Endspiel für Jürgen Klopp und Fernduell mit Thomas Tuchel | Sport | DW | 11.12.2018
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Entscheidung in "Todesgruppe" C

Endspiel für Jürgen Klopp und Fernduell mit Thomas Tuchel

Im Endspiel um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League trifft Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool auf Carlo Ancelotti und den SSC Neapel. Außerdem gibt es ein Fernduell mit Thomas Tuchels Paris St. Germain.

"Alles oder nichts? Ist für mich okay", sagte Jürgen Klopp vor dem "Spiel des Jahres" in der Champions League am Dienstagabend gegen den SSC Neapel (21 Uhr MEZ, ab 20:45 Uhr im DW-Liveticker): "Napoli wird nicht denken: Yippee-ki-yay, ist ja nur Liverpool! Sie wissen, es wird hart."

Hart dürfte das Gruppenfinale gegen Carlo Ancelotti inklusive Fernduell mit Thomas Tuchels Paris St. Germain, das bei Roter Stern Belgrad antritt, vor allem für Klopp selbst werden. Gut sechs Monate nachdem der FC Liverpool im Finale von Kiew stand, droht den Reds als erstem Endspielteilnehmer seit Sieger FC Chelsea 2012/13 das Vorrunden-Aus. Liverpool muss nach dem 0:1 in Neapel nun zu Hause mit 1:0 oder aber - sollte Neapel ein Auswärtstor gelingen - mit zwei Toren Differenz gewinnen, um weiterzukommen. Nur falls PSG nicht gewinnt, reicht jeder Sieg.

Im schlimmsten Fall droht Klopp aber sogar ein Frühjahr ohne Europacup: Wenn Liverpool verliert und Belgrad gegen Paris gewinnt, sind die Reds nur Tabellenvierter und damit ganz raus.

Klopps Hoffnung auf Salah

"Do or die", fasste die Tageszeitung "Liverpool Echo" die Lage daher treffend zusammen. Doch Klopp gab sich am Montag unerschütterlich optimistisch. "Ich habe den Jungs gesagt: Wenn nichts Komisches passiert wie Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, werden wir bekommen, was wir verdienen", meinte er und versprach: "Wir werden alles raushauen." Wenn es dennoch nicht reiche, "gratulieren wir Napoli und PSG".

Jürgen Klopp (picture-alliance/dpa/M. Pain)

Klopps Torgarantie: Mo Salah

Klopp baut vor allem auf Superstar Mo Salah, der beim 4:0 in Bournemouth mit drei Treffern wieder an seine überragende Vorjahresform angeknüpft hatte. Kapitän Jordan Henderson, Stürmer Sadio Mane sowie die Abwehrspieler Dejan Lovren und Trent Alexander-Arnold dürften zurück ins Team kommen. Neapel hat zwar in sechs Versuchen nicht auf der Insel gewonnen, Ancelotti aber "sehr gute Erinnerungen an Anfield", wo er 2010 mit Chelsea auf dem Weg zur Meisterschaft den vorentscheidenden Sieg holte. "Es wird ein schwieriges, aufregendes Spiel", sagte er. Obwohl ihm ein Remis reicht, will er "nicht den Bus parken, das entspricht nicht unserem Stil". Neapel wolle auch in Liverpool der "Boss" sein.

Draxler: "Wie ein Finale"

Bestimmend will auch Thomas Tuchel mit seinem Team in Belgrad auftreten. Allerdings sollte er gewarnt sein, weder Liverpool (0:2) noch Neapel (0:0) brachten im als Belgrader "Marakana" bekannten Stadion Rajko Mitic einen Treffer zustande. "Es ist wie ein Finale", sagte Nationalspieler Julian Draxler bei goal.com, "aber ich bin mir sicher, dass wir gewinnen und weiterkommen werden."

asz/ck (sid)

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