Erhebliche Verkehrsbehinderungen wegen anhaltender Proteste in Frankreich | Aktuell Europa | DW | 07.12.2019
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Massenproteste

Erhebliche Verkehrsbehinderungen wegen anhaltender Proteste in Frankreich

Wegen anhaltender Proteste müssen Reisende in Frankreich weiterhin mit starken Einschränkungen rechnen. Der Zugverkehr steht bis auf wenige Ausnahmen still - in Paris ist der Nahverkehr weitestgehend lahmgelegt.

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Weiter Streiks und Massenproteste in Frankreich

Nach Angaben der staatlichen Bahngesellschaft SNCF fahren nur 15 Prozent der Vorortzüge. Der Nahverkehrsgesellschaft RATP zufolge bleiben zudem neun Metro-Linien geschlossen. An den Flughäfen hingegen soll sich die Lage nach Angaben der Flugaufsichtsbehörde DGAC nach und nach beruhigen. Demnach kann es aber noch zu Verspätungen und Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen.

Für Samstagnachmittag ist in Paris eine Demonstration gegen Arbeitslosigkeit und prekäre Arbeitsverhältnisse geplant, die jedes Jahr am ersten Samstag im Dezember stattfindet. Außerdem wollen Anhänger der "Gelbwesten"-Bewegung erneut auf die Straße gehen.

In Frankreich protestieren seit Donnerstag hunderttausende Menschen gegen die von der Regierung geplante Rentenreform. Am Donnerstag demonstrierten nach Behördenangaben mehr als 800.000 Demonstranten, die Gewerkschaft CGT zählte 1,5 Millionen Teilnehmer. Zugleich legte ein Generalstreik das öffentliche Leben weitgehend lahm. Die Proteste waren deutlich größer als die gegen den Reformkurs von Präsident Emmanuel Macron auf dem Höhepunkt der "Gelbwesten"-Krise vor rund einem Jahr.

Regierung will trotz massiver Proteste an Rentenreform festhalten

Fortgesetzte Streiks bei der französischen Bahn, an Flughäfen und im Pariser Nahverkehr führten auch am Freitag zu erheblichen Beeinträchtigungen für Berufspendler und Reisende. Auch Verbindungen nach Deutschland waren erneut betroffen.

Trotz der Massenproteste will die Regierung in Paris an ihrer geplanten Rentenreform festhalten. Die neuen Maßnahmen würden jedoch "schrittweise" und "ohne Härte" eingeführt, sagte Premierminister Edouard Philippe am Freitag. Die Regierung werde mit den Gewerkschaften zusammenarbeiten, um ein für alle Branchen geltendes, "gerechteres" Rentensystem einzuführen, sagte er. Dieses werde an die Stelle der bisher für verschiedene Branchen geltenden 42 Systeme treten.

Für kommenden Dienstag riefen die Gewerkschaften zu neuen Streiks und Massenprotesten auf.

hf/kle (afp, dpa)

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