Erdbeben erschüttert Ost-Türkei | Aktuell Welt | DW | 23.02.2020
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Naturkatastrophe

Erdbeben erschüttert Ost-Türkei

Bei einem Erdbeben in der Grenzregion zwischen dem Iran und der Türkei sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Laut dem türkischen Gesundheitsministerium wurden mehr als 30 weitere verletzt.

Das Beben hatte nach Angaben der europäischen Erdbeben-Warte EMSC eine Stärke von 5,7 auf der Richterskala. Es habe sich in einer Tiefe von fünf Kilometern ereignet.

Nach Angaben der türkischen Regierung wurden zahlreich Dörfer von dem Erdbeben getroffen, dessen Epizentrum laut US-Erdbebenwarte 47 Kilometer westlich der iranischen Stadt Choj und 90 Kilometer östlich der türkischen Stadt Van lag. Die Opfer seien beim Einsturz von Gebäuden getötet worden. Mindestens drei der Toten seien Kinder, sagte Innenminister Süleyman Soylu nach einem Besuch vor Ort. Nach Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca wurden mindestens 37 weitere Menschen verletzt, acht von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

Mehr als tausend Gebäude eingestürzt

Laut Soylu stürzten mehr als tausend Gebäude durch die Erschütterung in sich zusammen. Fernsehbilder zeigten, wie Menschen mit Schaufeln und bloßen Händen in den Trümmern nach Überlebenden gruben. Zerbrochene Möbel lagen auf zerstörten Straßen. In Decken gehüllt standen Menschen im Schnee vor ihren beschädigten Häusern.

Auf der iranischen Seite der Grenze wurden nach Angaben der Rettungsdienste mindestens 51 Menschen verletzt. 17 von ihnen mussten demnach in Krankenhäuser gebracht werden. In mehr als 40 Dörfern seien Gebäude oder Infrastruktur durch die Erdstöße beschädigt worden. Das iranische Staatsfernsehen berichtete von 75 Verletzten, von denen sechs ins Krankenhaus gebracht worden seien.

Die Türkei und der Iran werden immer wieder von Erdbeben erschüttert. Im vergangenen Monat kamen bei einem Beben in der Türkei mehr als 40 Menschen ums Leben. Ein weiterer Erdstoß kürzlich im Iran verursachte nach offiziellen Angaben lediglich Schäden an Gebäuden.

hf/haz (rtr, dpa, afp)

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