Ein Job, der zum Himmel stinkt | Wirtschaft | DW | 07.10.2019
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Wirtschaft

Ein Job, der zum Himmel stinkt

Diese Arbeit will keiner machen, trotzdem mangelt es nicht an Nachwuchs +++ Außerdem: Wahlsieg der portugiesischen Sozialisten +++ Nächste Runde der Brexit-Gespräche +++ Mallorca nach der Thomas-Cook-Pleite +++

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Portugal hat am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Die Sozialisten konnten ihre Mehrheit ausbauen, auch wenn es für die absolute Mehrheit nicht gereicht hat. Das ist zumindest ein Indiz dafür, dass die Portugiesen nicht ganz unzufrieden sind. Und das ist nicht selbstverständlich nach Jahren der Austeritätspolitik. Finanziell steht das Land erst seit fünf Jahren wieder auf eigenen Beinen. Die Jahre davor waren geprägt von einem Milliarden-Rettungspaket der EU und endlosen Sparrunden. Ulla Herrmann über die Frage, wie Portugal heute wirtschaftlich dasteht.

Einigung noch möglich?

In Zeitungsartikeln hat der britische Premier Boris Johnson noch einmal bekräftigt, dass Großbritannien die Europäischen Union zum 31. Oktober verlassen wird - mit oder ohne Deal. In Brüssel befürchtet man inzwischen, es könne tatsächlich auf eine Scheidung ohne Vertrag hinauslaufen, also einen "harten Brexit". Trotzdem wird in dieser Woche erneut verhandelt.

Mallorcas Abhängigkeit

Die Pleite von Thomas Cook vor zwei Wochen war ein Schock für die Kunden und die Mitarbeiter des zweitgrößten europäischen Reiseveranstalters. Mallorca hat es besonders schlimm erwischt: Thomas Cook war dort ein wichtiger Arbeitgeber und sorgte zudem für den endlosen Strom an Touristen aus Großbritannien und Deutschland, von dem die spanische Urlaubsinsel so abhängig ist. Der Schock über das Aus sitzt so tief, dass einige Menschen weiter zur Arbeit gehen, obwohl sie nicht mehr bezahlt werden.

Bis zum Hals in Fäkalien

Vor mehr als zehn Jahren erklärte der Internationale Gewerkschaftsbund den 7. Oktober zum Welttag für menschenwürdige Arbeit. Menschenunwürdige Arbeit gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Unser Indien-Korrespondent berichtet von einem Job, der buchstäblich zum Himmel stinkt: Kanalreiniger in Indiens Hauptstadt Delhi. Ohne Schutzkleidung, bis zum Hals in Fäkalienschlamm, riskieren die Männer täglich ihr Leben. Dass den Job überhaupt jemand macht, liegt auch am eigentlich längst abgeschafften Kastenwesen in Indien.

 

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Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Christoph Groove

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