Eintracht Frankfurt: Da Costas besonderer Abend | Sport | DW | 04.10.2018
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Europa League

Eintracht Frankfurt: Da Costas besonderer Abend

Eintracht Frankfurt gewinnt auch das zweite Spiel in der Europa-League-Gruppenphase. Ein besonders auffälliges Spiel gegen Lazio Rom gelingt dem sonst so unauffälligen Danny da Costa.

Eigentlich ist Danny da Costa einer dieser Fußballprofis, die meist nicht so auffallen in einer Partie. Der rechte Verteidiger der Frankfurter Eintracht muss eigentlich dafür sorgen, dass seine Seite geschlossen wird und er möglichst wenig Gegenangriffe zulässt. Für das Spektakel, die Tore, sorgen meist andere.

Da Costa selbst ist ohnehin ein Typ, der sich selten in den Vordergrund drängt. Auf dem Feld erledigt er seriös seine Arbeit, neben dem Rasen ist er eher ein zurückhaltender und freundlicher Zeitgenosse.

An diesem Donnerstagabend in der Frankfurter Arena war jedoch alles anders: Beim 4:1 (2:1) der Frankfurter gegen Lazio Rom im zweiten Gruppenspiel der Europa League drehte sich besonders viel um den 25-Jährigen.

Frankfurt wird von Euphorie getragen

Es dauerte gerade einmal vier Minuten, bis da Costa seine erste wichtige Szene in dieser Begegnung hatte. Nach einem Eckball stahl er sich in einen Zwischenraum und hämmerte die Kugel unhaltbar aus sechs Metern in die Maschen des Lazio-Tors. Das Stadion schien nach diesem Treffer zu explodieren, so groß war die Begeisterung. Und so intensiv wurden die Frankfurter in der Folge auch von dieser Begeisterung getragen.

Allerdings erhielt die Euphorie nur wenige Minuten später einen vorübergehenden Dämpfer. Da Costa und sein Gegenspieler Riza Durmisi hatten sich in einen engen, aber fairen Zweikampf begeben, bei dem der Italiener auf seinen Arm fiel und sich eine schwere Verletzung zuzog. Da Costa traf keine Schuld - und er ließ sich durch diesen äußerst unschönen Zwischenfall auch nicht aus der Ruhe bringen.

Beinahe der zweite Treffer von da Costa

Dass der zwischenzeitliche Ausgleich durch Marco Parolo (23.) über da Costas rechte Seite vorbereitet wurde, war der nächste unglückliche Umstand des Abends. Doch an diesem Tag konnte den gebürtigen Neusser, der seine gesamte Jugendzeit bei Bayer 04 Leverkusen verbracht hatte, nicht aus der Bahn werfen.

Beim 2:1 durch Filip Kostic hatte er sich wieder einmal dynamisch mit in den Angriff eingeschaltet, auch wenn er dieses Mal nicht direkt daran beteiligt war. Vier Minuten vor dem Pausenpfiff tauchte der Rechtsverteidiger dann plötzlich auf der linken Seite alleine vor Lazio-Torhüter Silvio Proto auf, das nächste Tor lag in der Luft. Allerdings stand da Costa ganz knapp im Abseits.

Vollends verdienter Sieg

Da Costa war an diesem Abend einfach überall auf dem Feld zu finden. Sein Siegeswille war nicht zu übersehen, sein läuferischer und körperlicher Einsatz waren zudem außergewöhnlich. Auch beim Treffer zum 3:1 durch Luka Jovic, den Sebastien Haller perfekt vorbereitete, war da Costa wieder 60 bis 70 Meter mitgelaufen, um seine Kollegen zu unterstützen. Eine Pferdelunge dürfte kaum mehr Volumen haben als die des Frankfurter Verteidigers.

Es gab an diesem Abend kaum einen Angriff, an dem da Costa nicht beteiligt war oder bei dem er sich ausgeruht hätte. Er hätte wohl noch eine Partie dranhängen können, so viel Adrenalin hatte da Costa an diesem ungewöhnlichen Tag. Dass er das 4:1 in der Nachspielzeit und damit einen Doppelpack erzielte, war die Krönung seiner beeindruckenden Leistung. 

Es war ein vollends verdienter Sieg Sieg der Hessen. Und an diesem Abend hatte es sich Danny da Costa verdient, dass auch er zu den besonders gefeierten Torschützen zählte. Ausnahmsweise.       

Zuvor hatte bereits RB Leipzig souverän mit 3:1 bei Rosenborg Trondheimgewonnen, Bayer 04 Leverkusen hatte AEK Larnaka mit 4:2 besiegt.  

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