Erdogan will Einsätze im Irak und in Syrien ausweiten | Aktuell Nahost | DW | 18.08.2018
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Irak / Syrien

Erdogan will Einsätze im Irak und in Syrien ausweiten

Der türkische Präsident kündigte beim AKP-Parteitag in Ankara an, er werde die Quelle der Bedrohung für sein Land trockenlegen. Beobachter befürchten, dass die Ankündigung die Krise mit den USA noch verschärfen dürfte.

Türkische Soldaten in Afrin (picture-alliance/Anadolu Agency/H. Fidan )

Türkische Soldaten in der syrischen Stadt Afrin

Im Norden Syriens stehen sich US-amerikanische und türkische Truppen direkt gegenüber. Washington unterstützt dort kurdische Verbände, die große Erfolge gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erzielt haben. Sie kontrollieren ein Gebiet von Hunderten Kilometern entlang der Grenze.

Die Türkei sieht die Einheiten unter der Führung der Gruppe YPG an ihrer Grenze allerdings als syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Zweimal marschierte sie mit pro-türkischen Rebellen bereits in den Nordwesten Syriens ein und eroberte Kurdengebiete, zum Beispiel in Afrin.

Gegen unabhängigen Kurdenstaat im Nordirak

Auch mit den Kurden im Irak steht die türkische Regierung im Konflikt. Türkische Soldaten drangen in den Nordirak ein, wo die PKK Rückzugsgebiete hat. Im vergangenen September hatten sich die Kurde dort in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Rest des Landes ausgesprochen. Wie auch die irakische Regierung in Bagdad lehnt die Türkei einen unabhängigen Kurdenstaat dort ab.

hf/ie (dpa, afp)

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