Emmys für ″Mrs. Maisel″ und ″Game of Thrones″ | Aktuell Kultur | DW | 18.09.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fernsehen

Emmys für "Mrs. Maisel" und "Game of Thrones"

In Los Angeles sind die wichtigsten TV-Preise der Welt verliehen worden. Bei der 70. Auflage der Emmy Awards räumten die Macher von "Game of Thrones" und "Mrs. Maisel" ab. Beide lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die melancholische 1950er Jahre-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" ist der große Sieger beim renommierten TV-Preis Emmy: Neben dem Preis als beste Comedyserie gewann auch Rachel Brosnahan in der Titelrolle Midge Maisel als beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie den wichtigsten Fernsehpreis der Welt. Weitere Preise gab es  in Los Angeles für Regisseurin und Autorin Amy Sherman-Palladino. Die Serie kam insgesamt auf acht Auszeichnungen; sie läuft in Deutschland im Streaming-Angebot von Amazon.

"Game of Thrones" ist beste Drama-Serie

Die Fantasy-Serie "Game of Thrones" wurde zum dritten Mal als beste Dramaserie ausgezeichnet. Sie setzte sich damit gegen "The Handmaids's Tale - Der Report der Magd" durch, die den Preis im Vorjahr errungen hatte. "Game of Thrones" kommt sogar insgesamt auf neun Preise, viele davon aber in Nebenkategorien wie Makeup und Spezialeffekte. Der Schauspieler des Tyrion Lennister, Peter Dinklage, gewann auch den Preis als bester Nebendarsteller in einer Dramaserie. "Game of Thrones" war mit 22 Nominierungen ins Rennen gegangen, in den vergangenen Jahren hatte die Serie bereits 45 Emmys erhalten. 

USA Emmy Awards in Los Angeles - Amy Sherman-Palladino (Reuters/M. Anzuoni)

Sie hat Grund zur Freude: Autorin und Regisseurin Amy Sherman-Palladino

Bei den Miniserien gab es insgesamt sieben Preise für "The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story" über den Mord an dem italienischen Modezaren vor elf Jahren. Zu den weiteren Preisträgern zählten Drama-Darstellerin Claire Foy als Königin Elizabeth in "The Crown", "RuPaul's Drag Race" als beste Casting-Show und "Last Week Tonight With John Oliver" als beste Talkreihe.

Remis zwischen Netflix und HBO

Wie üblich räumte bei den Unterhaltungssendungen "Saturday Night Live" groß ab und kam auf acht Preise. Beim zuvor mit Spannung erwarteten Kampf zwischen Streamingdiensten und regulären Fernsehsendern gab es am Ende einen Gleichstand: Sowohl Netflix als auch der US-Kabelsender HBO kamen auf 23 Emmys. Der Traditions-Sender NBC kam auf 16 Auszeichnungen.

Zu den größten Verlierern des Abend zählte das dystopische Drama "The Handmaid's Tale", das bei 20 Nominierungen nur auf drei Preise kam. Leer aus gingen "Die Einkreisung" mit Daniel Brühl bei den Miniserien und der Wolfsburger Regisseur Edward Berger, der "Patrick Melrose" mit Benedict Cumberbatch in Szene gesetzt hatte. 

Anspielung auf Hautfarbe

Zu Beginn der Show sangen Schauspieler wie Sterling G. Brown ("This Is US") und Sänger John Legend ein Medley mit dem Titel "We Solved It"  - eine Anspielung darauf, dass mehr nichtweiße Personen als je zuvor nominiert waren und die TV-Branche versucht, unter anderem mehr schwarze und asiatische Schauspieler zu besetzen.

Bereits am vergangenen Wochenende wurden Emmys in rund 100 Kreativ-Kategorien verliehen, in der Show am Montag wurden noch 26 Preise vergeben.

haz/kle (dpa, rtr, afp)

Die Redaktion empfiehlt