Ein Poster sorgt beim DFB-Team für Aufregung | Sport | DW | 31.05.2018
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DFB-Team

Ein Poster sorgt beim DFB-Team für Aufregung

Am Montag fällt die Entscheidung: Wer sind die vier Streichkandidaten beim vorläufigen 27-Mann-Kader von Bundestrainer Joachim Löw? Ein fiktives Plakat siebt schon mal aus und sorgt für Ärger.

Auch Oliver Bierhoff schreckte im Medienzelt auf. Eine Reporterfrage zu einem Poster mit 23 Spielern und deren Namen in Gebärdenschrift für die WM sorgte kurzzeitig für Aufregung im Trainingslager in Südtirol. "Das macht mich richtig sauer. Das muss eine Panne sein", erklärte der DFB-Teammanager. Das war es aber gar nicht. Das Plakat einer Schülerzeitung war in Zusammenarbeit mit der "Aktion Mensch", dem Deutschen Fußballbund (DFB) und dem Dachverband Deutscher DEAF Fanclubs entstanden - und ist bereits seit einigen Tagen online.

Aktion Mensch DFB - Nationalspieler in Gebärdensprache

Das besagte Poster: 23 Nationalspieler und deren Namen in Gebärdensprache. Aber vier fehlen?!

 

Bei der fiktiven Auswahl der Schüler fehlen aus dem vorläufigen 27-Mann-Kader Kevin Trapp, Jonathan Tah, Sebastian Rudy und Nils Petersen. Das Brisante daran: Das Quartett zählt tatsächlich zu den möglichen Streichkandidaten. "Es ist kein Hinweis auf die finale Nominierung", stellte Bierhoff klar. Bundestrainer Joachim Löw gibt die endgültige Kadernominierung für die WM in Russland erst am Montag auf einer Pressekonferenz (12:00 Uhr MESZ) bekannt.

Mesut Özil mit Rückenproblemen

Bis dahin bleibt das Thema, neben der Frage, wie sich Torwart Manuel Neuer im Testländerspiel am Samstag gegen Österreich (ab 17:45 Uhr im DW-Audio-Livesetream) schlagen wird, natürlich aktuell. Auch andere Profis wie Julian Brandt oder Bernd Leno können sich nicht sicher sein. Den Trainern stehe eine "schwere Aufgabe" bevor, betonte Bierhoff: "Alle Spieler haben einen tollen Eindruck hinterlassen."

Trainingslager Nationalmannschaft in Südtirol | Löw & Özil (picture-alliance/dpa/C. Charisius)

Der Rücken zwickt: Mesut Özil (r. ) im Gespräch mit dem Bundestrainer

Da ist Co-Trainer Thomas Schneider offensichtlich nicht ganz der gleichen Meinung. Zwar muss sich DFB-Stammspieler Mesut Özil keine ernsthaften Gedanken machen, ob er mit nach Russland fährt oder nicht. Der Spielmacher vom FC Arsenal muss jedoch endlich mal wieder sein großes Potential abrufen - aber offenbar scheint der Rücken doch größere Probleme zu bereiten. "Wir erwarten, dass er sich selbst fordert in den Einheiten, um Substanz aufzubauen", sagte Schneider. "Mesut ist immer wieder in Behandlung", berichtete Schneider weiter. Er sei aber im Training dennoch "voll belastbar".

Toni Kroos und Jerome Boateng im Testspiel nicht dabei

Der Mönchengladbacher Weltmeister Matthias Ginter spürt noch "keine große Nervosität" vor der finalen Auswahl, die einen Tag nach dem angekündigten Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Eppan ansteht: "Alle sind relativ entspannt." Er habe das letzte halbe Jahr und auch im Trainingscamp alles gegeben: "Dann steht es nicht mehr in meiner Macht. Ich werde hoffentlich dabei sein."

Positive Signale gibt es von Jérôme Boateng. Der Weltmeister absolvierte nach seiner Oberschenkelverletzung Ende April wieder einen Teil des Teamtrainings. Einige lockere Pässe mit den Mitspielern, dann setzte der Innenverteidiger sein Aufbauprogramm fort. Im Testspiel gegen die nicht für die WM qualifizierten Österreicher wird Boateng ebenso wie Toni Kroos aber noch fehlen. Champions-League-Sieger Kroos stößt erst nach dem Spiel zum Team.

sw/se (dpa, sid)

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