Ein Steuer-Pranger für die EU | Podcast Wirtschaft | DW | 02.06.2021
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Podcast Wirtschaft

Ein Steuer-Pranger für die EU

Unternehmenssteuern sollen transparenter werden +++ Corona vernichtet Millionen Jobs +++ Huawei zeigt eigenes Betriebssystem +++ Tunesien hofft auf mutige Touristen

Audio anhören 17:21

Die Corona-Pandemie ist wirtschaftlich ein ziemliches Desaster, soviel ist bekannt. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO hat nun versucht, den Schaden in Bezug auf die Arbeitsplätze zu beziffern. Demnach hat Corona in diesem Jahr weltweit mindestens 75 Millionen Arbeitsplätze gekostet.

Steuer-Pranger für die EU

Es tut sich was in Sachen Besteuerung von multinationalen Konzernen. Ihnen wird ja oft vorgeworfen, durch geschickte, aber legale Tricks viel zu wenig Steuern zu zahlen. US-Präsident Biden hat deshalb eine weltweite Mindeststeuer vorgeschlagen, die auch in der Europäische Union viel Zuspruch erhält. Parallel dazu haben sich die EU-Staaten nun nach jahrelangem Streit darauf geeinigt, die Steuerzahlungen transparenter zu machen. Voraussichtlich ab 2023 müssen große Konzerne öffentlich machen, wie viel Steuern sie in jedem Land zahlen. Deutschland, das die Idee lange blockierte, wollte sich nicht länger widersetzen.

Pflegereform der Bundesregierung

Deutschland ist eine alternde Gesellschaft, und die Pflege alter Menschen ist ein eigener Wirtschaftssektor. Allerdings mit ziemlich bizarren Regeln. Einerseits werden die mehr als eine Million Pflegekräfte, die in Heimen und ambulanten Diensten arbeiten, für ihre harte Arbeit eher schlecht bezahlt. Andererseits müssen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ein kleines Vermögen aufwenden, wenn sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Nun hat sich die Bundesregierung auf eine Reform der Pflegeversicherung geeinigt, die, so sehen das zumindest die Kritiker, am eigentlichen Problem nichts ändern wird.

Huawei zeigt Harmony OS

Mehr als zwei Drittel aller Smartphones auf der Welt laufen mit dem Betriebssystem Android, das unter Federführung von Google entwickelt wird. Auch die sehr erfolgreichen Smartphones des chinesischen Herstellers Huawei nutzen Android. Vor zwei Jahren allerdings, auf dem Höhepunkt des Handelsstreits zwischen den USA und China, verbot der damalige US-Präsident Trump Huawei die Nutzung bestimmter Android-Elemente für einige Modelle. Der Konzern kündigte daraufhin an, sein eigenes Betriebssystem entwickeln zu wollen. Heute stellte er es in Shanghai vor.

Tunesien hofft auf Touristen

Zu Anfang dieses Podcasts haben wir über Arbeitsplatzverluste durch Corona berichtet. Davon kann auch das nordafrikanische Tunesien ein Lied singen. Das beliebte Urlaubsland ist sehr abhängig von Touristen, die während der Pandemie aber nicht kommen konnten. Inzwischen hat das Land seine Grenzen für Ferienflieger wieder geöffnet, obwohl das Virus noch längst nicht unter Kontrolle ist und kaum jemand geimpft ist. Tunesien hofft vor allem aus wagemutige Reisende aus Osteuropa und Russland.

 

 

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Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Michael Springer