Ein Jahr Haft für australischen Erzbischof | Aktuell Welt | DW | 03.07.2018
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Justiz

Ein Jahr Haft für australischen Erzbischof

Er ist einer der ranghöchsten katholischen Geistlichen in Australien, die im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch verurteilt worden sind: Der Erzbischof von Adelaide, Philip Wilson, kommt für 12 Monate in Haft.

Das Gericht in Newcastle, das das Strafmaß verkündete, hatte Wilson schon im Mai schuldig gesprochen. Der Geistliche habe in den 1970er Jahren den Missbrauch durch den inzwischen verstorbenen pädophilen Priesterkollegen Jim Fletcher vertuscht, so das Gericht. Wilson hatten maximal zwei Jahre Haft gedroht. Er wies die Anschuldigungen zurück.

Der 67-Jährige, bei dem Alzheimer in einem frühen Stadium diagnostiziert wurde, könnte die Haftstrafe als Hausarrest verbüßen. Eine Entscheidung dazu soll am 14. August getroffen werden. Opfer von Kindesmissbrauch, die vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten, forderten den Rücktritt des Katholiken als Erzbischof.

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Erzbischof von Adelaide wegen Vertuschung verurteilt

Wilson ist einer der ranghöchsten katholischen Geistlichen in Australien und weltweit, die im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch zu einer Haftstrafe verurteilt worden sind. Anfang Mai hatte ein Gericht in Melbourne entschieden, Vatikan-Finanzchef George Pell wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs den Prozess zu machen.

hk/as (dpa, afp)

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