Einsatz unter Lebensgefahr | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 26.02.2018
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Einsatz unter Lebensgefahr

Ein deutsches Team arbeitet dort, wo sich internationale Helfer nicht mehr hin trauen: direkt hinter der Front im Nordirak, dort wo die Schlacht um die letzten Hochburgen der IS tobt. Ob Ärzte oder Sanitäter, sie alle sind dort freiwillig im Einsatz.

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Cadus hilft der medizinisch extrem schlecht versorgten Bevölkerung. "Viele der Menschen dort haben seit Jahren keinen Arzt mehr gesehen. Das Gesundheitssystem hier ist vollständig zusammengebrochen", so Fee Baumann, verantwortliche Regionalleiterin für den Bereich Nordirak. Oft hilft Cadus bereits wenige Tage nachdem ein Dorf zurückerobert wurde. Das Team besteht aus Ärzten, Rettungssanitätern und Krankenpflegern. Sie alle haben sich freiwillig für den Einsatz gemeldet. Alle drei Wochen wechselt die Crew. Gegründet wurde Cadus 2014 in Berlin von Sebastian Jünemann, einem ausgebildeten Rettungssanitäter und Psychologen. Jünemann hatte zuvor bereits Erfahrungen mit internationalen Hilfsorganisationen gesammelt. "Ich fand das Miteinander häufig nicht gut und auch die Projektumsetzung war oft nicht sehr effizient." Zusammen mit Gleichgesinnten entschloss er sich daher, unkonventionelle und direkte humanitäre Hilfe zu leisten. Weil ihr mobiles Hospital in nur wenigen Stunden auf- und wieder abgebaut werden kann, folgt Cadus den wechselnden Frontverläufen. Obwohl Cadus nur im Schutze der irakischen Armee arbeiten kann, behandeln sie jeden verletzten Menschen, egal welcher Partei er angehört. Die Bilanz von Cadus ist gut. Im Nordirak konnten sie mehreren hundert Menschen das Leben retten.