Elfenbeinküste: Premier Coulibaly verstirbt nach Herzinfarkt | Aktuell Afrika | DW | 08.07.2020
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Westafrika

Elfenbeinküste: Premier Coulibaly verstirbt nach Herzinfarkt

Regierungschef Amadou Gon Coulibaly hatte noch Pläne. Trotz seiner Herzkrankheit wollte der 61-Jährige im Oktober bei der Präsidentenwahl in der Elfenbeinküste antreten.

Amadou Gon Coulibaly | Premierminister der Elfenbeinküste gestorben (picture-alliance/NurPhoto/N. Liponne)

Amadou Gon Coulibaly

Der amtierende Premierminister der Elfenbeinküste, Amadou Gon Coulibaly, ist überraschend verstorben. Nach einem Bericht des ivorischen Senders RTI erlitt der 61-Jährige während einer Kabinettssitzung in Abidjan einen Herzinfarkt. Coulibaly war erst vor sechs Tagen nach einem zweimonatigen Aufenthalt in Frankreich, wo er sich medizinisch behandeln ließ, in seine Heimat zurückgekehrt. "Ich bin wieder fit", verkündete Coulibaly bei seiner Ankunft in Abidjan.

Eine Woche nach seiner Abreise hatte die Regierung bekannt gegeben, ihm sei eine Gefäßstütze eingesetzt worden. 2012 unterzog sich der Premier in Frankreich einer Herztransplantation.

Regierungspartei ist geschockt     

Für die Regierungspartei ist sein Tod ein schwerer Schlag. "Es gibt keinen Plan B", sagte ein Vertreter im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl Ende Oktober. Coulibaly wollte bei der Abstimmung antreten und galt als einer der Favoriten. Er stand Amtsinhaber Alassane Ouattara nahe. Der 78-jährige Präsident hatte Coulibaly zum Kandidaten für seine Nachfolge bestimmt. "Mit dem Tod von Amadou Gon Coulibaly verliert die Elfenbeinküste ein Vorbild für ihre Jugend, ein Beispiel für Kompetenz, Fleiß und Selbstaufopferung", erklärte der Präsident.

EU-Afrika-Gipfel Bundeskanzlerin Angela Merkel und Alassane Ouattara (picture-alliance/dpa/M. Kappeler)

Kanzlerin Angela Merkel trifft den Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, beim EU-Afrika-Gipfel 2017 in Abidjan

Die Elfenbeinküste mit ihren 25 Millionen Einwohnern war bis 1960 eine französische Kolonie und hat noch immer enge Verbindungen zu Frankreich. Das westafrikanische Land ist der größte Kakao-Exporteur.

se/wa (afp, dpa, rtr, ap)

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