Einreise-Testpflicht soll Corona bremsen | Aktuell Deutschland | DW | 31.07.2021
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Pandemie

Einreise-Testpflicht soll Corona bremsen

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, gibt es in Deutschland für Reiserückkehrer aus dem Ausland ab sofort neue Bestimmungen. Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigte Kontrollen an.

Einreise EU | Covid-19: Airport Corona Testing

Egal ob mit Bus, Bahn, Auto oder Flieger: Für ungeimpfte Reiserückkehrer gilt nun eine Testpflicht

"Wer nach Deutschland einreist, muss damit rechnen, kontrolliert zu werden. Bundes- und Landespolizei arbeiten hier Hand in Hand", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer der Zeitung "Bild am Sonntag". An den Binnengrenzen werde es Stichproben geben, um kilometerlange Staus im Urlaubsverkehr zu verhindern. "Bei Einreisen aus Ländern außerhalb der EU, an den Flug- und Seehäfen wird jeder kontrolliert, ohne Ausnahme." Wer keinen negativen Test habe, müsse eventuell in Quarantäne, und es drohten "empfindliche Bußgelder".

Alle ab 12

Die neuen Regeln für Reiserückkehrer gelten seit diesem Sonntag . Durch sie soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zum Ende der Sommerferien verhindert werden. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist - mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis über ihre Genesung von einer SARS-CoV-2-Infektion oder einem negativen Corona-Testergebnis. Eine solche Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere. Jetzt gilt sie für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

Bei einem Aufenthalt in Gebieten mit neuen, besorgniserregenden Virusvarianten ist ein Testnachweis Pflicht. Nachweise als Genesener oder Geimpfter reichen in diesem Fall also nicht. Außerdem gibt es nur noch zwei statt drei Kategorien für weltweite Gebiete mit höheren Infektionsrisiken: Hochrisikogebiete und Gebiete, in denen neue, besorgniserregende Virusvarianten kursieren.

"Von Welle zu Welle"

Innenminister Seehofer nahm auch zu der Frage Stellung, wie die Impfquote erhöht werden könnte. Er sprach sich dagegen aus, mit weiteren Maßnahmen den Druck auf Impfverweigerer zu erhöhen: "Wir haben bislang ein gut funktionierendes Prinzip für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete. Daran sollten wir festhalten. Ich halte auch nichts davon, direkten oder indirekten Druck auszuüben, was die Impfung angeht."

Er sprach sich aber dafür aus, stärker als bisher für die Impfung zu werben. "Sie ist der einzige Weg, der uns aus der Pandemie herausbringt. Ohne eine ausreichende Impfquote in der Bevölkerung hüpfen wir nur von Welle zu Welle."

Das Robert-Koch-Institut meldete unterdessen 2097 neue Positiv-Tests. Das sind 710 mehr als am Sonntag vor einer Woche, als 1387 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit von 16,9 am Vortag auf 17,5. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

haz/wa (dpa)

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