Entsetzen nach Blutbad in Washington | Aktuell Amerika | DW | 16.09.2013
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Aktuell Amerika

Entsetzen nach Blutbad in Washington

Nach der Schießerei in einem Kommandozentrum der US-Marine in Washington ist die Zahl der Toten auf 13 gestiegen. Unter ihnen fand das FBI auch den mutmaßlichen Todesschützen.

Wie das FBI mitteilte, handelt es sich um den 34 Jahre alten Aaron Alexis. Der frühere US-Soldat soll zuletzt im US-Staat Texas gelebt haben. Die Bundespolizei veröffentlichte zwei unterschiedliche Fotos des Mannes auf ihrer Internetseite. Alexis starb bei einem Schusswechsel mit der Polizei.

Über das Motiv des Täters herrsche weiter Unklarheit, sagte Washingtons Bürgermeister Vincent Gray. Es gebe bisher aber keine Hinweise auf einen terroristischen Akt.

das FBI veröffentlichte ein Kombinationsfoto von Aaron Alexis, mutmaßlicher Todesschütze von Washington, Foto: REUTERS

Das FBI identifizierte Aaron Alexis als mutmaßlichen Todesschützen

US-Medien berichten inzwischen, der 34-Jährige sei bereits polizeibekannt gewesen. So soll er 2010 wegen illegalen Waffengebrauchs in Washington festgenommen worden sein. 2004 zerschoss er laut Polizei wutentbrannt die Reifen eines geparkten Autos, was der Schütze in eigenen Worten später dann als "Blackout" beschrieb.

Alles deutete darauf hin, dass es sich bei Alexis um einen Einzeltäter handelte: "Wir haben keinen Hinweis, dass es einen zweiten Schützen gab, selbst wenn wir das nicht vollständig ausgeschlossen hatten", sagte Gray. Auch Polizeichefin Cathy Lanier zeigte sich zuversichtlich, dass die "einzige verantwortliche Person" herausgefunden worden sei.

Die Schießerei ereignete sich in einem schwer bewachten Gebäude auf dem Marine-Areal. In dem Kommandokomplex arbeiten rund 3000 Menschen. Die Gegend, in der sich auch viele Wohnhäuser, Geschäfte und ein Baseball-Stadion befinden, wurde weiträumig abgesperrt. Mehrere umliegende Schulen hatte die Polizei unter besonderen Schutz genommen. Der Senat sagte seine Nachmittagssitzungen ab. Auch ein Profi-Baseballspiel im benachbarten Stadion wurde verschoben.

Obama verurteilt "feigen Akt" der Gewalt

US-Präsident Barack Obama sprach von einem "feigen Akt" und versicherte, die Regierung werde alles in ihrer Macht stehende tun, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die USA seien erneut mit einer "Massenschießerei" konfrontiert worden, dieses Mal "in einer Militäreinrichtung in der Hauptstadt unserer Nation". Er ordnete an, die US-Flaggen an diesem Freitag auf Halbmast zu setzen.

Als bislang schwerster Zwischenfall auf einer Militärbasis in den USA gilt der Amoklauf von Fort Hood im November 2009. Auf dem Stützpunkt im Bundesstaat Texas erschoss der Armeepsychiater Nidal Hasan 13 Menschen und verletzte 32 weitere. Ein Militärgericht verurteilte Hasan im August zum Tode.

haz/rb (rtr, dpa, afp)

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