Endlosstrafe für US-Neonazi | Aktuell Amerika | DW | 15.07.2019
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Rechtsextremismus

Endlosstrafe für US-Neonazi

Ein bereits zu lebenslanger Haft verurteilter Neonazi ist in den USA zu weiteren 419 Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann war mit Absicht in eine Menschengruppe gerast.

Ein Gericht im Bundesstaat Virginia verhängte diese Strafe gegen den 22-jährigen James Alex Fields. Er war im August 2017 am Rande einer Neonazi-Demo in Charlottesville mit einem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast und hatte dabei eine Frau getötet und 29 weitere Menschen verletzt.

Wegen Mordes an der 32-jährigen Gegendemonstrantin war Fields zudem im vergangenen Dezember von einem Geschworenengericht für schuldig befunden worden. Ende Juni wurde er bereits wegen 29 Hassverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt. Fields war in dem Verfahren der Todesstrafe entgangen, weil er sich schuldig bekannt hatte.

Rechtsextremer Terror USA Charlottesville Heather Heyer Anschlag Trauer (picture-alliance/AP Photo/M. Dwyer)

Gedenken an das Neonazi-Opfer Heather Heyer

Fields war aus seiner Heimatstadt Maumee im Bundesstaat Ohio nach Charlottesville gefahren, um an dem Marsch von Rechtsextremisten am 12. August 2017 teilzunehmen. Auf im Prozess gezeigten Videoaufnahmen war zu sehen, wie er sich an rassistischen, antisemitischen und homophoben Sprechchören beteiligte.

Monate zuvor hatte der junge Mann Bilder auf Instagram hochgeladen, auf denen ein Auto in Demonstranten rast. Die Anklage sah darin den Beweis, dass seine Tat geplant war.

Dubioses Verhalten von Trump

Der Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassisten in Charlottesville hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt - auch deshalb, weil US-Präsident Donald Trump kurz danach das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von "Gewalt auf vielen Seiten" sprach.

cgn/qu (afp, ap)

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