73:77). Nach dem ersten Viertel führten die Deutschen noch knapp (16:14). Doch im zweiten Viertel (10:21) ließen sie vor allem in der Verteidigung zu viel zu und waren vorne nicht treffsicher genug.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Zwar kämpften sich die Deutschen nach der Halbzeit mit ihrem besten Werfer Robin Benzing (24) nach einem 15-Punkte-Rückstand noch mal heran - in der spannenden Schlussphase rettete Lucca Staiger das deutsche Team mit einem verwandelten Dreier sogar in die Verlängerung, doch da hatten die Belgier das bessere Ende für sich. Deutschland ließ zu viele Chancen liegen und vergab in der Endphase zahlreiche Freiwürfe. "Wir sind alle enttäuscht. Das war eine unnötige Niederlage, die wir schnell verarbeiten müssen", sagte Heiko Schaffartzik. Für Belgien war es der erste Sieg gegen Deutschland seit 1982.

Robin Benzing, Korbjäger der deutschen Basketball-Nationalmannschaft hält bei einem Angriff den Ball überm Kopf und wir dvon einem belgischen Verteidiger dabei gestört. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Verlängerungskrimi: Robin Benzing (r.) und die deutschen KorbjägerBild: Getty Images

Viel Zeit zum Verarbeiten hat das junge DBB-Team nicht. Schon Freitag (06.09.2013, 14:30 Uhr MEZ) steht das 3. Gruppenspiel gegen die Ukraine an, das bislang noch ungeschlagen ist. Hier sollte ein Sieg her, denn nur die besten drei Teams jeder Sechser-Gruppe erreichen die Zwischenrunde.

Bauermann mit Polen vor dem Aus

Der langjährige Bundestrainer Dirk Bauermann steht mit Polen bereits nach zwei Partien mit dem Rücken zur Wand. Nach der überraschenden 67:84-Auftaktniederlage gegen Georgien unterlag das Team auch Tschechien denkbar knapp mit 68:69 (38:34). Vorzeitig Kurs auf die Top 12 hat dagegen Ex-Bundestrainer Henrik Dettmann mit Finnland genommen. Er führte seine Mannschaft zu einem 81:60 (48:31)-Sieg über Schweden. Zum Auftakt war den Finnen überraschend ein Erfolg über die Türkei gelungen (61:55). Auch Italien gelang in der Gruppe D mit einem 90:75 (44:34) gegen die Türkei der zweite Sieg im Turnier, schon gegen den Olympiadritten Russland hatten die Italiener gepunktet (76:69). In der deutschen Gruppe A feierte auch die Ukraine beim 74:67 (35:26) über Israel den zweiten Sieg im zweiten Spiel.